14.04.2026, 09:10
Die letzte Schönheit
Erfüllte Liebe kann mir auf die Dauer
Im Tageslicht der Nähe nicht genügen.
Ich lernte es am Mund von offnen Krügen,
Daß Trunkenheit leicht übergeht in Trauer.
Die Schönheit mit den nieberührten Zügen
Schenkt seliger als Leidenschaft den Schauer.
Zu Zeiten blick ich durch die Gittermauer,
Wie wenn mich Schwingen in die Ferne trügen.
Mich überkommt's, daß ich die ewig Eine,
Die mir erschien auf manchem Angesichte,
Bisweilen einer Ungeküßten eine,
Die mild mich anblickt wie im Sternenlichte,
Darin ich selbst entrückt und ewig scheine.
Sie lächelt ewig schön nur im Verzichte.
Erfüllte Liebe kann mir auf die Dauer
Im Tageslicht der Nähe nicht genügen.
Ich lernte es am Mund von offnen Krügen,
Daß Trunkenheit leicht übergeht in Trauer.
Die Schönheit mit den nieberührten Zügen
Schenkt seliger als Leidenschaft den Schauer.
Zu Zeiten blick ich durch die Gittermauer,
Wie wenn mich Schwingen in die Ferne trügen.
Mich überkommt's, daß ich die ewig Eine,
Die mir erschien auf manchem Angesichte,
Bisweilen einer Ungeküßten eine,
Die mild mich anblickt wie im Sternenlichte,
Darin ich selbst entrückt und ewig scheine.
Sie lächelt ewig schön nur im Verzichte.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

