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Sonnets 003
#11
In Übersetzung von
Ferdinand Adolph Gelbcke



IV. (3)

Schau dich im Spiegel, sag dem Angesicht:
Zeit sei es, daß es nicht ohn’ Abbild bleibe;
Denn Du begehst, erneust Du jetzt es nicht,
Raub an der Welt und Raub an einem Weibe

Wo ist die Schöne, deren bracher Schooß
Nicht willig sich von Dir bestellen ließe?
Wer wär so eitel, eigner Liebe bloß
Ein Grab, daß er nicht freudig Vater hieße?

Der eignen Mutter Spiegel bist Du: Ihr
Kannst Du der Jugend holden Mai erneuen;
So wird im Spiegel trüben Alters Dir
Das Bild der goldnen Zeit das Herz erfreuen.

Doch lebst Du, daß man Dein vergesse hier:
Stirb kinderlos, dann stirbt Dein Bild mit Dir.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Sonnets 003 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 003 - von ZaunköniG - 20.02.2023, 12:30
RE: Sonnets 003 - von ZaunköniG - 25.05.2024, 10:47
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