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Mittsommer
#1
Mittsommer

Die Sonne brütet ob der heißen Erde
Und durstig saugt die Scholle zeugend Licht,
Bis schwellend jeder Keim zu Tage bricht,
Daß Blüt’ und Frucht ein Kind des Lichtes werde.

So wird das All zum Vestatempelherde,
Dem es an heil’ger Flamme nie gebricht;
Die Nacht entflieht, verhüllt ihr Angesicht,
Nach schnauben ihr Gott Phöbus Sonnenpferde.

Nun regen sich die göttlichen Gewalten,
Die ew’ge Macht, die alles Leben schafft,
Es reist die That aus keimenden Gedanken.

Dem Jüngling nah’n der Liebe Huldgestalten,
Der Mann genießt das Sein in voller Kraft,
Der Greis schaut jenseits über Erdenschranken.


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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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