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Sonnets 018
#6
In Übersetzungen von
Otto Gildemeister



XVIII.

Vergleich ich dich mit einem Sommertage?
Er ist so lieblich nicht und so gelind;
Der Sturm zerzaust des Maien Blütenhage
Und allzubald des Sommers Pracht verrinnt,

Oft strahlt zu heiß des Himmels Aug hernieder,
Und manchmal ist sein Goldblick trübe nur,
Und jede Schönheit weicht vom Schönsten wieder
Durch Zufall oder Wandel der Natur.

Nie aber wird dein ew’ger Sommer schwinden,
Noch jene Schönheit missen, die du hast;
Nie wird der Tod im Schattenreich dich finden,
Wann dich die Zeit in ew’ge Verse faßt.

Solang noch Menschen atmen, Augen sehn,
Lebt dies und gibt dir Leben und Bestehn.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Sonnets 018 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 018 - von ZaunköniG - 26.02.2023, 02:14
RE: Sonnets 018 - von ZaunköniG - 08.07.2024, 09:48
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