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Sonnets 033
#5
In Übersetzung von
Emil Wagner
1810 - 1889
(eigentlich: Ludwig Reinhold Walesrode)


XXXIII.

Wohl manchen schönen Morgen sah ich glüh’n,
Mit königlichem Auge Berge grüßen,
Küssend mit goldnem Blick der Wiesen Grün,
Mit Himmelszauber Gold auf Ströme gießen;

Doch bald verhüllten niedre Wolken ihn,
In eklem Schleier bergend sein Gesicht,
Die der verlornen Welt sein Bild entzieh’n,
Bis westwärts schmählich sich verbirgt sein Licht;

So schien nur kurzen Morgen mir die Sonne
Mit hehrem Strahlenglanze um das Haupt;
Doch ach! nicht lange freut’ ich mich der Wonne,
Ein nah’ Gewölk hat sie mir jetzt geraubt.

Doch tadelt sie darum nicht meine Liebe,
Wie Himmelsglanz wird Glanz der Erde trübe.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 033 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 033 - von ZaunköniG - 19.03.2023, 13:04
RE: Sonnets 033 - von ZaunköniG - 02.09.2024, 06:54
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