08.05.2026, 10:43
In Übersetzung von
Emil Wagner
1810 - 1889
(eigentlich: Ludwig Reinhold Walesrode)
XXVII.
Zum Lager eil’ ich, matt von schweren Müh’n,
Die nöth’ge Ruh’, dem müden Leib zu geben;
Doch auf die Reife die Gedanken zieh’n,
Der Geist wird wach, wenn stirbt des Körpers Streben.
Die Phantasie zu dir nach weiter Ferne
In eifrig frommer Pilgerfahrt dann zieht,
Nicht gönnt sie Ruh’ dem müden Augensterne,
Der, Blinden gleich, nur Finsternis ersieht;
Nur daß dem Blick die schöpferische Seele
Dein lieblich Bild in leerer Trübe zeigt,
Das, gleich bei Nacht hellglänzendem Juwele,
Die Nacht verschönt, daß sie dem Tage gleicht.
Sieh’, wie bei Tag’ dem Leib und Nachts der Seele
Also für dich und mich die Ruhe fehle.
.
Emil Wagner
1810 - 1889
(eigentlich: Ludwig Reinhold Walesrode)
XXVII.
Zum Lager eil’ ich, matt von schweren Müh’n,
Die nöth’ge Ruh’, dem müden Leib zu geben;
Doch auf die Reife die Gedanken zieh’n,
Der Geist wird wach, wenn stirbt des Körpers Streben.
Die Phantasie zu dir nach weiter Ferne
In eifrig frommer Pilgerfahrt dann zieht,
Nicht gönnt sie Ruh’ dem müden Augensterne,
Der, Blinden gleich, nur Finsternis ersieht;
Nur daß dem Blick die schöpferische Seele
Dein lieblich Bild in leerer Trübe zeigt,
Das, gleich bei Nacht hellglänzendem Juwele,
Die Nacht verschönt, daß sie dem Tage gleicht.
Sieh’, wie bei Tag’ dem Leib und Nachts der Seele
Also für dich und mich die Ruhe fehle.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

