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Die Verzweiflung
#1
Die Verzweiflung

Wer niemals gegen sich gerichtet war,
Kennt die Verzweiflung nicht und ihre Meute.
Du sitzt in dir verknäult als ihre Beute,
Von ihr gepeitscht mit schweißgenäßtem Haar.

Dein Herz, das nie bis in den Tod bereute
Und nach den Stürmen immer sonnenklar
Erschien, verkehrt sich, jeden Schimmers bar,
Und du begrübst dich ohne Grabgeläute.

Wer nie aus Herzensscham sich totbegehrt,
Selbstmörderisch Selbstmördern eng verbündet,
Kennt auch das Feuer nicht im eignen Herd,

Das neuer Glaube in dem Qualm entzündet.
Er kennt die Flamme nicht, die Schutt verzehrt,
Wenn steil dein Leben in das ihre mündet.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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