Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Sonnets 036
#4
Übersetzung von
Max Josef Wolff



XXXVI

Laß mich gestehn, daß wir uns trennen müssen,
Sind auch die Herzen eins und ungeteilt,
Allein will ich, von deiner Brust gerissen,
Den Makel tragen, der bei mir verweilt.

Nur ein Gedanke lebt in unsern Seelen,
Ob auch die Trennung feindlich uns entzweit;
Zwar mindert sie die Liebe nicht, doch stehlen
Kann ihrem Glück sie viel der besten Zeit.

Ich darf dich fürder nicht mehr offen nennen,
Sonst trifft dich meine vielbeweinte Schuld,
Noch darfst du vor der Welt mich anerkennen,
Sonst schändet deinen Namen diese Huld;

So laß es denn! Da dich die Liebe schuf
Zu eigen mir, ist mein dein guter Ruf.



.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 036 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 036 - von ZaunköniG - 22.03.2023, 19:11
RE: Sonnets 036 - von ZaunköniG - 10.09.2024, 10:34
RE: Sonnets 036 - von ZaunköniG - 06.05.2026, 08:08
RE: Sonnets 036 - von ZaunköniG - 09.06.2026, 08:00

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste


Forenfarbe auswählen: