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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Elisabeth Grube]]></title>
		<link>https://sonett.fontane-place.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett.fontane-place.de]]></description>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 07:44:52 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Maiabend]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30603</link>
			<pubDate>Sat, 02 May 2026 05:10:33 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30603</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Maiabend</span><br />
<br />
Wir saßen wie die Kinder still im Grünen,<br />
Entzücken klopfte in den treuen Herzen,<br />
Der bitt'ren Trennung wehevolle Schmerzen<br />
Versanken in des Augenblickes Sühnen.<br />
<br />
Ha, säßen wir auf einem Grab der Hünen<br />
Und hielten Wache bei den Leichenkerzen,<br />
Ergingen uns im wilden Sturm des Märzen<br />
Auf ödem Felsenstrand; in sand'gen Dünen.<br />
<br />
Wir würden selig Aug' in Auge senken<br />
Und nur der Nähe Himmelsglück bedenken;<br />
Wir fühlten nichts von allen Lebensnöthen!<br />
<br />
Wie dreimal selig nun der Herzen Freuen<br />
Wo Maienlüfte Blüthenflocken streuen<br />
Und gold'ne Abendwölkchen sanft sich röthen! -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Maiabend</span><br />
<br />
Wir saßen wie die Kinder still im Grünen,<br />
Entzücken klopfte in den treuen Herzen,<br />
Der bitt'ren Trennung wehevolle Schmerzen<br />
Versanken in des Augenblickes Sühnen.<br />
<br />
Ha, säßen wir auf einem Grab der Hünen<br />
Und hielten Wache bei den Leichenkerzen,<br />
Ergingen uns im wilden Sturm des Märzen<br />
Auf ödem Felsenstrand; in sand'gen Dünen.<br />
<br />
Wir würden selig Aug' in Auge senken<br />
Und nur der Nähe Himmelsglück bedenken;<br />
Wir fühlten nichts von allen Lebensnöthen!<br />
<br />
Wie dreimal selig nun der Herzen Freuen<br />
Wo Maienlüfte Blüthenflocken streuen<br />
Und gold'ne Abendwölkchen sanft sich röthen! -]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Auf dem Heimweg]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30608</link>
			<pubDate>Sun, 07 Sep 2025 00:41:01 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30608</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Auf dem Heimweg</span><br />
<br />
Die Fackel glüht! - getrost du kühner Schwimmer!<br />
Wohl hat der Lebensstrom gewalt'ge Fluthen,<br />
Doch deines Muthes, deines Herzens Gluthen<br />
Erstarken in des Lichtes Schimmer.<br />
<br />
Die Liebe wacht! - ihr Stern verlöschet nimmer,<br />
Und die an ihrem großen Herzen ruhten<br />
Sind fromm gefeit zum Schönen und zum Guten,<br />
Sie trügt kein Schein; sie stört kein falscher Flimmer.<br />
<br />
Wie auch des Lebens wilde Wogen branden,<br />
Ob auch die rauhen Ströme grausig toben,<br />
Selbst wenn der Leitstern in der Nacht verschwunden<br />
<br />
Wer einmal jenes ew'ge Licht gefunden,<br />
Den trägt die sturmempörte See nach oben;<br />
Der wird im Arm der Liebe selig landen. -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Auf dem Heimweg</span><br />
<br />
Die Fackel glüht! - getrost du kühner Schwimmer!<br />
Wohl hat der Lebensstrom gewalt'ge Fluthen,<br />
Doch deines Muthes, deines Herzens Gluthen<br />
Erstarken in des Lichtes Schimmer.<br />
<br />
Die Liebe wacht! - ihr Stern verlöschet nimmer,<br />
Und die an ihrem großen Herzen ruhten<br />
Sind fromm gefeit zum Schönen und zum Guten,<br />
Sie trügt kein Schein; sie stört kein falscher Flimmer.<br />
<br />
Wie auch des Lebens wilde Wogen branden,<br />
Ob auch die rauhen Ströme grausig toben,<br />
Selbst wenn der Leitstern in der Nacht verschwunden<br />
<br />
Wer einmal jenes ew'ge Licht gefunden,<br />
Den trägt die sturmempörte See nach oben;<br />
Der wird im Arm der Liebe selig landen. -]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[In der Nacht]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30607</link>
			<pubDate>Fri, 05 Sep 2025 08:38:47 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30607</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">In der Nacht</span><br />
<br />
Geh' hin mein Lied mit leichten Wolkenfüßen,<br />
In stiller Nacht wird Niemand dir verwehren<br />
In Ihrem Zimmer leise einzukehren -<br />
Geh' - trag mein volles Herz zu meiner Süßen.<br />
<br />
Hier muß ich einsam kühne Hoffnung büßen -<br />
Doch soll mein Lied nicht Ihre Ruhe stören,<br />
Im Traume nur soll Sie die Stimme hören -<br />
Und lächelnd wird empfinden Sie mein Grüßen.<br />
<br />
Wenn dann der Tag in Licht und Glanz gekleidet,<br />
Zu Ihrem Lager freundlich weckend schreitet<br />
Und Ihr zu Füßen seinen Teppich breitet: -<br />
<br />
Dann darfst du linde streicheln ihre Wangen,<br />
Dann wird Sie hold den stillen Gast empfangen<br />
Und lieblich trösten zärtliches Verlangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">In der Nacht</span><br />
<br />
Geh' hin mein Lied mit leichten Wolkenfüßen,<br />
In stiller Nacht wird Niemand dir verwehren<br />
In Ihrem Zimmer leise einzukehren -<br />
Geh' - trag mein volles Herz zu meiner Süßen.<br />
<br />
Hier muß ich einsam kühne Hoffnung büßen -<br />
Doch soll mein Lied nicht Ihre Ruhe stören,<br />
Im Traume nur soll Sie die Stimme hören -<br />
Und lächelnd wird empfinden Sie mein Grüßen.<br />
<br />
Wenn dann der Tag in Licht und Glanz gekleidet,<br />
Zu Ihrem Lager freundlich weckend schreitet<br />
Und Ihr zu Füßen seinen Teppich breitet: -<br />
<br />
Dann darfst du linde streicheln ihre Wangen,<br />
Dann wird Sie hold den stillen Gast empfangen<br />
Und lieblich trösten zärtliches Verlangen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[In der Ferne]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30604</link>
			<pubDate>Mon, 01 Sep 2025 09:20:25 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30604</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">In der Ferne</span><br />
<br />
Entfernt von dir, mein Herz, mein süßes Leben,<br />
Eilt mein Gedenken fessellos zurücke<br />
Und Phantasie trägt mich auf gold'ner Brücke<br />
Zum Eiland hin, von stiller Fluth umgeben.<br />
<br />
O, könnt' ich dort aus schwankem Kahn dich heben<br />
Und jubelnd an das volle Herz dich drücken!<br />
Wie würde dann im seligen Beglücken<br />
Der Maientag im "Rosenthal" entschweben!<br />
<br />
Ach Gott! wie himmlisch ist der Liebsten Nähe!<br />
Und ob der Blick in einen Abgrund sähe<br />
So schaurig bange ist der Trennung Schmerz!<br />
O, könnten wir der Kleider enge Falten,<br />
Die schweren Körper, die die Seelen halten,<br />
Hinwerfend, flieh'n an Gottes Vaterherz!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">In der Ferne</span><br />
<br />
Entfernt von dir, mein Herz, mein süßes Leben,<br />
Eilt mein Gedenken fessellos zurücke<br />
Und Phantasie trägt mich auf gold'ner Brücke<br />
Zum Eiland hin, von stiller Fluth umgeben.<br />
<br />
O, könnt' ich dort aus schwankem Kahn dich heben<br />
Und jubelnd an das volle Herz dich drücken!<br />
Wie würde dann im seligen Beglücken<br />
Der Maientag im "Rosenthal" entschweben!<br />
<br />
Ach Gott! wie himmlisch ist der Liebsten Nähe!<br />
Und ob der Blick in einen Abgrund sähe<br />
So schaurig bange ist der Trennung Schmerz!<br />
O, könnten wir der Kleider enge Falten,<br />
Die schweren Körper, die die Seelen halten,<br />
Hinwerfend, flieh'n an Gottes Vaterherz!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Liebe Opferdienst]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30606</link>
			<pubDate>Fri, 27 Dec 2024 18:16:30 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30606</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Liebe Opferdienst</span><br />
<br />
Ein wundersames Räthsel ist die Liebe,<br />
Sie thaut hernieder wie ein Maienregen<br />
Und ihrem stillen mütterlichen Segen<br />
Entkeimen hold die zarten Frühlingstriebe,<br />
<br />
Auf daß mein Herz ein jugendfrisches bliebe<br />
Strahlt mir dein Blick jungfräulich mild entgegen,<br />
Vor deinem Gruße klopft's mit heißen Schlägen<br />
Und schnell erwacht die Schlummernde, die Liebe.<br />
<br />
O, zweifle nicht, siehst du den Schein erblassen -<br />
Und ist es schwer das Ideal erreichen -<br />
Wir zünden des Altares Flamm' auf's Neue;<br />
<br />
Zum Opferdienst laß mich die Hände fassen,<br />
Die anmuthvoll sich mir entgegen reichen,<br />
Ich liebe dich, - ich glaub' an deine Treue.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Liebe Opferdienst</span><br />
<br />
Ein wundersames Räthsel ist die Liebe,<br />
Sie thaut hernieder wie ein Maienregen<br />
Und ihrem stillen mütterlichen Segen<br />
Entkeimen hold die zarten Frühlingstriebe,<br />
<br />
Auf daß mein Herz ein jugendfrisches bliebe<br />
Strahlt mir dein Blick jungfräulich mild entgegen,<br />
Vor deinem Gruße klopft's mit heißen Schlägen<br />
Und schnell erwacht die Schlummernde, die Liebe.<br />
<br />
O, zweifle nicht, siehst du den Schein erblassen -<br />
Und ist es schwer das Ideal erreichen -<br />
Wir zünden des Altares Flamm' auf's Neue;<br />
<br />
Zum Opferdienst laß mich die Hände fassen,<br />
Die anmuthvoll sich mir entgegen reichen,<br />
Ich liebe dich, - ich glaub' an deine Treue.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Unterwegs]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30605</link>
			<pubDate>Sat, 12 Oct 2024 01:12:43 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30605</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Unterwegs</span><br />
<br />
Wohlauf! wohlauf! die Anker sind gelichtet<br />
Und heimwärts zeigt des flücht'gen Schiffes Kiel!<br />
O, du mein liebes, freudenvolles Ziel,<br />
Nach dem des Herzens Sehnen all' gerichtet!<br />
<br />
Und wenn nun wirklich, was der Wunsch gedichtet -<br />
Wenn in dem sich'ren Port der Anker fiel -<br />
Wenn um der Liebe glückliches Asyl<br />
Die Gartenmauer wohlbekannt sich schichtet -<br />
<br />
Dann aus der Hütte tritt gleich einem Sterne,<br />
Das holde Weib, dem ich aus weiter Ferne<br />
Der Sehnsucht Grüße tausendfach gesandt! -<br />
<br />
O, seid gewogen mir, ihr mächt'gen Winde!<br />
Beflügle dich mein Kiel, daß pfeilgeschwinde<br />
Mein Schiffchen eilt - Gott dank! dort seh ich Land! -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Unterwegs</span><br />
<br />
Wohlauf! wohlauf! die Anker sind gelichtet<br />
Und heimwärts zeigt des flücht'gen Schiffes Kiel!<br />
O, du mein liebes, freudenvolles Ziel,<br />
Nach dem des Herzens Sehnen all' gerichtet!<br />
<br />
Und wenn nun wirklich, was der Wunsch gedichtet -<br />
Wenn in dem sich'ren Port der Anker fiel -<br />
Wenn um der Liebe glückliches Asyl<br />
Die Gartenmauer wohlbekannt sich schichtet -<br />
<br />
Dann aus der Hütte tritt gleich einem Sterne,<br />
Das holde Weib, dem ich aus weiter Ferne<br />
Der Sehnsucht Grüße tausendfach gesandt! -<br />
<br />
O, seid gewogen mir, ihr mächt'gen Winde!<br />
Beflügle dich mein Kiel, daß pfeilgeschwinde<br />
Mein Schiffchen eilt - Gott dank! dort seh ich Land! -]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Des Zaubers Lösung]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30602</link>
			<pubDate>Thu, 10 Oct 2024 10:58:14 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30602</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Des Zaubers Lösung</span><br />
<br />
Im Liebeswahnsinn hab' ich kühn beschworen<br />
Die Sternengeister, die die Welt regieren,<br />
Entgegen mir die Liebliche zu führen,<br />
Die sich mein Herz in weher Lust erkoren.<br />
<br />
Ach, meine junge Liebe, kaum geboren,<br />
Sie sollte dich mit reichen Blüthen zieren,<br />
Da schlug die Flamme schon durch alle Thüren -<br />
Sie hatte schnell das holde Maaß verloren.<br />
<br />
Doch nun, ein flehend' Kind, so nah' ich wieder:<br />
Ihr Sterne, nehmt den Zauberschein zurücke!<br />
Allein und hülflos sink' ich dir zu Füßen:<br />
<br />
Dein Wille nur kann meinen Schmerz versüßen,<br />
Dein Wille nur sei meine Liebesbrücke;<br />
Fürbitter seien einzig meine Lieder.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Des Zaubers Lösung</span><br />
<br />
Im Liebeswahnsinn hab' ich kühn beschworen<br />
Die Sternengeister, die die Welt regieren,<br />
Entgegen mir die Liebliche zu führen,<br />
Die sich mein Herz in weher Lust erkoren.<br />
<br />
Ach, meine junge Liebe, kaum geboren,<br />
Sie sollte dich mit reichen Blüthen zieren,<br />
Da schlug die Flamme schon durch alle Thüren -<br />
Sie hatte schnell das holde Maaß verloren.<br />
<br />
Doch nun, ein flehend' Kind, so nah' ich wieder:<br />
Ihr Sterne, nehmt den Zauberschein zurücke!<br />
Allein und hülflos sink' ich dir zu Füßen:<br />
<br />
Dein Wille nur kann meinen Schmerz versüßen,<br />
Dein Wille nur sei meine Liebesbrücke;<br />
Fürbitter seien einzig meine Lieder.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Sternschnuppe]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30601</link>
			<pubDate>Tue, 08 Oct 2024 10:52:08 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30601</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Sternschnuppe</span><br />
<br />
Ich kam von dir im hellen Mondenlichte,<br />
Kalt weht der Wind, doch meine Wange glühte,<br />
Schnee deckt die Flur, doch meine Seele blühte<br />
Und üppig sproßten mailiche Gedichte.<br />
<br />
Da fiel's herab vor meinem Angesichte<br />
Vom Himmelszelt, wie eine Sternenblüthe<br />
Und schnell erwacht' im gläubigen Gemüthe<br />
Der heiße Wunsch, den ich dir treu berichte.<br />
<br />
Du Liebesstern gib mir Eugeniens Liebe!<br />
So fleht' ich fromm mit liebesel'gem Herzen<br />
Und nun vertrau' ich still den mächt'gen Sternen;<br />
<br />
Wenn auch versagt dein süßer Kuß mir bliebe,<br />
Du trägst fortan all' meine Liebesschmerzen,<br />
Du kannst dein Herz von meinem nicht entfernen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Sternschnuppe</span><br />
<br />
Ich kam von dir im hellen Mondenlichte,<br />
Kalt weht der Wind, doch meine Wange glühte,<br />
Schnee deckt die Flur, doch meine Seele blühte<br />
Und üppig sproßten mailiche Gedichte.<br />
<br />
Da fiel's herab vor meinem Angesichte<br />
Vom Himmelszelt, wie eine Sternenblüthe<br />
Und schnell erwacht' im gläubigen Gemüthe<br />
Der heiße Wunsch, den ich dir treu berichte.<br />
<br />
Du Liebesstern gib mir Eugeniens Liebe!<br />
So fleht' ich fromm mit liebesel'gem Herzen<br />
Und nun vertrau' ich still den mächt'gen Sternen;<br />
<br />
Wenn auch versagt dein süßer Kuß mir bliebe,<br />
Du trägst fortan all' meine Liebesschmerzen,<br />
Du kannst dein Herz von meinem nicht entfernen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[An Eugenie]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30600</link>
			<pubDate>Sun, 06 Oct 2024 07:50:07 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30600</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Eugenie</span><br />
<br />
Ein Lied an dich hast du mir aufgetragen<br />
Und ich erschrecke ob den süßen Pflichten,<br />
Du glaubst, um Liebeslieder schön zu dichten<br />
Bedürft' es nur die Saiten anzuschlagen!<br />
<br />
Vertraulich laß dir ein Geheimniß sagen,<br />
Ein Zauberwort, wonach sich Dichter richten,<br />
Den Inhalt aller lieblichen Geschichten;<br />
Ach! eine Welt voll Jubel und voll Klagen!<br />
<br />
Die Liebe nur lehrt schöne Liebeslieder.<br />
Und neigst du dich in Liebe zu mir nieder:<br />
So tönt mein Herz, gleich Frühlings Nachtigallen.<br />
<br />
Du siehst, die Bitte schon kann mich beglücken,<br />
Die Hoffnung ist poetisches Entzücken -<br />
O, mögte dir das erste Lied gefallen! -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Eugenie</span><br />
<br />
Ein Lied an dich hast du mir aufgetragen<br />
Und ich erschrecke ob den süßen Pflichten,<br />
Du glaubst, um Liebeslieder schön zu dichten<br />
Bedürft' es nur die Saiten anzuschlagen!<br />
<br />
Vertraulich laß dir ein Geheimniß sagen,<br />
Ein Zauberwort, wonach sich Dichter richten,<br />
Den Inhalt aller lieblichen Geschichten;<br />
Ach! eine Welt voll Jubel und voll Klagen!<br />
<br />
Die Liebe nur lehrt schöne Liebeslieder.<br />
Und neigst du dich in Liebe zu mir nieder:<br />
So tönt mein Herz, gleich Frühlings Nachtigallen.<br />
<br />
Du siehst, die Bitte schon kann mich beglücken,<br />
Die Hoffnung ist poetisches Entzücken -<br />
O, mögte dir das erste Lied gefallen! -]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Meine Liebe]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30599</link>
			<pubDate>Thu, 26 Sep 2024 10:21:44 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30599</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Meine Liebe</span><br />
<br />
Als Kind schon hob sich mir in stillem Neide<br />
Die junge Brust beim Ruhm von Männerthaten;<br />
Doch fühlt' ich mich beglückt wenn Frauen nahten,<br />
Im holden Liebreiz, in der Anmuth Kleide.<br />
<br />
Sie waren Herzenslust mir, Augenweide!<br />
Ich folgte liebend ihren sanften Pfaden,<br />
Um ihres Liebelächelns Huld und Gnaden<br />
Dient' ich in Demuth, oft in bitt'rem Leide.<br />
<br />
Und von der Mutter heil'gem Angesichte<br />
Bis zu der Schwestern lieblicher Geberde,<br />
Schien Alles himmlisch mir an edlen Frauen;<br />
<br />
Auf Rosenlippen setzt ich mein Vertrauen,<br />
Der Schönheit glaubt' ich und im Glück verklärte<br />
Sich mir das ernste Leben zum Gedichte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Meine Liebe</span><br />
<br />
Als Kind schon hob sich mir in stillem Neide<br />
Die junge Brust beim Ruhm von Männerthaten;<br />
Doch fühlt' ich mich beglückt wenn Frauen nahten,<br />
Im holden Liebreiz, in der Anmuth Kleide.<br />
<br />
Sie waren Herzenslust mir, Augenweide!<br />
Ich folgte liebend ihren sanften Pfaden,<br />
Um ihres Liebelächelns Huld und Gnaden<br />
Dient' ich in Demuth, oft in bitt'rem Leide.<br />
<br />
Und von der Mutter heil'gem Angesichte<br />
Bis zu der Schwestern lieblicher Geberde,<br />
Schien Alles himmlisch mir an edlen Frauen;<br />
<br />
Auf Rosenlippen setzt ich mein Vertrauen,<br />
Der Schönheit glaubt' ich und im Glück verklärte<br />
Sich mir das ernste Leben zum Gedichte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Weihwasser]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30598</link>
			<pubDate>Tue, 24 Sep 2024 09:40:19 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30598</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Weihwasser</span><br />
<br />
Am Kirchenthore stand ich mit der Meinen -<br />
Sie neigte still das Haupt dem Benedeiten,<br />
Um mit dem hellen Wasser, dem geweihten,<br />
Im Kreuzeszeichen sich die Brust zu reinen.<br />
<br />
Wohl mocht ich ihr ein sünd'ger Ketzer scheinen -<br />
Doch Lieb' ist fromm und klug zu allen Zeiten -<br />
Sie sprengte huldvoll im Vorüberschreiten<br />
Auf meinen Mund der heil'gen Tropfen einen.<br />
<br />
Und als wir nun auf dunkler Straße standen,<br />
Um meinen Hals sich ihre Arme wanden -<br />
Da küßte von der Lippe sie den Segen.<br />
<br />
O! sel'ge Weihnacht! Lieb' ist neu erstanden,<br />
Heil uns, daß wir den Stern der Liebe fanden!<br />
Wir sind geweiht; sein Licht glänzt unsern Wegen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Weihwasser</span><br />
<br />
Am Kirchenthore stand ich mit der Meinen -<br />
Sie neigte still das Haupt dem Benedeiten,<br />
Um mit dem hellen Wasser, dem geweihten,<br />
Im Kreuzeszeichen sich die Brust zu reinen.<br />
<br />
Wohl mocht ich ihr ein sünd'ger Ketzer scheinen -<br />
Doch Lieb' ist fromm und klug zu allen Zeiten -<br />
Sie sprengte huldvoll im Vorüberschreiten<br />
Auf meinen Mund der heil'gen Tropfen einen.<br />
<br />
Und als wir nun auf dunkler Straße standen,<br />
Um meinen Hals sich ihre Arme wanden -<br />
Da küßte von der Lippe sie den Segen.<br />
<br />
O! sel'ge Weihnacht! Lieb' ist neu erstanden,<br />
Heil uns, daß wir den Stern der Liebe fanden!<br />
Wir sind geweiht; sein Licht glänzt unsern Wegen!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Liebestrost]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30597</link>
			<pubDate>Fri, 23 Aug 2024 09:00:09 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30597</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Liebestrost</span><br />
<br />
Komm her, mein Kind! dir hab' ich Nichts zu geben,<br />
Verlassen bin ich, arm und tiefbetrübt.<br />
Und Schmerzen biet' ich der, die treu mich liebt -<br />
Komm, willst du mein sein, in so schwerem Leben?<br />
<br />
So fragt' ich Sie, die mir das Herz gegeben,<br />
Die allerschönste Treu' an mir geübt;<br />
Die mich unsäglich liebevoll geliebt -<br />
Und diesem Liebreiz wollt' ich widerstreben! -<br />
<br />
Sie sagte nichts - ein heller Himmelsfunken<br />
Traf mich ihr Blick und selig wonnetrunken<br />
Ruht' ich an ihrer Brust, in ihrem Arm. -<br />
Was red' ich denn, von all' den Lebensschmerzen?<br />
Es liegt in zärtlichen, in treuen Herzen<br />
Ein Schatz, der überwieget jeden Harm!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Liebestrost</span><br />
<br />
Komm her, mein Kind! dir hab' ich Nichts zu geben,<br />
Verlassen bin ich, arm und tiefbetrübt.<br />
Und Schmerzen biet' ich der, die treu mich liebt -<br />
Komm, willst du mein sein, in so schwerem Leben?<br />
<br />
So fragt' ich Sie, die mir das Herz gegeben,<br />
Die allerschönste Treu' an mir geübt;<br />
Die mich unsäglich liebevoll geliebt -<br />
Und diesem Liebreiz wollt' ich widerstreben! -<br />
<br />
Sie sagte nichts - ein heller Himmelsfunken<br />
Traf mich ihr Blick und selig wonnetrunken<br />
Ruht' ich an ihrer Brust, in ihrem Arm. -<br />
Was red' ich denn, von all' den Lebensschmerzen?<br />
Es liegt in zärtlichen, in treuen Herzen<br />
Ein Schatz, der überwieget jeden Harm!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Liebe]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30596</link>
			<pubDate>Mon, 18 Mar 2024 08:35:09 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30596</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Liebe</span><br />
<br />
Ach widerlich und eckel war das Leben -<br />
Im Herzen heißer Wünsche grimme Pein<br />
Saß ich gedankenvoll auf hartem Stein;<br />
Dem bitt'ren Unmuth ganz dahingegeben. -<br />
<br />
Da fühlt' ich eines Engels lindes Weben -<br />
Mit einem Lächeln, mild wie Sonnenschein,<br />
Kam still die Liebste, Trösterin zu sein<br />
Vor ihrem Hauch die Furien entschweben.<br />
<br />
Sie kniete nieder - weich schien mir die Erde,<br />
Sie sprach zu mir - leicht schien mir die Beschwerde;<br />
Sie küßte mich - wie selig konnt' ich sein!<br />
<br />
Wo wär' ein Stein, den Liebe nicht erweichte?<br />
Ein hohes Ziel, das Liebe nicht erreichte? -<br />
Wär' in der Wüste Liebe wohl allein? -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Liebe</span><br />
<br />
Ach widerlich und eckel war das Leben -<br />
Im Herzen heißer Wünsche grimme Pein<br />
Saß ich gedankenvoll auf hartem Stein;<br />
Dem bitt'ren Unmuth ganz dahingegeben. -<br />
<br />
Da fühlt' ich eines Engels lindes Weben -<br />
Mit einem Lächeln, mild wie Sonnenschein,<br />
Kam still die Liebste, Trösterin zu sein<br />
Vor ihrem Hauch die Furien entschweben.<br />
<br />
Sie kniete nieder - weich schien mir die Erde,<br />
Sie sprach zu mir - leicht schien mir die Beschwerde;<br />
Sie küßte mich - wie selig konnt' ich sein!<br />
<br />
Wo wär' ein Stein, den Liebe nicht erweichte?<br />
Ein hohes Ziel, das Liebe nicht erreichte? -<br />
Wär' in der Wüste Liebe wohl allein? -]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mit einem Kranze "Jelängerjelieber" (2)]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30609</link>
			<pubDate>Sat, 02 Mar 2024 23:13:05 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30609</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mit einem Kranze "Jelängerjelieber"<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Die Lehre von der Flüchtigkeit des Lebens<br />
Begann wohl mit dem ersten Liebeskuß,<br />
Es stirbt der Augenblick in dem Genuß;<br />
Das Glück zu fesseln trachtest du vergebens.<br />
<br />
Wohl war dies' Thema Gegenstand des Strebens<br />
Der alten Weisen, wie es zum Verdruß<br />
Der jüngsten Gegenwart gereichen muß,<br />
Und alle Menschenkinder - sie erleben's.<br />
<br />
Ein Häuflein giebt's nur, das sich muthig wehret<br />
Und mit Erfolg die Flüchtigkeit der Dinge<br />
Kühn überwindet, im - Begeisterung-Fieber! -<br />
<br />
Das sind die Dichter, gänzlich unversehret<br />
Bleibt ihnen süßer Lieb' und Hoffnung Schwinge;<br />
Sie sind berauscht, je länger, um so lieber!<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Je länger ach! je lieber wollt ich sagen,<br />
Dir einen Kranz von diesen Blüthen reichen<br />
Mit des Sonettes klingend holden Zeichen -<br />
Nun hat mich Gründlichkeit zu weit getragen.<br />
<br />
Die Uranfänglichkeit mußt' ich erst wagen<br />
Mit Sonst und Jetzt und Immer zu vergleichen:<br />
So mußte mir das Blumenbild entweichen,<br />
Und vierzehn Zeilen hab' ich zu beklagen.<br />
<br />
Nun aber will ich mich in Kürze fassen,<br />
Will alles Flüchtige und Nicht'ge lassen,<br />
Bin ich doch dein, je länger um so lieber!<br />
<br />
Es möge mir dein Blick, dein Lächeln geben<br />
Im Wechsel Dauer, im Vergehen Leben; -<br />
O, bleibe mein, je länger ach! je lieber!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mit einem Kranze "Jelängerjelieber"<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Die Lehre von der Flüchtigkeit des Lebens<br />
Begann wohl mit dem ersten Liebeskuß,<br />
Es stirbt der Augenblick in dem Genuß;<br />
Das Glück zu fesseln trachtest du vergebens.<br />
<br />
Wohl war dies' Thema Gegenstand des Strebens<br />
Der alten Weisen, wie es zum Verdruß<br />
Der jüngsten Gegenwart gereichen muß,<br />
Und alle Menschenkinder - sie erleben's.<br />
<br />
Ein Häuflein giebt's nur, das sich muthig wehret<br />
Und mit Erfolg die Flüchtigkeit der Dinge<br />
Kühn überwindet, im - Begeisterung-Fieber! -<br />
<br />
Das sind die Dichter, gänzlich unversehret<br />
Bleibt ihnen süßer Lieb' und Hoffnung Schwinge;<br />
Sie sind berauscht, je länger, um so lieber!<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Je länger ach! je lieber wollt ich sagen,<br />
Dir einen Kranz von diesen Blüthen reichen<br />
Mit des Sonettes klingend holden Zeichen -<br />
Nun hat mich Gründlichkeit zu weit getragen.<br />
<br />
Die Uranfänglichkeit mußt' ich erst wagen<br />
Mit Sonst und Jetzt und Immer zu vergleichen:<br />
So mußte mir das Blumenbild entweichen,<br />
Und vierzehn Zeilen hab' ich zu beklagen.<br />
<br />
Nun aber will ich mich in Kürze fassen,<br />
Will alles Flüchtige und Nicht'ge lassen,<br />
Bin ich doch dein, je länger um so lieber!<br />
<br />
Es möge mir dein Blick, dein Lächeln geben<br />
Im Wechsel Dauer, im Vergehen Leben; -<br />
O, bleibe mein, je länger ach! je lieber!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>