07.06.2026, 02:43
Siegfried August Mahlmann
1771 - 1826
Die Spröde
Mit Blumen ist der holde Lenz gekommen,
Gesang der Liebe tönt aus grünen Zweigen,
Am Rosenstock sich junge Knospen zeigen
Und Lebenshauch kommt durch die Luft geschwommen.
Auch mir vom Herzen ist der Frost genommen,
Gern geb’ ich meiner Holden mich zu eigen,
Doch kann ich nicht ihr hartes Herz erweichen!
Kein Frühling ist in ihrer Brust erglommen!
Verstände sie der Nachtigallen Schlagen,
Begriffe sie der Vöglein stilles Bauen,
Nicht würde sie mir Kuß und Blick versagen –
Sie sänk’ an meinen Busen voll Vertrauen
Und Glück der Liebe würde blühn und reifen! –
So reizend sein und gar nichts zu begreifen!
1771 - 1826
Die Spröde
Mit Blumen ist der holde Lenz gekommen,
Gesang der Liebe tönt aus grünen Zweigen,
Am Rosenstock sich junge Knospen zeigen
Und Lebenshauch kommt durch die Luft geschwommen.
Auch mir vom Herzen ist der Frost genommen,
Gern geb’ ich meiner Holden mich zu eigen,
Doch kann ich nicht ihr hartes Herz erweichen!
Kein Frühling ist in ihrer Brust erglommen!
Verstände sie der Nachtigallen Schlagen,
Begriffe sie der Vöglein stilles Bauen,
Nicht würde sie mir Kuß und Blick versagen –
Sie sänk’ an meinen Busen voll Vertrauen
Und Glück der Liebe würde blühn und reifen! –
So reizend sein und gar nichts zu begreifen!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

