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Sonnets 034
#5
In Übersetzung von
Emil Wagner
1810 - 1889
(eigentlich: Ludwig Reinhold Walesrode)


XXXIV.

Warum versprachst du solchen schönen Tag,
Daß ohne Mantel ich mich fortgewagt,
Da Wolken mich ereilten, die mit Schmach
Die Schönheit häßlich dir verhüllt in Nacht?

Nicht hilft’s, daß du die Wolken jetzt durchbrochen,
Und trocknest mir mein sturmgepeitscht Gesicht;
Nicht sehr wird solcher Hülfe Ruhm gesprochen,
Die Wunden heilet, doch die Unbill nicht.

Auch kann mir deine Scham nicht Hülfe geben,
Ob du bereust, stets bleibt mir der Verlust;
Des Kränkers Reu’ kann nicht den Schaden heben,
Da man der Kränkung stets sich bleibt bewußt.

Doch wenn du weinst, sind Perlen deine Zähren
Und reich, daß böse That verzeih’n sie lehren.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Sonnets 034 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 034 - von ZaunköniG - 19.03.2023, 13:05
RE: Sonnets 034 - von ZaunköniG - 06.09.2024, 08:19
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