Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Sonnets 035
#5
In Übersetzung von
Emil Wagner
1810 - 1889
(eigentlich: Ludwig Reinhold Walesrode)


XXXV.

Bekümmre dich um was du thatst nicht mehr!
Die Ros’ hat Dornen, Schmutz die Silberquellen,
Verfinst’rung schmäht die Sonn’, und Wolkenheer,
der Sturm die Knospen, die am schönsten schwellen.

Jedweder fehlt; und eben hierin ich,
Gutheißend deinen Fehl durch Gleichnisschimmer,
Mich selbst verderbend, zu entschuld’gen dich,
Vertheid’gend selbst mehr als du fehltest immer.

Für deine Sinnlichkeit brauch’ ich mein Sinnen
(Dein Gegner selbst vertheidigt dich mit Muth),
Um gegen mich den Rechtsstreit zu beginnen;
Denn Bürgerkrieg führt bei mir Lieb’ und Muth.

Daß selber Helfershelfer ich muß sein
Dem süßen Dieb, der bitter raubt, was mein.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 035 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 035 - von ZaunköniG - 19.03.2023, 13:07
RE: Sonnets 035 - von ZaunköniG - 08.09.2024, 01:29
RE: Sonnets 035 - von ZaunköniG - 04.05.2026, 08:38
RE: Sonnets 035 - von ZaunköniG - 07.06.2026, 02:30

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste
Forenfarbe auswählen: