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Sonnets 010
#8
In Übersetzung von
Dorothea Tieck

1799 - 1841


10

Pfuy! Sage nimmer daß Du Lieb' empfunden,
Da Du für Dich nicht Sorg' und Vorsicht übst.
Wohl mancher ist mit Lieb' an Dich gebunden,
Doch klar ist's wahrlich daß Du keinen liebst.

So ist Dein Herz auf wilden Haß gerichtet,
Daß Du Verrath ersinnst am eignen Leben
Drum wird durch Dich das edle Haus vernichtet,
Das Du doch stützen solltest und erheben.

Sey mild, so wird auch mild mein Urtheil seyn.
Wohnt Haß im schönren Haus als edles Lieben?
Sey zart und freundlich, wie Dein äußrer Schein.
Such' mindstens an Dir selbst nicht Haß zu üben.

O streb' ein andres Selbst Dir zu erwerben,
So lebt die Schönheit fort um nie zu sterben.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Sonnets 010 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 010 - von ZaunköniG - 23.02.2023, 12:59
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