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Sonnets 018
#15
In Übersetzung
von Ludwig Fulda

1862 - 1939


18

Ob ich dich einem Sommertag vergleiche,
Der Du viel Lieblicher und milder bist ?
Sturm droht des Maien trautem Blütenreiche,
Und Sommer weilt nur allzu kurze Frist.

Des Himmels Aug’ strahlt manchmal allzuwarm,
Oft ist sein goldnes Antlitz trüb umrändert,
Und alles Schöne wird oft schönheitsarm,
Wenn Zufall, wenn Naturlauf es verändert.

Doch dauern soll dein Sommer ewiglich,
Dein Reiz nicht fliehn; auch soll sich nicht erkühnen
Der Tod, zu prahlen, er umschatte dich,
Wenn du in ewigem Lied wirst weitergrünen.

Solang noch Menschen atmen, Augen sehn,
Lebt dies und läßt Dein Leben nicht vergehn.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Sonnets 018 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 018 - von ZaunköniG - 26.02.2023, 02:14
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