09.03.2026, 09:04
X.
Wie viele Liebesbriefe schrieb ich in den Staub?
Vor dir versteinern sie zu toten Artefakten...
War’s Irrtum? Mutwill? Ein Verfehlen? Die exakten
Schicksalsschläge auf den Hinterkopf. Ein Raub
Der Flammen meine falsche Hoffnung, Die vertrackten
Winkelzüge; weich nicht aus! So stumm und taub
sind wir geworden. Ach, mein schöner Traum... Ich glaub,
Ja, auch ein Irrlicht bricht das Dunkel – bis wir’s packten.
Ich seh nur matten Abglanz der erzielten Freuden.
Ein schönes Bild und virtuose Klangartistik...
Was sind mir denn schon Endreim, Metrik, Assonanz?
Mein Schreiben ist ein Schenken, Stürzen und Vergeuden.
Sind die Gedichte alle nichts als Belletristik?
Wird es dein Rosen- oder wird’s mein Dornenkranz?
Wie viele Liebesbriefe schrieb ich in den Staub?
Vor dir versteinern sie zu toten Artefakten...
War’s Irrtum? Mutwill? Ein Verfehlen? Die exakten
Schicksalsschläge auf den Hinterkopf. Ein Raub
Der Flammen meine falsche Hoffnung, Die vertrackten
Winkelzüge; weich nicht aus! So stumm und taub
sind wir geworden. Ach, mein schöner Traum... Ich glaub,
Ja, auch ein Irrlicht bricht das Dunkel – bis wir’s packten.
Ich seh nur matten Abglanz der erzielten Freuden.
Ein schönes Bild und virtuose Klangartistik...
Was sind mir denn schon Endreim, Metrik, Assonanz?
Mein Schreiben ist ein Schenken, Stürzen und Vergeuden.
Sind die Gedichte alle nichts als Belletristik?
Wird es dein Rosen- oder wird’s mein Dornenkranz?
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

