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Sonnets 043
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Registriert seit: Jan 2007
13.08.2007, 01:10
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.02.2023, 16:18 von ZaunköniG.)
William Shakespeare
1564 – 1616 England
XLIII.
When most I wink, then do mine eyes best see,
For all the day they view things unrespected;
But when I sleep, in dreams they look on thee,
And darkly bright are bright in dark directed.
Then thou, whose shadow shadows doth make bright,
How would thy shadow's form form happy show
To the clear day with thy much clearer light,
When to unseeing eyes thy shade shines so!
How would, I say, mine eyes be blessed made
By looking on thee in the living day,
When in dead night thy fair imperfect shade
Through heavy sleep on sightless eyes doth stay!
All days are nights to see till I see thee,
And nights bright days when dreams do show thee me.
.
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Registriert seit: Jan 2007
Übersetzung von
Terese Robinson
XLIII.
Am besten seh ich, schließt mein Auge sich,
Denn ist es offen, ruht’s auf nicht’gen Dingen,
Doch wenn ich träume, seh ich immer dich,
Und sehe nächt’gen Strahl die Nacht durchdringen.
O du, des Schatten Schatten leuchten macht,
Wie würde deines Schattens Form beglücken
Am lichten Tag in ihrer lichten Pracht,
Wenn schon ihr Abglanz strahlt geschloss’nen Blicken!
Wie würde, sag’ ich, dann mein Blick belebt,
Gesegnet schauen in den hellen Tag,
Wenn nachts dein Schatten schon das Dunkel hebt,
Das schwer auf meinen toten Augen lag.
Der hellste Tag ist Nacht, bis ich bei dir,
Nacht lichter Tag, bringt dich der Traum zu mir.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Registriert seit: Jan 2007
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis
XLIII.
Am besten dient mein Auge blinzelnd mir;
Denn unbeachtet geht der Tag an ihm vorüber:
Allein im Schlaf,im Traume sieht's nach dir
Aus Nacht in Helligkeit,nachthell hinüber.
Du,dessen Schatten nun die Schatten so erhellt,
Wie wird am Tag erst deines Schattens Wesen
Mit seinem höchsten Licht erfreun die Welt,
Wenn blinde Augen schon am Schatten so genesen!
Wie,selig,sag ich,wär' mein Auge nun,
Hätt' ich am heitern Tag erst dich gewahrt,
Wenn öde Nacht den Augen,wie sie ruhn,
Dein schönes bleiches Trugbild offenbart.
Mir scheint Nacht jeder Tag,getrennt von dir,
Und Nächte hell wie Tag,zeigst du im Traum dich mir.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Registriert seit: Jan 2007
Übersetzung von
Max Josef Wolff
XLIII
Klar seh' ich erst, wenn sich mein Auge schließt,
Das auf des Tages Bilder gern verzichtet,
Doch wenn in Träumen es dein Bild genießt,
Dann ist es hell in Finsternis gerichtet.
Dein Schatten schon verklärt die dunkle Nacht,
Wie würdest du mich leibhaft erst beglücken
Am hellen Tag mit deiner hellern Pracht,
Wenn schon dein Abglanz Blinde kann entzücken!
Oh, dürft' ich am lebend'gen Tag dich schauen,
Mein Auge wäre gnadenreich begabt,
Wenn schon dein Umriß in der Nächte Grauen
Mit holdem Schein geschloßne Augen labt!
Nacht ist der Tag, der mir dein Bild entzieht,
Und Tag die Nacht, die dich im Traume sieht.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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