16.05.2026, 01:38
Übersetzung von
Alexander Neidhardt
1819-1908
VIII.
Musik dem Ohr du — macht Musik dich traurig?
Wie widerstreitet Süßes Süßem je?
Und liebst du, was dir bange klingt und schaurig,
Und hörest gern, was Leid dir gibt und Weh?
Wenn reiner Töne süße Harmonieen
Dein Ohr beleid'gen, schelten sie dich hold,
Dass süßem Bande einsam stets entfliehen,
Der Herzen Einklang wehrend, du gewollt.
Horch, wie ein Saitenpaar, vermählt einand,
In lieblichem Accord zusammenklingt,
Ganz so, wie Vater, Mutter, Kind ein Band
Der reinsten, tiefsten Harmonie umschlingt;
Ihr wortlos Lied, vielstimmig, scheint ganz eins
Und singt, dich mahnend: was nur eins, ist keins.
.
Alexander Neidhardt
1819-1908
VIII.
Musik dem Ohr du — macht Musik dich traurig?
Wie widerstreitet Süßes Süßem je?
Und liebst du, was dir bange klingt und schaurig,
Und hörest gern, was Leid dir gibt und Weh?
Wenn reiner Töne süße Harmonieen
Dein Ohr beleid'gen, schelten sie dich hold,
Dass süßem Bande einsam stets entfliehen,
Der Herzen Einklang wehrend, du gewollt.
Horch, wie ein Saitenpaar, vermählt einand,
In lieblichem Accord zusammenklingt,
Ganz so, wie Vater, Mutter, Kind ein Band
Der reinsten, tiefsten Harmonie umschlingt;
Ihr wortlos Lied, vielstimmig, scheint ganz eins
Und singt, dich mahnend: was nur eins, ist keins.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

