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Reich und Arm
#1
Reich und Arm

Sie bieten Gold dir, Perlen und Juwelen
Und reichen Schmuck für deiner Schönheit Zier.
Statt Gold mein Blut, statt Stein mein Leben dir
Biet’ ich, statt Perlen Thränen, nicht zu zählen.

Statt Haus und Hof, darinnen zu befehlen,
Nimm du mein Dichterherz dir für und für;
Den Schlüssel hast du zur geheimsten Thür
Von solchem Zauberschloß – kannst du noch wählen?

Statt kaltem Glanz die Gluth der Jugendtriebe,
Statt des Vergänglichen, was dauernd bliebe,
Statt kurzem Reiz die Ewigkeit der Liebe.

Mich selbst, die ganze Welt, die lebenswarme,
Dir geb’ ich sie, schließ’ ich dich in die Arme! –
Wer ist der Reiche, sprich, wer ist der Arme?



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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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