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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Alle Foren]]></title>
		<link>https://sonett.fontane-place.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett.fontane-place.de]]></description>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 03:29:42 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Philipp Klein: Beim Frühstück]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=39657</link>
			<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 08:53:22 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Philipp Klein</span><br />
1871-1907<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett.fontane-place.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=863" target="_blank" title="">fruehstueck.jpg</a> (Größe: 131,82 KB / Downloads: 1)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Beim Frühstück</span><br />
<br />
Kaffee? Die blankpolierte Messingkanne<br />
glänzt wie der Gral; die blaue Zuckerdose<br />
passt gut zum Tischtuch und zum Nachtkleid. Lose<br />
verrutscht der Träger, doch die kleine Panne<br />
<br />
macht erst die Szene ganz vertraut. "Bleib so!"<br />
Die junge Frau, geschmeichelt, halb geniert,<br />
als sie der Maler ganz spontan skizziert,<br />
tut den Gefallen gern, doch ist auch froh,<br />
<br />
als sie sich wieder gerade machen kann<br />
und ihre Kanne abstellt. Der Kaffee<br />
soll schließlich auch noch warm genossen werden.<br />
<br />
Gewiss, ein Schlückchen darfs schon sein, doch dann,<br />
auch um den Reiz des Lichts nicht zu gefährden,<br />
wird schnell die Stube zum Kunstatelier.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Philipp Klein</span><br />
1871-1907<br />
<br />
<br />
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Beim Frühstück</span><br />
<br />
Kaffee? Die blankpolierte Messingkanne<br />
glänzt wie der Gral; die blaue Zuckerdose<br />
passt gut zum Tischtuch und zum Nachtkleid. Lose<br />
verrutscht der Träger, doch die kleine Panne<br />
<br />
macht erst die Szene ganz vertraut. "Bleib so!"<br />
Die junge Frau, geschmeichelt, halb geniert,<br />
als sie der Maler ganz spontan skizziert,<br />
tut den Gefallen gern, doch ist auch froh,<br />
<br />
als sie sich wieder gerade machen kann<br />
und ihre Kanne abstellt. Der Kaffee<br />
soll schließlich auch noch warm genossen werden.<br />
<br />
Gewiss, ein Schlückchen darfs schon sein, doch dann,<br />
auch um den Reiz des Lichts nicht zu gefährden,<br />
wird schnell die Stube zum Kunstatelier.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Trost]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31657</link>
			<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 06:05:30 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31657</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Trost</span><br />
<br />
Das Leben ist ein Labyrinth,<br />
Ich hab’ es einmal schon gesagt;<br />
Ich hab’ es mehrmal schon beklagt:<br />
Wir gleichen Blättern in dem Wind.<br />
<br />
Doch ob wir auch untröstlich sind,<br />
Daß nie das reine Licht uns tagt,<br />
Uns doch bisweilen, oft behagt,<br />
Daß Schönheit unser Sein umspinnt!<br />
<br />
So bitter stechen auch die Leiden<br />
Auf dieser dorn’gen Erdenbahn,<br />
Die leider keiner kann vermeiden:<br />
<br />
Der eine Trost, der doch kein Wahn,<br />
Läßt dich in süßen Wonnen scheiden –<br />
Die Schönheit hat dir wohl gethan!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Trost</span><br />
<br />
Das Leben ist ein Labyrinth,<br />
Ich hab’ es einmal schon gesagt;<br />
Ich hab’ es mehrmal schon beklagt:<br />
Wir gleichen Blättern in dem Wind.<br />
<br />
Doch ob wir auch untröstlich sind,<br />
Daß nie das reine Licht uns tagt,<br />
Uns doch bisweilen, oft behagt,<br />
Daß Schönheit unser Sein umspinnt!<br />
<br />
So bitter stechen auch die Leiden<br />
Auf dieser dorn’gen Erdenbahn,<br />
Die leider keiner kann vermeiden:<br />
<br />
Der eine Trost, der doch kein Wahn,<br />
Läßt dich in süßen Wonnen scheiden –<br />
Die Schönheit hat dir wohl gethan!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Völkerwanderung]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31566</link>
			<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 05:59:13 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31566</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Völkerwanderung</span><br />
<br />
Doch wenn ein Rom den Erdenkreis erschüttert,<br />
Indem es stürzt, wenn durch die finstern Zeiten<br />
Ein Bahrtuch über die Gefallnen breiten<br />
Befreite Völker, deren Joch zersplittert:<br />
<br />
Dann dröhnt der Boden und die Luft erzittert<br />
Von kühnen Wanderungen; Riesen streiten,<br />
Heroen sieht man und Giganten schreiten,<br />
Und jenen Wärwolf, der das Weltend’ wittert.<br />
<br />
Noch einmal stehn die Söhne großer Väter<br />
Zu Thaten auf, noch einmal glüht im Aether<br />
Der alten Götter Stern, dann bleich, dann nimmer.<br />
<br />
Und ein Volk sieht man über alle wandern,<br />
Bis zu des fernsten Tages Abendschimmer,<br />
Verhöhnt, verhaßt, verfolgt von allen andern.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Völkerwanderung</span><br />
<br />
Doch wenn ein Rom den Erdenkreis erschüttert,<br />
Indem es stürzt, wenn durch die finstern Zeiten<br />
Ein Bahrtuch über die Gefallnen breiten<br />
Befreite Völker, deren Joch zersplittert:<br />
<br />
Dann dröhnt der Boden und die Luft erzittert<br />
Von kühnen Wanderungen; Riesen streiten,<br />
Heroen sieht man und Giganten schreiten,<br />
Und jenen Wärwolf, der das Weltend’ wittert.<br />
<br />
Noch einmal stehn die Söhne großer Väter<br />
Zu Thaten auf, noch einmal glüht im Aether<br />
Der alten Götter Stern, dann bleich, dann nimmer.<br />
<br />
Und ein Volk sieht man über alle wandern,<br />
Bis zu des fernsten Tages Abendschimmer,<br />
Verhöhnt, verhaßt, verfolgt von allen andern.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sonetti spirituali 013 - Beata l'alma, che le voglie ha schive]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31088</link>
			<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 00:35:34 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31088</guid>
			<description><![CDATA[Beata l'alma, che le voglie ha schive<br />
Del mondo e del suo vil breve soggiorno! <br />
Misera quella, a cui sembra ei sì adorno, <br />
Ch'a uopo suo non l'usa, anzi a lui vive! <br />
<br />
Tutte al padre celeste andremo prive<br />
Del manto, che ne copre il vero intorno, <br />
Quel primo amaro o dolce ultimo giorno, <br />
Che morte o vita eterna a noi prescrive. <br />
<br />
O quanti piangeran le perdute ore,<br />
Avute in pregio per la breve gioia, <br />
Che li lusinga a lor perpetuo danno! <br />
<br />
Poichè 'l mal per natura non gli annoia,<br />
E del ben per ragion piacer non hanno, <br />
Abbian almen di Dio giusto timore !]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Beata l'alma, che le voglie ha schive<br />
Del mondo e del suo vil breve soggiorno! <br />
Misera quella, a cui sembra ei sì adorno, <br />
Ch'a uopo suo non l'usa, anzi a lui vive! <br />
<br />
Tutte al padre celeste andremo prive<br />
Del manto, che ne copre il vero intorno, <br />
Quel primo amaro o dolce ultimo giorno, <br />
Che morte o vita eterna a noi prescrive. <br />
<br />
O quanti piangeran le perdute ore,<br />
Avute in pregio per la breve gioia, <br />
Che li lusinga a lor perpetuo danno! <br />
<br />
Poichè 'l mal per natura non gli annoia,<br />
E del ben per ragion piacer non hanno, <br />
Abbian almen di Dio giusto timore !]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Weg der Pflicht]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28513</link>
			<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 00:16:42 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28513</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Weg der Pflicht</span><br />
<br />
Was in das dunkle Haar ich hier mir flechte,<br />
Das wisset ihr nur, hohe Himmelsmächte.<br />
Ich winde fest hinein mit treuen Händen,<br />
Was ihr mir möget für Verhängniß senden.<br />
<br />
Still übergeb’ ich meiner Leitung Rechte.<br />
Wenn meine Treue je mir Unglück brächte,<br />
Würd es sich doch in Seelenfrieden enden;<br />
Der Weg der Pflicht kann nur zum Heil sich wenden.<br />
<br />
Was gegen Recht kann Widerstand auch frommen?<br />
Durch Schuldigkeit wird ihm die Kraft genommen.<br />
Ein fester Sinn ihn siegend überwindet<br />
<br />
Und das Gemüth in seinem Innern bindet,<br />
Daß, wie die Sterne um die Sonne gehen,<br />
Es nicht dem mächtgen Zug kann widerstehen.<br />
 <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Weg der Pflicht</span><br />
<br />
Was in das dunkle Haar ich hier mir flechte,<br />
Das wisset ihr nur, hohe Himmelsmächte.<br />
Ich winde fest hinein mit treuen Händen,<br />
Was ihr mir möget für Verhängniß senden.<br />
<br />
Still übergeb’ ich meiner Leitung Rechte.<br />
Wenn meine Treue je mir Unglück brächte,<br />
Würd es sich doch in Seelenfrieden enden;<br />
Der Weg der Pflicht kann nur zum Heil sich wenden.<br />
<br />
Was gegen Recht kann Widerstand auch frommen?<br />
Durch Schuldigkeit wird ihm die Kraft genommen.<br />
Ein fester Sinn ihn siegend überwindet<br />
<br />
Und das Gemüth in seinem Innern bindet,<br />
Daß, wie die Sterne um die Sonne gehen,<br />
Es nicht dem mächtgen Zug kann widerstehen.<br />
 <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Schön]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28038</link>
			<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 00:13:20 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28038</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schön</span><br />
<br />
Das Wörtlein „schön“ kommt von dem Worte „schauen“<br />
Das Beste, was zu schauen, das ist schön,<br />
Der Wunderschein, den nur die Augen seh’n,<br />
Der nur dem Blicke sich will anvertrauen.<br />
<br />
Geheimnißoffenbarung, Morgengrauen<br />
Der Geistersonne, Gottesodemweh’n,<br />
Ein Meer von Wonne, unter d’rin zu geh’n<br />
Ein Himmel, zu versinken tief im Blauen.<br />
<br />
Zu seh’n sucht hier das unaussprechlich Reine<br />
Mein Blick, der Sehnsucht unerreichtes Ziel,<br />
In aller Erdenschönheit holdem Spiel.<br />
<br />
Wird Form und Farbe eins, Licht, Klang und Töne,<br />
Wo Alles eint das höchste ewig Eine,<br />
Dann ist das ew’ge Schau’n das ewig Schöne.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schön</span><br />
<br />
Das Wörtlein „schön“ kommt von dem Worte „schauen“<br />
Das Beste, was zu schauen, das ist schön,<br />
Der Wunderschein, den nur die Augen seh’n,<br />
Der nur dem Blicke sich will anvertrauen.<br />
<br />
Geheimnißoffenbarung, Morgengrauen<br />
Der Geistersonne, Gottesodemweh’n,<br />
Ein Meer von Wonne, unter d’rin zu geh’n<br />
Ein Himmel, zu versinken tief im Blauen.<br />
<br />
Zu seh’n sucht hier das unaussprechlich Reine<br />
Mein Blick, der Sehnsucht unerreichtes Ziel,<br />
In aller Erdenschönheit holdem Spiel.<br />
<br />
Wird Form und Farbe eins, Licht, Klang und Töne,<br />
Wo Alles eint das höchste ewig Eine,<br />
Dann ist das ew’ge Schau’n das ewig Schöne.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Omar Khayyam: Aus dem Rubayat 098 - nach Edward Fitzgerald, 2. Ed.]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=24393</link>
			<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 08:19:08 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=24393</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Omar Khayyám</span><br />
1048 – 1131 Persien<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Aus dem Rubayat</span><br />
nach Edwald Fitzgerald, 2. Ausgabe<br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
XCVIII </span><br />
<br />
Ah, with the Grape my fading Life provide,<br />
And wash my Body whence the Life has died,<br />
And lay me, shrouded in the living Leaf,<br />
By some not unfrequented Garden-side. <br />
<br />
<br />
<br />
Das welke Leben nimmt gern Wein entgegen;<br />
Und wascht auch mir den toten Leib zum Segen.<br />
Dann legt mich ab, in grünes Laub gebettet,<br />
in einem Garten, nicht zu abgelegen.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Omar Khayyám</span><br />
1048 – 1131 Persien<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Aus dem Rubayat</span><br />
nach Edwald Fitzgerald, 2. Ausgabe<br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
XCVIII </span><br />
<br />
Ah, with the Grape my fading Life provide,<br />
And wash my Body whence the Life has died,<br />
And lay me, shrouded in the living Leaf,<br />
By some not unfrequented Garden-side. <br />
<br />
<br />
<br />
Das welke Leben nimmt gern Wein entgegen;<br />
Und wascht auch mir den toten Leib zum Segen.<br />
Dann legt mich ab, in grünes Laub gebettet,<br />
in einem Garten, nicht zu abgelegen.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[O böse Zeit]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31714</link>
			<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 09:26:27 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31714</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">O böse Zeit</span><br />
<br />
O böse Zeit! Du hängst mit Zentnerschwere,<br />
Mich lähmend, fest an meiner Seele Schwingen,<br />
Den höchsten Flug zuletzt hinabzuzwingen,<br />
Mit allen Kräften wie ich auch mich wehre.<br />
<br />
Verworren und entzweit in That und Lehre,<br />
Mit Dünkel groß in tausend kleinen Dingen,<br />
Dich selbst verzehrend in vergebnem Ringen –<br />
O böse Zeit! Du drückst mit Zentnerschwere!<br />
<br />
Zeig mir, o Gott, die heil’ge Zufluchtstätte<br />
Im stillsten, weltentleg’nen Felsenthale,<br />
Daß ich dein Bild in meiner Seele rette!<br />
<br />
Aufjauchzend rauscht’ ich dort im Morgenstrahle,<br />
Mit jungen Adlern fliegend um die Wette,<br />
Der Sonne zu, empor zum Ideale.<br />
 <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">O böse Zeit</span><br />
<br />
O böse Zeit! Du hängst mit Zentnerschwere,<br />
Mich lähmend, fest an meiner Seele Schwingen,<br />
Den höchsten Flug zuletzt hinabzuzwingen,<br />
Mit allen Kräften wie ich auch mich wehre.<br />
<br />
Verworren und entzweit in That und Lehre,<br />
Mit Dünkel groß in tausend kleinen Dingen,<br />
Dich selbst verzehrend in vergebnem Ringen –<br />
O böse Zeit! Du drückst mit Zentnerschwere!<br />
<br />
Zeig mir, o Gott, die heil’ge Zufluchtstätte<br />
Im stillsten, weltentleg’nen Felsenthale,<br />
Daß ich dein Bild in meiner Seele rette!<br />
<br />
Aufjauchzend rauscht’ ich dort im Morgenstrahle,<br />
Mit jungen Adlern fliegend um die Wette,<br />
Der Sonne zu, empor zum Ideale.<br />
 <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Weltregulator]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31656</link>
			<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 09:26:10 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31656</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Weltregulator</span><br />
<br />
Wie dunkel auch das Labyrinth,<br />
Wie wirr und wunderbar die Gänge,<br />
Wie unverstanden auch die Klänge,<br />
In diesem Lebenstempel sind:<br />
<br />
Es herrscht ein Etwas, welches spinnt<br />
Jedwedem seines Wandels Länge –<br />
Ein Leitseil, das er nie zersprenge,<br />
Ob er auf tausend Listen sinnt.<br />
<br />
Das ist der Trost im Menschenleben!<br />
Denn wäre weltentbunden, frei<br />
Der Erdentspross’nen blindes Streben,<br />
<br />
Der Faden risse schnell entzwei:<br />
Statt dunkeln Schicksals schweigend Weben<br />
Schrie’ der Verzweiflung dumpfer Schrei!<br />
<br />
 <br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Weltregulator</span><br />
<br />
Wie dunkel auch das Labyrinth,<br />
Wie wirr und wunderbar die Gänge,<br />
Wie unverstanden auch die Klänge,<br />
In diesem Lebenstempel sind:<br />
<br />
Es herrscht ein Etwas, welches spinnt<br />
Jedwedem seines Wandels Länge –<br />
Ein Leitseil, das er nie zersprenge,<br />
Ob er auf tausend Listen sinnt.<br />
<br />
Das ist der Trost im Menschenleben!<br />
Denn wäre weltentbunden, frei<br />
Der Erdentspross’nen blindes Streben,<br />
<br />
Der Faden risse schnell entzwei:<br />
Statt dunkeln Schicksals schweigend Weben<br />
Schrie’ der Verzweiflung dumpfer Schrei!<br />
<br />
 <br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Israel]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31565</link>
			<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 09:24:15 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31565</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Israel</span><br />
<br />
„Erheb’, o Israel, dein Haupt vom Steine,<br />
Dein Tag in Zion wird dir wieder kommen,<br />
Das Schwert wird deiner Feinde Hand genommen,<br />
Und wird vom Herrn gegeben in die deine.<br />
<br />
Dann Babylon, dann sink’ ins Knie und weine,<br />
Dann wird dein Himmel sein von Gluth erglommen,<br />
In deinen Straßen, öd’ und blutdurchschwommen,<br />
Wird ausgestreut so Gold wie Edelsteine!“<br />
<br />
So sprach am Euphrat der Prophet und streckte<br />
Die Hände zürnend gegen Babels Thore,<br />
Wo Schlaf und Mondlicht schon die Zinnen deckte.<br />
<br />
Zu seinen Füßen lag das Volk – im Rohre<br />
Des Euphratufers sang der Wind und weckte<br />
Ein Lied von Zions Glanz im Männerchore.<br />
<br />
 <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Israel</span><br />
<br />
„Erheb’, o Israel, dein Haupt vom Steine,<br />
Dein Tag in Zion wird dir wieder kommen,<br />
Das Schwert wird deiner Feinde Hand genommen,<br />
Und wird vom Herrn gegeben in die deine.<br />
<br />
Dann Babylon, dann sink’ ins Knie und weine,<br />
Dann wird dein Himmel sein von Gluth erglommen,<br />
In deinen Straßen, öd’ und blutdurchschwommen,<br />
Wird ausgestreut so Gold wie Edelsteine!“<br />
<br />
So sprach am Euphrat der Prophet und streckte<br />
Die Hände zürnend gegen Babels Thore,<br />
Wo Schlaf und Mondlicht schon die Zinnen deckte.<br />
<br />
Zu seinen Füßen lag das Volk – im Rohre<br />
Des Euphratufers sang der Wind und weckte<br />
Ein Lied von Zions Glanz im Männerchore.<br />
<br />
 <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sonetti spirituali 012 - Mossi dai grandi effetti alzaron l'ali]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31087</link>
			<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 09:19:42 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31087</guid>
			<description><![CDATA[Mossi dai grandi effetti alzaron l'ali<br />
Alla prima cagion quei primi ingegni ; <br />
Ed a noi tanti e sì possenti segni <br />
Della bontà di Dio son nudi e frali.<br />
<br />
Ma se non puote gli occhi egri e mortali <br />
    Aprir nostra natura, almen si degni <br />
    Mirar se stessa: e converrà, che sdegni <br />
   Di sentirsi intricata in sì gran mali. <br />
<br />
Vedrà come il signor n'aspetta, e sempre <br />
    Tiene al nostro girar più salda e ferma <br />
   La stabil pietra della sua bontade; <br />
<br />
E scorge l'opre nostre con l'inferma <br />
    Natura insieme, e vuol che la pietade <br />
Sua dolce il nostro amaro error contempre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Mossi dai grandi effetti alzaron l'ali<br />
Alla prima cagion quei primi ingegni ; <br />
Ed a noi tanti e sì possenti segni <br />
Della bontà di Dio son nudi e frali.<br />
<br />
Ma se non puote gli occhi egri e mortali <br />
    Aprir nostra natura, almen si degni <br />
    Mirar se stessa: e converrà, che sdegni <br />
   Di sentirsi intricata in sì gran mali. <br />
<br />
Vedrà come il signor n'aspetta, e sempre <br />
    Tiene al nostro girar più salda e ferma <br />
   La stabil pietra della sua bontade; <br />
<br />
E scorge l'opre nostre con l'inferma <br />
    Natura insieme, e vuol che la pietade <br />
Sua dolce il nostro amaro error contempre.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das fremde Land]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28512</link>
			<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 09:17:29 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28512</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das fremde Land</span><br />
<br />
Wenn man verläßt der Erde reizend Grünen,<br />
Die Schritte sich zum Felsensteg erkühnen,<br />
Und man erklimmt die hohen Bergessitze,<br />
So starret rauh von Schnee die öde Spitze.<br />
 <br />
Wenn, wohin nie der Sonne Stralen schienen,<br />
Man tief sich senkt in Schachtes nächtge Minen,<br />
Den Boden spaltend, wie mit Iovis Blitze,<br />
Steht kalt Gestein in harter Erdenritze.<br />
<br />
Und doch auf Erden kein Entschlafner bleibet,<br />
Der Tod ihn fort von diesem Lichte treibet;<br />
Wo wird ein schönres Land ihm neu erblühen?<br />
<br />
Von uns weiß Niemand, wo es ist gelegen,<br />
Und Forschen ist umsonst nach seinen Wegen;<br />
Doch schön Gemüth wird Schönes an sich ziehen.<br />
<br />
 <br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das fremde Land</span><br />
<br />
Wenn man verläßt der Erde reizend Grünen,<br />
Die Schritte sich zum Felsensteg erkühnen,<br />
Und man erklimmt die hohen Bergessitze,<br />
So starret rauh von Schnee die öde Spitze.<br />
 <br />
Wenn, wohin nie der Sonne Stralen schienen,<br />
Man tief sich senkt in Schachtes nächtge Minen,<br />
Den Boden spaltend, wie mit Iovis Blitze,<br />
Steht kalt Gestein in harter Erdenritze.<br />
<br />
Und doch auf Erden kein Entschlafner bleibet,<br />
Der Tod ihn fort von diesem Lichte treibet;<br />
Wo wird ein schönres Land ihm neu erblühen?<br />
<br />
Von uns weiß Niemand, wo es ist gelegen,<br />
Und Forschen ist umsonst nach seinen Wegen;<br />
Doch schön Gemüth wird Schönes an sich ziehen.<br />
<br />
 <br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Schlummergott]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28037</link>
			<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 09:16:45 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28037</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schlummergott</span><br />
 <br />
Wer bist du, sanfter Geist, der mich begrüßt,<br />
So oft mir naht mit schmeichelnd süßem Kosen,<br />
Das Haupt bekränzt mit dunklen Schlummerrosen,<br />
Mit leisem Lied die Muse mir versüßt?<br />
<br />
Wenn mich des Alters öder Weg verdrießt,<br />
wenn Schicksalsstürme durch die Lüfte brausen,<br />
Klingt hold dein Schlummerlied durch Angst und Grausen,<br />
Bis sich mein müdes Auge willig schließt.<br />
<br />
Du neigst dein Antlitz lieblich über mich,<br />
Dein sanfter Odem kühlt das wunde Herz,<br />
In milder Dämmerung erlischt des Lebens Schmerz.<br />
<br />
Dann senkst du lächelnd den Mohnblumenstengel,<br />
In süßem Traum erkenn’ ich endlich dich –<br />
Du Schlummergott, nun bald mein Todesengel<br />
<br />
 <br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schlummergott</span><br />
 <br />
Wer bist du, sanfter Geist, der mich begrüßt,<br />
So oft mir naht mit schmeichelnd süßem Kosen,<br />
Das Haupt bekränzt mit dunklen Schlummerrosen,<br />
Mit leisem Lied die Muse mir versüßt?<br />
<br />
Wenn mich des Alters öder Weg verdrießt,<br />
wenn Schicksalsstürme durch die Lüfte brausen,<br />
Klingt hold dein Schlummerlied durch Angst und Grausen,<br />
Bis sich mein müdes Auge willig schließt.<br />
<br />
Du neigst dein Antlitz lieblich über mich,<br />
Dein sanfter Odem kühlt das wunde Herz,<br />
In milder Dämmerung erlischt des Lebens Schmerz.<br />
<br />
Dann senkst du lächelnd den Mohnblumenstengel,<br />
In süßem Traum erkenn’ ich endlich dich –<br />
Du Schlummergott, nun bald mein Todesengel<br />
<br />
 <br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Majorie L. C. Pickthall: November]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=34626</link>
			<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 07:48:33 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=34626</guid>
			<description><![CDATA[MARJORIE L.C. PICKTHALL<br />
1883 - 1922 GB / Canada<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">November</span><br />
<br />
<br />
IT is the time of vapours salt and chill,<br />
And hoar-frost whitening all the fallen leaves,<br />
No gleam there is of golden mellowing sheaves,<br />
No south-bound bird-folk whistle high and shrill.<br />
<br />
For now by barren banks the river grieves<br />
Brown’d with dead water-stems and flowers, and still<br />
The sad wind-voices sob about the eaves,<br />
And far, faint echoes call upon the hill.<br />
<br />
O stern November, in the hodden gray,<br />
I see thee sitting by a yon tree, which shows<br />
But one red berry to the unruffled pond.<br />
<br />
Westward in deepening glory dies the day,<br />
And lights with tenderer gleams the withered rose,<br />
And stalks of earlier summer reared beyond. <br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">November</span><br />
<br />
<br />
Wenn salzig-kalte Dünste um sich greifen<br />
und Rauhreif die gefallnen Blätter weisst,<br />
kein Schimmer reifer goldner Garben gleißt,<br />
verhallt ist der Zugvögel schrilles Pfeifen,<br />
<br />
trauert der Fluss an kahlen Böschungsstufen,<br />
in dem fahlbraun die toten Pflanzen schwimmen,<br />
schluchzen ums Dach des Windes trübe Stimmen<br />
und fern vom Hügel schwache Echos rufen.<br />
<br />
Ich sehe dich in deinem grauen Reich,<br />
November, sitzen dort an einem Baum,<br />
der eine Beere nur zeigt stillem Teich.<br />
<br />
Gen Westen früh der Tag hindämmernd zieht<br />
und welkend wagt die zarte Rose kaum,<br />
dass sie dahinter nach den Sommer sieht.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[MARJORIE L.C. PICKTHALL<br />
1883 - 1922 GB / Canada<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">November</span><br />
<br />
<br />
IT is the time of vapours salt and chill,<br />
And hoar-frost whitening all the fallen leaves,<br />
No gleam there is of golden mellowing sheaves,<br />
No south-bound bird-folk whistle high and shrill.<br />
<br />
For now by barren banks the river grieves<br />
Brown’d with dead water-stems and flowers, and still<br />
The sad wind-voices sob about the eaves,<br />
And far, faint echoes call upon the hill.<br />
<br />
O stern November, in the hodden gray,<br />
I see thee sitting by a yon tree, which shows<br />
But one red berry to the unruffled pond.<br />
<br />
Westward in deepening glory dies the day,<br />
And lights with tenderer gleams the withered rose,<br />
And stalks of earlier summer reared beyond. <br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">November</span><br />
<br />
<br />
Wenn salzig-kalte Dünste um sich greifen<br />
und Rauhreif die gefallnen Blätter weisst,<br />
kein Schimmer reifer goldner Garben gleißt,<br />
verhallt ist der Zugvögel schrilles Pfeifen,<br />
<br />
trauert der Fluss an kahlen Böschungsstufen,<br />
in dem fahlbraun die toten Pflanzen schwimmen,<br />
schluchzen ums Dach des Windes trübe Stimmen<br />
und fern vom Hügel schwache Echos rufen.<br />
<br />
Ich sehe dich in deinem grauen Reich,<br />
November, sitzen dort an einem Baum,<br />
der eine Beere nur zeigt stillem Teich.<br />
<br />
Gen Westen früh der Tag hindämmernd zieht<br />
und welkend wagt die zarte Rose kaum,<br />
dass sie dahinter nach den Sommer sieht.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Melissus, Paulus: Jörgen von Averli und Adelheiten von Grauwart]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31744</link>
			<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 09:34:07 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=31744</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Paulus Melissus</span><br />
(Paul Schede)<br />
1539 – 1602<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Jörgen von Averli und Adelheiten von Grauwart</span><br />
<br />
<br />
Was im Weltkreise rund allenthalb lebt vnd schwebet,<br />
Wehrhafft erhalten wirdt durch gleich eintrechtigkeit,<br />
Dann Gott vorkommen hat alle Zwyspaltigkeit<br />
Daß inn all seim Geschöpff keins widers ander strebet.<br />
<br />
Zwar jglicher Natur jhr eigenschafft anklebet,<br />
Irrdisch vnd Himmlisch ding helt seine Richtigkeit.<br />
Diß alles wirckt die Lieb durch jhr Einhelligkeit,<br />
Vnd macht, daß in seim Standt nichts widersinns sich hebet,<br />
<br />
Lieb ist ein Bidergeist, auß Fewr vnd Lufft vereint,<br />
Ders Hertz mit Girdt entzündt, den mut mit Luste kühlet,<br />
Da eins Gemüths vnd Willn ein par Ehvolck sich meint,<br />
<br />
Solch jnre Brunst vnd Hitz mit frischer labung fület,<br />
Dem Edlen Averli Adelheit die Hertzliebe.<br />
Die Seel Menschlicher Seel ist Flammbrünstige Liebe.<br />
<br />
  <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Paulus Melissus</span><br />
(Paul Schede)<br />
1539 – 1602<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Jörgen von Averli und Adelheiten von Grauwart</span><br />
<br />
<br />
Was im Weltkreise rund allenthalb lebt vnd schwebet,<br />
Wehrhafft erhalten wirdt durch gleich eintrechtigkeit,<br />
Dann Gott vorkommen hat alle Zwyspaltigkeit<br />
Daß inn all seim Geschöpff keins widers ander strebet.<br />
<br />
Zwar jglicher Natur jhr eigenschafft anklebet,<br />
Irrdisch vnd Himmlisch ding helt seine Richtigkeit.<br />
Diß alles wirckt die Lieb durch jhr Einhelligkeit,<br />
Vnd macht, daß in seim Standt nichts widersinns sich hebet,<br />
<br />
Lieb ist ein Bidergeist, auß Fewr vnd Lufft vereint,<br />
Ders Hertz mit Girdt entzündt, den mut mit Luste kühlet,<br />
Da eins Gemüths vnd Willn ein par Ehvolck sich meint,<br />
<br />
Solch jnre Brunst vnd Hitz mit frischer labung fület,<br />
Dem Edlen Averli Adelheit die Hertzliebe.<br />
Die Seel Menschlicher Seel ist Flammbrünstige Liebe.<br />
<br />
  <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
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