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Sonnets 050
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Registriert seit: Jan 2007
13.08.2007, 01:10
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.03.2023, 14:34 von ZaunköniG.)
William Shakespeare
1564 – 1616 England
L.
How heavy do I journey on the way,
When what I seek, my weary travel's end,
Doth teach that ease and that repose to say
'Thus far the miles are measured from thy friend!'
The beast that bears me, tired with my woe,
Plods dully on, to bear that weight in me,
As if by some instinct the wretch did know
His rider loved not speed, being made from thee:
The bloody spur cannot provoke him on
That sometimes anger thrusts into his hide;
Which heavily he answers with a groan,
More sharp to me than spurring to his side;
For that same groan doth put this in my mind;
My grief lies onward and my joy behind.
.
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Registriert seit: Jan 2007
Übersetzung von
Terese Robinson
L.
Wie geht die Reise mühsam und beschwert,
Da alles mich im Wandern und Verweilen
Nur dieses eine Wort zu sagen lehrt:
„Du bist vom Freund getrennt so viele Meilen!“
Mein Tier trabt hin in müder Lethargie,
Als schleppt es meines ganzen Jammers Last,
Als wüßte es, wie schwer ich von dir zieh,
Wie mir die Eile, die uns trennt, verhaßt.
Das blutige Eisen selber treibt es nicht,
Das manchmal in die Weiche stößt mein Zorn,
Nur schweres Stöhnen aus der Brust ihm bricht
Und trifft mich tiefer als das Tier mein Sporn;
Denn aus dem Stöhnen klingt es mir zurück:
Vor mir das Leid und hinter mir das Glück.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Registriert seit: Jan 2007
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis
L.
Wie bang mein Weg mir deucht, wenn selbst der Lohn,
Die Ruh und Rast am Reiseziel des Müden,
Mir zuruft: so viel lange Meilen schon
Bist du von ihm, von deinem Freund geschieden!
Das Lasttier, das mich trägt, der Mitgeplagte
Von meinem Gram, trabt schwer und trägt die Last in mir,
Als wenn ein dunkler Trieb dem Armen sagte:
Sein Reiter liebt nicht Eil, die ihn entführt von dir.
Ihn können blut’ge Sporen nicht beschwören,
Die Unlust dann und wann ihm in die Seite schlägt;
Ein banges Stöhnen nur läßt er zur Antwort hören,
Das tiefer mich, als ihn der Sporn bewegt.
Denn bei dem Stöhnen muß ich nur empfinden:
Mein Schmerz liegt vor mir, meine Freude hinten.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Registriert seit: Jan 2007
Übersetzung von
Max Josef Wolff
L
Wie müde zieh' ich meinen Pfad von hinnen,
Wenn selbst das Ziel, das meine Qual ersehnt,
Mir Rast nur gibt, um traurig nachzusinnen
Der Meilen Zahl, die zwischen uns sich dehnt.
Mein Gaul trabt langsam unter meiner Last,
Als trage meinen Kummer er mit mir,
Als wisse er, sein Herr kennt keine Hast,
Wenn weiter er sich stets entfernt von dir.
Der blut'ge Sporn kann ihn nicht schneller regen,
Der ärgerlich in seine Flanke dringt,
Ein Seufzer tönt als Antwort mir entgegen,
Der mir mehr Weh als ihm der Stachel bringt.
Ein Echo findet er in meiner Brust,
Der Gram liegt vor mir, hinter mir die Lust.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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