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1858 Brot und Eier
#1
Brot und Eier
(Zur Kindheit von Heinrich Breling in Fischerhude)


Es mag im Gasthaus Hein* gewesen sein:
Der Wirt hatte Gefallen an dem Jungen,
seinem Talent genau zu konterfeien,
Was er auch von ihm sah, galt ihm gelungen.

Nicht ihm allein. Es sprach sich rum im Ort.
Man lud ihn ein hier den, dort die zu malen
und dachte oft nicht dran, ihn zu bezahlen.
Doch Joseph Hein ergriff für ihn das Wort

und redete den Bauern ins Gewissen,
dass diese Gabe doch zu fördern wäre.
Dem konnte man nicht viel entgegensetzen.

Die Studien sind ihm eine gute Lehre,
doch freute man sich auch an seinen Schätzen, -
Und lohnte nun mit manchen Leckerbissen.




* Der heutige Gasthof Berkelmann in Fischerhude.

.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
II.

Es ist wie eine innre Weihnachtsfeier,
so reich fühlt Hinnerk sich vom Glück beschenkt:
Ein halbes Brot und noch dazu drei Eier!
Das ist ein guter Lohn, wenn man bedenkt,

dass er nur tat, was ihm selbst Spaß bereitet.
"Ein kleiner Meister" Er hat's noch im Ohr.
Wie stolz erst Papa ist, stellt er sich vor,
hat er den Schatz zuhause ausgebreitet.

Der Vater beugt sich, so wie man ihn kennt,
über die "Gartenlaube", winkt ihn her...

Noch in der Tür, straht er über's gesammte
Gesicht, - und Papa, dieser Zollbeamte
sah schon in seinem Sohn dieses Talent
und darf nun glauben, dies Talent hat Wert.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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