15.05.2026, 01:03
III.
Die Tür zur guten Stube ist verschlossen.
Die Stille dehnt sich aus bis in den Garten,
wo die Geschwister hocken, lauschen, warten.
Kein Spiel, kein Zank, sie hocken wie begossen.
Sie wissen's also schon. Allein Sophie
wirkt zwischen Gänseblümchen froh und frei,
versteht noch nicht, wie soll sie auch mit drei.
Wer soll es ihr erklär'n? Vor allem wie?
und Heinrich läßt seine Gedanken wandern:
Zu Oma Schröder und zu all den andern,
die er gezeichnet hat. Er hat's gehaßt!
Nun soll er seine Mutter nicht mehr sehen?
Hinnehmen, daß geliebte Menschen gehen?
Hinnehmen, daß ihr Bild langsam verblaßt?
.
Die Tür zur guten Stube ist verschlossen.
Die Stille dehnt sich aus bis in den Garten,
wo die Geschwister hocken, lauschen, warten.
Kein Spiel, kein Zank, sie hocken wie begossen.
Sie wissen's also schon. Allein Sophie
wirkt zwischen Gänseblümchen froh und frei,
versteht noch nicht, wie soll sie auch mit drei.
Wer soll es ihr erklär'n? Vor allem wie?
und Heinrich läßt seine Gedanken wandern:
Zu Oma Schröder und zu all den andern,
die er gezeichnet hat. Er hat's gehaßt!
Nun soll er seine Mutter nicht mehr sehen?
Hinnehmen, daß geliebte Menschen gehen?
Hinnehmen, daß ihr Bild langsam verblaßt?
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

