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Sonnets 033
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Themen: 29.688
Registriert seit: Jan 2007
13.08.2007, 01:10
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.02.2023, 15:17 von ZaunköniG.)
William Shakespeare
1564 – 1616 England
XXXIII.
Full many a glorious morning have I seen
Flatter the mountain-tops with sovereign eye,
Kissing with golden face the meadows green,
Gilding pale streams with heavenly alchemy;
Anon permit the basest clouds to ride
With ugly rack on his celestial face,
And from the forlorn world his visage hide,
Stealing unseen to west with this disgrace:
Even so my sun one early morn did shine
With all triumphant splendor on my brow;
But out, alack! he was but one hour mine;
The region cloud hath mask'd him from me now.
Yet him for this my love no whit disdaineth;
Suns of the world may stain when heaven's sun staineth.
.
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Registriert seit: Jan 2007
Übersetzung von
Terese Robinson
XXXIII.
Manch jungen Morgen sah ich flammend steigen,
Mit königlicher Gunst die Höh’n umglühn,
Sein leuchtend Antlitz über Wiesen neigen,
Den blassen Strom mit gold’nem Glanz besprühn;
Bis niedriges Gewölk sein Angesicht
Mit Qualm umzog, verbergend seinen Strahl,
Und heimlich, schmachvoll sich das Himmelslicht
Von der verlass’nen Welt gen Westen stahl.
So lag auch meiner Sonne warmer Schein
Mir sieghaft leuchtend auf der Stirn am Morgen,
Doch ach! Sie war nur eine Stunde mein,
Nun hält sie hinter Wolken sich verborgen.
Soll ich drum meine Erdensonne hassen,
Da Himmelsangesichte selbst verblassen?
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Registriert seit: Jan 2007
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis
XXXIII.
Wie manchen stolzen Morgen sah ich schon
Mit Herrscherblick der Berge Häupter grüßen:
Sein goldnes Antlitz küßt den bleichen Strom,
Mit Himmelsalchemie vergoldet er die Wiesen.
Und bald darauf, wenn feiger Nebel schwillt,
Wie läßt er trüben seine Götterwange,
Entzieht sein Haupt dem trauernden Gefild
Und eilt mit Schmach, verhüllt zum Untergange.
So fiel von meiner Sonn’ auch nur ein früher Schein
Mit allem Siegesglanz mir auf die Brauen:
Doch ach! er war nur eine Stunde mein;
Nun birgt mir ihn der Heimatnebel Grauen.
Doch meine Liebe drum irrt’s ewig nicht:
Was Himmelssonnen bleicht, trübt wohl ein Erdenlicht.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Registriert seit: Jan 2007
Übersetzung von
Max Josef Wolff
XXXIII
Stolz ging schon oft der junge Morgen auf,
Mit Herrscherblick die Bergeszinnen grüßend,
Vergoldend hell der blassen Ströme Lauf
Und Flammenkuß auf grüne Fluren gießend;
Doch bald beziehn sein Himmelsangesicht
Die niedern Wolken, die sich häßlich ballen,
Verdeckt ist der verlornen Welt sein Licht,
In Schmach verhüllt muß er gen Westen wallen.
So sandte glorreich meiner Sonne Schein
Auf meine Stirne ihre Morgenstrahlen,
Doch ach! Sie war nur eine Stunde mein,
Bis Wolken mir den frohen Anblick stahlen.
Ich zürne nicht, denn wenn des Himmels Licht
Verfinstert wird, währt das der Erde nicht.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Registriert seit: Jan 2007
In Übersetzung von
Emil Wagner
1810 - 1889
(eigentlich: Ludwig Reinhold Walesrode)
XXXIII.
Wohl manchen schönen Morgen sah ich glüh’n,
Mit königlichem Auge Berge grüßen,
Küssend mit goldnem Blick der Wiesen Grün,
Mit Himmelszauber Gold auf Ströme gießen;
Doch bald verhüllten niedre Wolken ihn,
In eklem Schleier bergend sein Gesicht,
Die der verlornen Welt sein Bild entzieh’n,
Bis westwärts schmählich sich verbirgt sein Licht;
So schien nur kurzen Morgen mir die Sonne
Mit hehrem Strahlenglanze um das Haupt;
Doch ach! nicht lange freut’ ich mich der Wonne,
Ein nah’ Gewölk hat sie mir jetzt geraubt.
Doch tadelt sie darum nicht meine Liebe,
Wie Himmelsglanz wird Glanz der Erde trübe.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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