27.06.2026, 14:12
Die Malhand
Nicht nur das Auge denkt: Es denkt die Hand
bei jedem ausgeführten Pinselschwung,
justiert und testet die Erinnerung
und fragt beim Auge nach, ob sie verstand,
was es gesehen hat. Die Hand ist blind.
Sie weiß nur, dass sie Widerstände spürt,
und spürt sie feiner, wird sie gut geführt.
Wie mannigfach die Widerstände sind!
In ihren Fingern liegt der Pinselschaft,
unbeugsam hart, - und dennoch gibt er nach,
drückt sie, dosiert , die Borsten aufs Papier.
Ein Wenig ist schon manchmal zu viel Kraft,
dass sich der Strich verbreitert und verschmiert,
bis dann das Auge zuwischenruft: Gemach!
.
Nicht nur das Auge denkt: Es denkt die Hand
bei jedem ausgeführten Pinselschwung,
justiert und testet die Erinnerung
und fragt beim Auge nach, ob sie verstand,
was es gesehen hat. Die Hand ist blind.
Sie weiß nur, dass sie Widerstände spürt,
und spürt sie feiner, wird sie gut geführt.
Wie mannigfach die Widerstände sind!
In ihren Fingern liegt der Pinselschaft,
unbeugsam hart, - und dennoch gibt er nach,
drückt sie, dosiert , die Borsten aufs Papier.
Ein Wenig ist schon manchmal zu viel Kraft,
dass sich der Strich verbreitert und verschmiert,
bis dann das Auge zuwischenruft: Gemach!
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

