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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Ferdinand Joseph Gruber]]></title>
		<link>https://sonett.fontane-place.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett.fontane-place.de]]></description>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 07:44:47 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[An Sophie Greger]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26482</link>
			<pubDate>Sat, 23 Dec 2023 09:37:58 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26482</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Sophie Greger</span><br />
<br />
Gehüllt in blendendschneeig zartes Linnen,<br />
Auf weißem Schlummerbettchen liegest du.<br />
Des Paradieses ungetrübte Ruh’<br />
Läßt dir im Tod verklärten Reiz gewinnen.<br />
<br />
Und von des Himmels glanzumfloss’nen Zinnen<br />
Schwebt mit der Lilie dir der Engel zu.<br />
Entschlummert strahlst ein Engel selber du;<br />
War engelrein ja stets dein Thum und Sinnen.<br />
<br />
Mit Engeln hast gespielt, so lang du lebtest.<br />
O dein Gebeth glich jener reinen Blume<br />
Und Palme, die in deiner Hand wir sehen.<br />
<br />
Ein aufgelöster Erdenengel schwebtest<br />
Du selig auf zu Gottes Heiligthume,<br />
Wo ew’ge Palmen deine Stirn’ umwehen!<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Sophie Greger</span><br />
<br />
Gehüllt in blendendschneeig zartes Linnen,<br />
Auf weißem Schlummerbettchen liegest du.<br />
Des Paradieses ungetrübte Ruh’<br />
Läßt dir im Tod verklärten Reiz gewinnen.<br />
<br />
Und von des Himmels glanzumfloss’nen Zinnen<br />
Schwebt mit der Lilie dir der Engel zu.<br />
Entschlummert strahlst ein Engel selber du;<br />
War engelrein ja stets dein Thum und Sinnen.<br />
<br />
Mit Engeln hast gespielt, so lang du lebtest.<br />
O dein Gebeth glich jener reinen Blume<br />
Und Palme, die in deiner Hand wir sehen.<br />
<br />
Ein aufgelöster Erdenengel schwebtest<br />
Du selig auf zu Gottes Heiligthume,<br />
Wo ew’ge Palmen deine Stirn’ umwehen!<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sr. Excellenz Herrn Grafen von Arco]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26480</link>
			<pubDate>Wed, 20 Dec 2023 01:12:41 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26480</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Sr. Excellenz Herrn Grafen von Arco</span><br />
<br />
Von edlen ruhmgekrönten Ahnen stammen,<br />
Ist werth der Mühe, ihnen nachzustreben,<br />
Und des erhabnen Sinnes Aetherflammen<br />
An kühnbeschrittnen Lebenspfad zu weben.<br />
<br />
Dann glänzt ein Doppelbild im goldnen Rahmen,<br />
Und wie auch Stürme tosend sich erheben,<br />
Zwei Engel sind’s, die um den goldnen Samen,<br />
Daß festen Keim er fasse, schirmend schweben.<br />
<br />
Der eine Engel milden Segen haucht<br />
Auf das Gefild gestreuter Tugendsaaten;<br />
Der zweite kränzet es mit ew’gem Ruhm.<br />
<br />
Heil, Arco, Dir! Dieß Engelpaar, es taucht<br />
Sich mild herab auf deine Edelthaten.<br />
Dein Herz ist deines Stammes Heiligthum!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Sr. Excellenz Herrn Grafen von Arco</span><br />
<br />
Von edlen ruhmgekrönten Ahnen stammen,<br />
Ist werth der Mühe, ihnen nachzustreben,<br />
Und des erhabnen Sinnes Aetherflammen<br />
An kühnbeschrittnen Lebenspfad zu weben.<br />
<br />
Dann glänzt ein Doppelbild im goldnen Rahmen,<br />
Und wie auch Stürme tosend sich erheben,<br />
Zwei Engel sind’s, die um den goldnen Samen,<br />
Daß festen Keim er fasse, schirmend schweben.<br />
<br />
Der eine Engel milden Segen haucht<br />
Auf das Gefild gestreuter Tugendsaaten;<br />
Der zweite kränzet es mit ew’gem Ruhm.<br />
<br />
Heil, Arco, Dir! Dieß Engelpaar, es taucht<br />
Sich mild herab auf deine Edelthaten.<br />
Dein Herz ist deines Stammes Heiligthum!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[An die Dichterharfe]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26481</link>
			<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 10:40:36 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26481</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An die Dichterharfe</span><br />
<br />
<br />
Du suchst auf Engelschwingen mich zu tragen<br />
Zum Himmel, wenn ich eine Höll’ erschaue,<br />
Und an den Blumen, welk von gift’gem Thaue,<br />
Verläumdung und des Hasses Blicke nagen.<br />
<br />
Vom Munde küssest du den Hauch der Klagen,<br />
Und auf die Bahn des Lebens, auf die rauhe,<br />
Streu’st Rosen du. Der Aether winkt, der blaue,<br />
Im Sturm. Ich sehe stete Schimmer tagen.<br />
<br />
Ich neid’ um eitles Gold nicht meine Feinde,<br />
Rauscht deiner Saiten unvergänglich Gold.<br />
Der Reichthum sinkt, des Sängers Palme währt.<br />
<br />
O Herz, das schwer gepreßt oft Thränen weinte,<br />
Wird dir hienieden auch kein Lohn gezollt;<br />
Im Thränenthau wirst himmlisch du verklärt!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An die Dichterharfe</span><br />
<br />
<br />
Du suchst auf Engelschwingen mich zu tragen<br />
Zum Himmel, wenn ich eine Höll’ erschaue,<br />
Und an den Blumen, welk von gift’gem Thaue,<br />
Verläumdung und des Hasses Blicke nagen.<br />
<br />
Vom Munde küssest du den Hauch der Klagen,<br />
Und auf die Bahn des Lebens, auf die rauhe,<br />
Streu’st Rosen du. Der Aether winkt, der blaue,<br />
Im Sturm. Ich sehe stete Schimmer tagen.<br />
<br />
Ich neid’ um eitles Gold nicht meine Feinde,<br />
Rauscht deiner Saiten unvergänglich Gold.<br />
Der Reichthum sinkt, des Sängers Palme währt.<br />
<br />
O Herz, das schwer gepreßt oft Thränen weinte,<br />
Wird dir hienieden auch kein Lohn gezollt;<br />
Im Thränenthau wirst himmlisch du verklärt!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Eheliches Glück]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26483</link>
			<pubDate>Mon, 11 Dec 2023 01:07:39 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26483</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Eheliches Glück</span><br />
<br />
<br />
Wem die Sterne treuer Liebe nickten;<br />
Heil dem Manne, dem die keusche Hand<br />
Einer Gattin um den hochbeglückten<br />
Scheitel eine Myrthenkrone wand!<br />
<br />
Wenn ihn Neid und Feindschaft schwer bedrückten,<br />
In der Theuern seinen Stab er fand.<br />
Weg ihm ihre Zauberblicke rückten,<br />
Was zur Seite schief und feind ihm stand.<br />
<br />
Heil mir, dem ein liebend Weib geworden,<br />
Fest in Treue! Reines Freudenlicht<br />
Strahlt auf mich aus ihrem keuschen Blick.<br />
<br />
Prahlt der Stolz mit Schätzen und mit Orden;<br />
O, ich tausch’ an an diesen Flitter nicht<br />
Meines Lebens froherkanntes Glück!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Eheliches Glück</span><br />
<br />
<br />
Wem die Sterne treuer Liebe nickten;<br />
Heil dem Manne, dem die keusche Hand<br />
Einer Gattin um den hochbeglückten<br />
Scheitel eine Myrthenkrone wand!<br />
<br />
Wenn ihn Neid und Feindschaft schwer bedrückten,<br />
In der Theuern seinen Stab er fand.<br />
Weg ihm ihre Zauberblicke rückten,<br />
Was zur Seite schief und feind ihm stand.<br />
<br />
Heil mir, dem ein liebend Weib geworden,<br />
Fest in Treue! Reines Freudenlicht<br />
Strahlt auf mich aus ihrem keuschen Blick.<br />
<br />
Prahlt der Stolz mit Schätzen und mit Orden;<br />
O, ich tausch’ an an diesen Flitter nicht<br />
Meines Lebens froherkanntes Glück!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Widmung dem Vaterlande]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26484</link>
			<pubDate>Tue, 05 Dec 2023 09:09:24 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26484</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Widmung dem Vaterlande</span><br />
<br />
Dir, Bayern, hochgeliebte Muttererde,<br />
Wo mich des Lebens erster Strahl geküßt;<br />
Dir, das ich liebend stets und froh gegrüßt,<br />
Wenn ich zurück aus weiter Ferne kehrte;<br />
<br />
Dir Heldenland, das Klio immer ehrte<br />
Und traut in seine Strahlenarme schließt<br />
Der Ruhm und edle Hoheit Dir ergießt;<br />
O kleine, holde Welt, du liebenswerthe,<br />
<br />
Dir, schönes, segensreiches Heimathland,<br />
Für das ich treu gekämpft und treu geblutet,<br />
Dir weih’ ich dankend diese Lesegabe!<br />
<br />
Nimm hin der Liebe treues Unterpfand,<br />
Der Liebe, die in meinem Herzen fluthet;<br />
Nimm hin sie als des Sängers heil’ge Habe!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Widmung dem Vaterlande</span><br />
<br />
Dir, Bayern, hochgeliebte Muttererde,<br />
Wo mich des Lebens erster Strahl geküßt;<br />
Dir, das ich liebend stets und froh gegrüßt,<br />
Wenn ich zurück aus weiter Ferne kehrte;<br />
<br />
Dir Heldenland, das Klio immer ehrte<br />
Und traut in seine Strahlenarme schließt<br />
Der Ruhm und edle Hoheit Dir ergießt;<br />
O kleine, holde Welt, du liebenswerthe,<br />
<br />
Dir, schönes, segensreiches Heimathland,<br />
Für das ich treu gekämpft und treu geblutet,<br />
Dir weih’ ich dankend diese Lesegabe!<br />
<br />
Nimm hin der Liebe treues Unterpfand,<br />
Der Liebe, die in meinem Herzen fluthet;<br />
Nimm hin sie als des Sängers heil’ge Habe!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[An Karl Philipp Fürsten von Wrede]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26479</link>
			<pubDate>Sat, 02 Dec 2023 08:51:21 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26479</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Karl Philipp Fürsten von Wrede</span><br />
<br />
Held und Schlachtenlenker sonder Gleichen!<br />
Weiser Staatsmann! Deine hehren Thaten<br />
Preisen laut Europa’s weite Staaten;<br />
Bis zum Sternenzelt hinan sie reichen.<br />
<br />
Gabst du einst zum Waffentanz das Zeichen,<br />
In die Schlacht die Löwensöhne traten.<br />
Wie des Unkrauts aufgeschoss’ne Saaten<br />
Sah man Feinde sinken oder weichen.<br />
<br />
Und es flog mit ihrem Strahlenhimmel<br />
Stets Viktoria zu Deinen Mannen,<br />
Schwang die Löwenfahnen nah und fern.<br />
<br />
Flammen sprüht dein Aug im Schlachtgetümmel.<br />
Aber zieht der grause Krieg von dannen,<br />
Glänzet es dem Staat ein milder Stern!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Karl Philipp Fürsten von Wrede</span><br />
<br />
Held und Schlachtenlenker sonder Gleichen!<br />
Weiser Staatsmann! Deine hehren Thaten<br />
Preisen laut Europa’s weite Staaten;<br />
Bis zum Sternenzelt hinan sie reichen.<br />
<br />
Gabst du einst zum Waffentanz das Zeichen,<br />
In die Schlacht die Löwensöhne traten.<br />
Wie des Unkrauts aufgeschoss’ne Saaten<br />
Sah man Feinde sinken oder weichen.<br />
<br />
Und es flog mit ihrem Strahlenhimmel<br />
Stets Viktoria zu Deinen Mannen,<br />
Schwang die Löwenfahnen nah und fern.<br />
<br />
Flammen sprüht dein Aug im Schlachtgetümmel.<br />
Aber zieht der grause Krieg von dannen,<br />
Glänzet es dem Staat ein milder Stern!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[An meine liebe Gattin Therese]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26485</link>
			<pubDate>Sun, 26 Nov 2023 05:09:36 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26485</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
<br />
An meine liebe Gattin Therese</span><br />
<br />
Theure! einig Freud’ und Leid getheilt<br />
Haben immer miteinander wir.<br />
Eines hat des Andern Schmerz geheilt.<br />
Rein erblühet’ uns ein Eden hier.<br />
<br />
Es verstrich die Zeit, hinabgeeilt<br />
Sind die Stunden; doch in dir und mir<br />
Immer rege die Erinn’rung weilt<br />
An erglühter Freuden Rosenzier.<br />
<br />
Gutes Weib! geliebte Engelseele!<br />
Richte heut zu Gott den frommen Blick!<br />
Ueber uns er waltet mildiglich.<br />
<br />
Blick auf sie, der Einung Silberquelle!<br />
Einigkeit war immer unser Glück.<br />
Keine Treue krönet dich und mich.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
<br />
An meine liebe Gattin Therese</span><br />
<br />
Theure! einig Freud’ und Leid getheilt<br />
Haben immer miteinander wir.<br />
Eines hat des Andern Schmerz geheilt.<br />
Rein erblühet’ uns ein Eden hier.<br />
<br />
Es verstrich die Zeit, hinabgeeilt<br />
Sind die Stunden; doch in dir und mir<br />
Immer rege die Erinn’rung weilt<br />
An erglühter Freuden Rosenzier.<br />
<br />
Gutes Weib! geliebte Engelseele!<br />
Richte heut zu Gott den frommen Blick!<br />
Ueber uns er waltet mildiglich.<br />
<br />
Blick auf sie, der Einung Silberquelle!<br />
Einigkeit war immer unser Glück.<br />
Keine Treue krönet dich und mich.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[An’s ländliche Hüttchen]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26486</link>
			<pubDate>Mon, 20 Nov 2023 03:30:32 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26486</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
An’s ländliche Hüttchen</span><br />
(nach dem spanischen)<br />
<br />
<br />
Beglückt, wer seine Tage hier verlebt,<br />
Daß nie er eines Herrschers Burg erblickt!<br />
Beglückter, wer dem Hofe sich entrückt,<br />
Und nach des Landes niederm Hüttchen strebt;<br />
<br />
Den nie die Furcht vor kurzem Glück umschwebt,<br />
Vor blaßem Neid, der an dem Giftschwamm drückt!<br />
Der höchste Baum wird von dem Sturm zerknickt,<br />
Vom Blitz gepackt, der höchste Thurm erbebt.<br />
<br />
Mit meinem kleinen Glück bin ich zufrieden;<br />
Mag sich die Macht in ihre Gottheit hüllen,<br />
Nach größerm Loose wird mein Wunsch nie streben.<br />
<br />
Die heil’ge Ruhe lehret uns hienieden:<br />
Der niedrigste der Stände wird erfüllen<br />
Mit höchster Sicherheit dieß kurze Leben!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ferdinand Joseph Gruber</span><br />
1781 - 1863<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
An’s ländliche Hüttchen</span><br />
(nach dem spanischen)<br />
<br />
<br />
Beglückt, wer seine Tage hier verlebt,<br />
Daß nie er eines Herrschers Burg erblickt!<br />
Beglückter, wer dem Hofe sich entrückt,<br />
Und nach des Landes niederm Hüttchen strebt;<br />
<br />
Den nie die Furcht vor kurzem Glück umschwebt,<br />
Vor blaßem Neid, der an dem Giftschwamm drückt!<br />
Der höchste Baum wird von dem Sturm zerknickt,<br />
Vom Blitz gepackt, der höchste Thurm erbebt.<br />
<br />
Mit meinem kleinen Glück bin ich zufrieden;<br />
Mag sich die Macht in ihre Gottheit hüllen,<br />
Nach größerm Loose wird mein Wunsch nie streben.<br />
<br />
Die heil’ge Ruhe lehret uns hienieden:<br />
Der niedrigste der Stände wird erfüllen<br />
Mit höchster Sicherheit dieß kurze Leben!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
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