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Sonnets 052
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Themen: 29.504
Registriert seit: Jan 2007
13.08.2007, 01:10
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.03.2023, 14:37 von ZaunköniG.)
William Shakespeare
1564 – 1616 England
LII.
So am I as the rich, whose blessed key
Can bring him to his sweet up-locked treasure,
The which he will not every hour survey,
For blunting the fine point of seldom pleasure.
Therefore are feasts so solemn and so rare,
Since, seldom coming, in the long year set,
Like stones of worth they thinly placed are,
Or captain jewels in the carcanet.
So is the time that keeps you as my chest,
Or as the wardrobe which the robe doth hide,
To make some special instant special blest,
By new unfolding his imprison'd pride.
Blessed are you, whose worthiness gives scope,
Being had, to triumph, being lack'd, to hope.
.
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Registriert seit: Jan 2007
Übersetzung von
Terese Robinson
LII.
So reich bin ich, ein Wunderschlüssel kann
Mich führen zu dem lieblichsten Besitze,
Doch nur an selt’nem Tag brech’ ich den Bann,
Damit nicht stumpf wird des Genusses Spitze.
Deshalb sind Feste feierlich und hold,
Weil wenige nur im langen Jahr wir zählen,
Weil sparsam sie geordnet, wie im Gold
Des Diadems die edelsten Juwelen.
So muß die Zeit dich wie ein Schrein bewachen,
Wie eine Truhe Prunk und Feierkleid,
Den Augenblick gesegneter zu machen,
Da sie entfaltet deine Herrlichkeit.
Gesegnet bist du, der so hoch an Wert,
Daß uns sein Dasein Glück, sein Fehlen Hoffnung lehrt.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Registriert seit: Jan 2007
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis
LII.
So bin ich wie der Reiche, der sich still
Am Schlüssel labt zu heimlichem Besitze,
Den er nicht alle Stunden zählen will,
Um nicht zu stumpfen seltnen Reizes Spitze.
Daher der Feste Würd’ und Herrlichkeit,
Weil sie nur sparsam in des Jahres Reigen,
Wie größre Edelstein’ im Halsgeschmeid,
Wie reinste Perlen dünngesät sich zeigen.
So ist die Zeit, die dich mir birgt, der Schrein
Und Kasten, der ein gut Gewand verwahrt,
Für einen Ehrentag erlesner Schmuck zu sein,
Wenn es verborgnen Glanz von neuem offenbart.
Heil dir und deinem Wert! denn du beseelst
Zum Jubel, wo du bist; zum Hoffen, wo du fehlst.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Registriert seit: Jan 2007
Übersetzung von
Max Josef Wolff
LII
Dem Reichen gleich' ich, dessen Schlüssel kann
Kostbare Schätze seinem Blick erschließen,
Jedoch beschaut er sie nur dann und wann,
Nicht abzustumpfen seltenes Genießen.
Deshalb sind Feste heilig und geschätzt,
Weil sie dem langen Jahre spärlich nur
Wie Edelsteine karg sind eingesetzt,
Wie Diamanten in die Perlenschnur.
Dem Schreine gleicht die Zeit, der dich enthält,
Dem Schranke, der das Festgewand verwahrt
Und den verborgnen Schatz zum Schmuck der Welt
Bei seltnen Festen selten offenbart.
Dich segne ich! Du gibst mir höchste Ehre,
Wenn ich dich halte; Hoffnung, wenn entbehre.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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