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1864 Einweihung der Christuskirche
#1
Einweihung der Christuskirche

Zu Sonnenaufgang werden richtig rot
die fertig aufgetürmten Backsteinklippen.
Chimären glotzen auf den Vorplatz, kippen
fast aus der Wand. "Nun danket alle Gott!"

grüßt sechs Uhr morgens der Posaunenchor
vom Turm. Von nun an läuten alle Tage
die neuen Glocken rüber in die Flage
mit ihrem himmeljachzenden Furor.

Kronprinzentag und eine Kirchenweihe;
Die Luft ist angefüllt mit Feierlaune
und zeitig regt es sich in jedem Haus.

Auch Heinrich tritt heut früher schon ins Freie.
Die Kirche ist tatsächlich was zum Staunen.
Wie sieht der Klinkerberg wohl innen aus?


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
.

II.

Die Menge hängt dem Pastor an den Lippen,
als er die Schäfchen in die Hürde läd, -
und weihevoll ein heller Hymnus weht
durch roh belassene Gewölberippen.

Der König mit Familie vom Gewimmel
der Erstbesucher etwas abgeschirmt,
horcht auf, vom Raunen rings um ihn bestürmt,
voll Lobes für Altar und Sternenhimmel.

Die Königin erklärt ihm was sie sieht,
bis alle Gäste auf den Plätzen sind:
Den Blumenschmuck der Kanzel oder wie denn

das Achteck sich durch die Gestaltung zieht.
Und Georg, der nicht von Geburt an blind,
malt sich die Kirche aus und ist zufrieden.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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