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Sonnets 009
#8
In Übersetzung von
Dorothea Tieck

1799 - 1841


9

Ist's, einer Wittwe Thränen zu ersparen,
Was Dich in einsam, trüben Zustand hält?
O! wirst Du kinderlos zur Grube fahren
So klagt Dich, als verlaßnes Weib, die Welt.

Sie, Deine Wittwe, muß in Gram vergehn,
Weil nie Dein Bild ihr wieder wird erscheinen;
Da andre Wittwen täglich tröstend sehn
Des Vaters Aug' im Angesicht der Kleinen.

Was ein Verschwender in der Welt verloren
Tauscht nur den Ort, der Welt doch angehört;
Nie wird verblühte Schönheit neu geboren,
Und ungebraucht der Eigner sie zerstört.

Nie hat ein andres Wesen der geliebt,
Der an sich selbst so schnöden Mord verübt.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Sonnets 009 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 009 - von ZaunköniG - 23.02.2023, 12:53
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