13.06.2026, 11:15
Franz Friedrich Apollonius
Freiherr von Maltitz
1795 - 1870
Der Trost des Lebens
Freude scheint das Leben zu verheißen,
Aber seines Glückes Täuschung schwand,
Wenn von seiner Truggebilde Tand
Wir der Maske heuchlerisches Gleißen
Und den glänzend falschen Schleier reißen.
Oede, wie der dürren Wüste sand,
Düster, wie des off’nen Grabes Rand,
Ist das Leben, das so Manche preisen,
Das sie oft ein Paradies, ein Schweben
Durch der Freude Luftgefilde nennen.
Heil uns! Der Vergänglichkeit Gebot
Wird uns bald zum wahren Trost erheben,
Uns den besten Trost im Leben gönnen,
Der das Leben dulden lehrt – den Tod.
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Freiherr von Maltitz
1795 - 1870
Der Trost des Lebens
Freude scheint das Leben zu verheißen,
Aber seines Glückes Täuschung schwand,
Wenn von seiner Truggebilde Tand
Wir der Maske heuchlerisches Gleißen
Und den glänzend falschen Schleier reißen.
Oede, wie der dürren Wüste sand,
Düster, wie des off’nen Grabes Rand,
Ist das Leben, das so Manche preisen,
Das sie oft ein Paradies, ein Schweben
Durch der Freude Luftgefilde nennen.
Heil uns! Der Vergänglichkeit Gebot
Wird uns bald zum wahren Trost erheben,
Uns den besten Trost im Leben gönnen,
Der das Leben dulden lehrt – den Tod.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

