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Sonnets 032
#5
In Übersetzung von
Emil Wagner
1810 - 1889
(eigentlich: Ludwig Reinhold Walesrode)


XXXII.

Erlebst du meiner Tag’ ersehntes Ziel,
Wenn mein Gebein mit Staub der Tod vereint,
Und dir durch Zufall in die Hände fiel:
Dies arme, rohe Lied vom todten Freund,

Vergleich’ es mit der Zeiten Weitergang;
Obgleich es übertrifft der Andern Singen,
Um meine Lieb’ erhalt’ es, nicht um Klang,
Der Glücklicheren besser mag gelingen.

O dann sei liebend dies von dir gedacht:
„Wenn mit der Zeit sein Lied gewachsen wäre,
„Schönres als dies hätt’ er an’s Licht gebracht,
„Das mit dem Besten hätte gleiche Ehre;

„Doch da er starb, und sich die Dichtkunst hob,
Spend’ ihrer Schönheit, seiner Lieb’ ich Lob.“

.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 032 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 032 - von ZaunköniG - 19.03.2023, 13:02
RE: Sonnets 032 - von ZaunköniG - 31.08.2024, 09:13
RE: Sonnets 032 - von ZaunköniG - 28.04.2026, 09:48
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