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Maltitz, Franz Friedrich Apollonius von: Der Gefangene
#1
Franz Friedrich Apollonius 
Freiherr von Maltitz

1795 - 1870


Der Gefangene

Von dr Fesseln Eisenlast gebunden,
Schau’ ich weinend in des Aethers Blau,
Mich erquicket nicht des Abends Thau,
Schwer wie Ketten drücken mich die Stunden!

Hätte früh mich Todesnacht umwunden!
Mich ergriff das Leben hart und rauh,
Ein Novembertag in düsterm Grau.
Wer des Grabes Sicherheit gefunden,

Den verfolgt der Fluch des Schicksals nimmer
Denn es glänzent ihm ein bess’res Sein;
Wie der Abendsonne milder Schimmer

Strahlt mir jener selige Verein,
Wo der Knechtschaft harte Ketten schwinden,
Wo wir Glück und Freiheit wieder finden.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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