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1864 Besuch aus Hannover
#1
1864

Besuch aus Hannover



Zu Mittag sitzt der Obersollaufseher
bei Josef Hein, versucht ihn auszufragen,
was sich im Ort zuletzt so zugetragen.
Der plaudert etwas mit ihm, aber eher

will er den Fokus grad auf Heinrich lenken,
erweist sich so ein weitres Mal als Gönner,
schwärmt dem Beamten vor vom Maler-Könner,
man solle eine Förderung bedenken,

wo doch jetzt die Schule bald verläßt.
Er legt mit mit überzeugenden Gebärden
dem Zollmann manche hübsche Skizze vor

und legt ihn sanft auf seinen Beistand fest.
Das wird kein Zufall sein: Er muss im Ort
eh' bei den Brelings noch vorstellig werden.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
II.

Bei der Erörterung von Zollbelangen,
besah er nebenbei auf der Station
die Bilder, manche kannte er ja schon,
die in der guten Stube aufgehangen.

"Die Bilder sind von ihrem dritten Sohn?"
und Vater Wilhelm Brelings Miene hellt
sich auf. "Ja, er ist gut! - Manchmal bestellt
ein Nachbar eine Zeichnung, doch der Lohn...

Ich denke, Heinrich sollte Kunst studieren.
Wir haben auch schon 'was zurückgelegt,
doch mühsam muss das Eichhörnchen sich nähren."

Per Handschlag wird er den Besuch quittieren
und ist im Geiste lange noch bewegt.
Der Heinrich wird sich sicherlich bewähren.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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