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Mnemosyne
#1
Mnemosyne

Nun kommt der Herbst und streut die welken Blätter
Herab von dem entlaubten Lebensbaum,
Hin ist der Sommer, hin der Frühlingstraum,
In Nacht und Nebel nahen Wind und Wetter.

Die Sänger floh’n! Ihr frohes Lenzgeschmetter
Klingt halb vergessen in den Ohren kaum,
Verwandelt klagt die Seele Zeit und Raum,
Da naht ein himmlisch Wesen ihr als Retter.

Erinnerung! die Mutter aller Musen,
Mnemosyne von Griechenmund benannt,
Sie wählt zum Tempel sich des Menschen Busen.

Und was das Leben Herrlichstes geboten,
Was unerbittlich nahm des Schicksals Hand,
Weckt sie zur Auferstehung von den Todten!


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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