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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Zwischenmenschliches]]></title>
		<link>https://sonett.fontane-place.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett.fontane-place.de]]></description>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 03:57:17 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Zum Wohlsein]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36102</link>
			<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 08:49:43 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36102</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zum Wohlsein</span><br />
<br />
Was soll, was kann ich aus dem Blau noch lesen?<br />
Der Sommer spiegelt seine Turbulenzen<br />
in deinen Augen, die sich feucht entgrenzen,<br />
die noch gewahren, was so falsch gewesen.<br />
<br />
Man spricht so oft und leicht von Konsequenzen<br />
im Plauderton am nächsten Kneipentresen,<br />
doch kann ich wenig tun, dir zum Genesen.<br />
Ich hoffe selbst auf bessere Tendenzen.<br />
<br />
Ich proste dir nur noch mal zu; „Zum Wohlsein“<br />
und kann doch viel zu wenig für dich tun.<br />
Die Lösung kennst du selber. Sie liegt wohl in<br />
 <br />
dir. Ich würde gerne Ruhepol sein,<br />
doch läßt mich dein Geschick oft selbst nicht ruhn.<br />
Du wardst mir längst zur Achse, meine Polin. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zum Wohlsein</span><br />
<br />
Was soll, was kann ich aus dem Blau noch lesen?<br />
Der Sommer spiegelt seine Turbulenzen<br />
in deinen Augen, die sich feucht entgrenzen,<br />
die noch gewahren, was so falsch gewesen.<br />
<br />
Man spricht so oft und leicht von Konsequenzen<br />
im Plauderton am nächsten Kneipentresen,<br />
doch kann ich wenig tun, dir zum Genesen.<br />
Ich hoffe selbst auf bessere Tendenzen.<br />
<br />
Ich proste dir nur noch mal zu; „Zum Wohlsein“<br />
und kann doch viel zu wenig für dich tun.<br />
Die Lösung kennst du selber. Sie liegt wohl in<br />
 <br />
dir. Ich würde gerne Ruhepol sein,<br />
doch läßt mich dein Geschick oft selbst nicht ruhn.<br />
Du wardst mir längst zur Achse, meine Polin. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Noch näher]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36092</link>
			<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 00:37:20 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36092</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Noch näher</span><br />
<br />
Ich habe nicht oft so geliebt und gelitten<br />
(mir liegt aber auch sehr viel Glück auf der Waage).<br />
Du stellst nicht von ungefähr immer die Frage,<br />
was ich noch ertrage, doch glaub mir, inmitten<br />
 <br />
der Wirren, kenn’ ich sehr genau meine Lage.<br />
Kein fleddern der imaginär’n Margeritten;<br />
ich kann noch nichts fordern, doch muß ich dich bitten:<br />
Nimm wörtlich, was ich immer ich über uns sage.<br />
<br />
Vertraut ist dein Wort und ich kenn dein Gebahren,<br />
ich ahne, wohin die Gedanken dir schweifen<br />
Nicht immer -  doch sollst du mir vollständig klaren.<br />
<br />
Ich mag es auch dir durch die Locken zu streifen,<br />
will mit Herz und Hand Leib und Seele erfahren;<br />
ich will dich doch näher, dich spür’n und begreifen.<br />
<br />
 <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Noch näher</span><br />
<br />
Ich habe nicht oft so geliebt und gelitten<br />
(mir liegt aber auch sehr viel Glück auf der Waage).<br />
Du stellst nicht von ungefähr immer die Frage,<br />
was ich noch ertrage, doch glaub mir, inmitten<br />
 <br />
der Wirren, kenn’ ich sehr genau meine Lage.<br />
Kein fleddern der imaginär’n Margeritten;<br />
ich kann noch nichts fordern, doch muß ich dich bitten:<br />
Nimm wörtlich, was ich immer ich über uns sage.<br />
<br />
Vertraut ist dein Wort und ich kenn dein Gebahren,<br />
ich ahne, wohin die Gedanken dir schweifen<br />
Nicht immer -  doch sollst du mir vollständig klaren.<br />
<br />
Ich mag es auch dir durch die Locken zu streifen,<br />
will mit Herz und Hand Leib und Seele erfahren;<br />
ich will dich doch näher, dich spür’n und begreifen.<br />
<br />
 <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Karussell (In Memoriam RMR, 120 Jahre später)]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=39427</link>
			<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 00:53:03 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=6056">Aphrodite</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=39427</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Das Karussell <br />
 (In Memoriam RMR, 120 Jahre später) <br />
</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Am Dancer bouncen Neonlichtovale</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">zu TÜV-geprüftem Stangenarretieren -</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">obwohl die Girls am Rand der Platte frieren,</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">bewundern sie den Spin der Schleuderschale -</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">vielleicht die Typen in ihr drin. Signale</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">versuchen beide Seiten zu kaschieren,</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">bis sich das Bild im schnelleren Rotieren</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">verquirlt, zum Sound moderner Madrigale.</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Dem gegenüber dreht ein Virtuose</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">ein dünnes Holz durch warme Saccharose</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">und sammelt Fäden ohne klares Ende -</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">bis sich das Süßgespinst zur Seite neigt.</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Und wenn ein Finger fordernd darauf zeigt,</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">gibt er es einem Mädchen in die Hände.</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">16.04.2026</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Das Karussell <br />
 (In Memoriam RMR, 120 Jahre später) <br />
</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Am Dancer bouncen Neonlichtovale</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">zu TÜV-geprüftem Stangenarretieren -</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">obwohl die Girls am Rand der Platte frieren,</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">bewundern sie den Spin der Schleuderschale -</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">vielleicht die Typen in ihr drin. Signale</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">versuchen beide Seiten zu kaschieren,</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">bis sich das Bild im schnelleren Rotieren</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">verquirlt, zum Sound moderner Madrigale.</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Dem gegenüber dreht ein Virtuose</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">ein dünnes Holz durch warme Saccharose</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">und sammelt Fäden ohne klares Ende -</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">bis sich das Süßgespinst zur Seite neigt.</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Und wenn ein Finger fordernd darauf zeigt,</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">gibt er es einem Mädchen in die Hände.</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">16.04.2026</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Geborgenheiten]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36101</link>
			<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 07:54:58 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36101</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Geborgenheiten</span><br />
<br />
Wie man sich manchmal gern von eines Feuers roten<br />
Flammenschein das kalte Herz erwärmen läßt<br />
und träumend sich versenkt ins prasselnde Geäst,<br />
so sah ich auch in deine Augen, als sie lohten.<br />
<br />
Und wie man sich an kalte Regenscheiben preßt<br />
um einen neuen Sommertag früh auszuloten,<br />
hab ich mein Lächeln gerne wieder angeboten<br />
und ein Umarmen, wenn die Trauer dich durchnäßt.<br />
<br />
Was tue ich, seh ich dein Auge sich betauen?<br />
Ich will mein Schicksal nicht nur so geschehen lassen.<br />
Du könntest, würdest du mir in die Augen schauen<br />
<br />
auch Halt in meinen Händen seh’n, den allzu blassen.<br />
Und magst du meiner schwachen Hand auch nicht weit trauen;<br />
Nur keine Scheu: Du darfst mich gerne ganz umfassen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Geborgenheiten</span><br />
<br />
Wie man sich manchmal gern von eines Feuers roten<br />
Flammenschein das kalte Herz erwärmen läßt<br />
und träumend sich versenkt ins prasselnde Geäst,<br />
so sah ich auch in deine Augen, als sie lohten.<br />
<br />
Und wie man sich an kalte Regenscheiben preßt<br />
um einen neuen Sommertag früh auszuloten,<br />
hab ich mein Lächeln gerne wieder angeboten<br />
und ein Umarmen, wenn die Trauer dich durchnäßt.<br />
<br />
Was tue ich, seh ich dein Auge sich betauen?<br />
Ich will mein Schicksal nicht nur so geschehen lassen.<br />
Du könntest, würdest du mir in die Augen schauen<br />
<br />
auch Halt in meinen Händen seh’n, den allzu blassen.<br />
Und magst du meiner schwachen Hand auch nicht weit trauen;<br />
Nur keine Scheu: Du darfst mich gerne ganz umfassen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Herzschläge]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36091</link>
			<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 07:53:44 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36091</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Herzschläge<br />
<br />
I. </span><br />
<br />
Man kann sich am Herzen so schmerzlich verschätzen.<br />
Wir lernten es beide auf eigene Art.<br />
Ich mußte dich noch nicht bereuen, doch hart<br />
schlägt mein Herz, seh’ ich deines in Fetzen.<br />
<br />
Du sagst, ohne dich blieb’ mir manches erspart?<br />
Entferne dich nicht, um mich nicht zu verletzen;<br />
dich sollten ganz andre Gefühle entsetzen.<br />
Ich harre dem Tag, der dein Glück wieder klart.<br />
<br />
Ich bin weder hieb- oder stichfest, mich trifft<br />
jeder Blick, jedes Wort, dein verzweifeltes Klagen.<br />
Zur Linderung zehre ich mit von dem Gift.<br />
<br />
Du willst es nicht teilen, Du magst mich nicht schlagen...<br />
Ich weiß, daß kein Schlag mich je vorsätzlich trifft;<br />
Alles andere werde ich gerne ertragen.<br />
<br />
 <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Hab’ ich dir zur Unzeit die Liebe gestanden?<br />
Ich wollte nicht weiter ins Ungewiß schieben,<br />
was mich manchen Tag, manche Nacht umgetrieben.<br />
Wir sind, du und ich, doch nicht mehr Konfirmanden;<br />
 <br />
Du bist mir, du weißt es, nichts schuldig geblieben,<br />
nur weil wir uns in falschen Umständen fanden.<br />
Ich komme dir nicht so schnell wieder abhanden,<br />
verstehe mich auch auf geduldiges Lieben.<br />
<br />
Ich wählte dich anfänglich aus freien Stücken,<br />
ging mit kleinem Tempo, ich hielt es für meines.<br />
ich achtete spät auf den Weg, seine Tücken...<br />
<br />
Nun droht mich mein eigenes Herz zu erdrücken.<br />
Ich kann keine Ansprüche stellen: Nur eines:<br />
Laß mich dir nur meine Gefühle ausdrücken.<br />
<br />
 <br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Herzschläge<br />
<br />
I. </span><br />
<br />
Man kann sich am Herzen so schmerzlich verschätzen.<br />
Wir lernten es beide auf eigene Art.<br />
Ich mußte dich noch nicht bereuen, doch hart<br />
schlägt mein Herz, seh’ ich deines in Fetzen.<br />
<br />
Du sagst, ohne dich blieb’ mir manches erspart?<br />
Entferne dich nicht, um mich nicht zu verletzen;<br />
dich sollten ganz andre Gefühle entsetzen.<br />
Ich harre dem Tag, der dein Glück wieder klart.<br />
<br />
Ich bin weder hieb- oder stichfest, mich trifft<br />
jeder Blick, jedes Wort, dein verzweifeltes Klagen.<br />
Zur Linderung zehre ich mit von dem Gift.<br />
<br />
Du willst es nicht teilen, Du magst mich nicht schlagen...<br />
Ich weiß, daß kein Schlag mich je vorsätzlich trifft;<br />
Alles andere werde ich gerne ertragen.<br />
<br />
 <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Hab’ ich dir zur Unzeit die Liebe gestanden?<br />
Ich wollte nicht weiter ins Ungewiß schieben,<br />
was mich manchen Tag, manche Nacht umgetrieben.<br />
Wir sind, du und ich, doch nicht mehr Konfirmanden;<br />
 <br />
Du bist mir, du weißt es, nichts schuldig geblieben,<br />
nur weil wir uns in falschen Umständen fanden.<br />
Ich komme dir nicht so schnell wieder abhanden,<br />
verstehe mich auch auf geduldiges Lieben.<br />
<br />
Ich wählte dich anfänglich aus freien Stücken,<br />
ging mit kleinem Tempo, ich hielt es für meines.<br />
ich achtete spät auf den Weg, seine Tücken...<br />
<br />
Nun droht mich mein eigenes Herz zu erdrücken.<br />
Ich kann keine Ansprüche stellen: Nur eines:<br />
Laß mich dir nur meine Gefühle ausdrücken.<br />
<br />
 <br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Gespielin]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36089</link>
			<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 00:03:54 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36089</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Gespielin<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Ein Spiel um die Wahrheit, nun gut, laß uns spielen.<br />
Wir kennen die Finten und Fluchten des andern,<br />
und wie wir dem Schabernack Lust anverwandern,<br />
das eignet sich herzlich nach Steinen zu zielen.<br />
<br />
Wir können uns selber die Regeln erfinden,<br />
so frei ist die Liebe, man muß wirklich staunen!<br />
Was brütest du jetzt wieder unter den Braunen?<br />
Ich seh was du denkst und ich will nicht erblinden.<br />
<br />
Du kannst mir nicht weh tun, ich kann dich nicht hassen.<br />
Die Liebe entzieht sich dem Rationalismus.<br />
Ich möcht meine Absurditäten verprassen.<br />
<br />
Vernunft gebiert uns immer nur Fatalismus.<br />
Und scheint uns auch nichts inneinander zu passen,<br />
so bleibt uns zumindest der Surrealismus.<br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Wer sagt da, wir sei’n uns zu flüchtig verbunden?<br />
Wer hält da für seinen Verstand Skeptizismus?<br />
Ich proste ihm zu auf den Surrealismus!<br />
Ich habe ihn sprachlos – und alles gewonnen!<br />
<br />
Die Mystik schlug immer den Kopfkatechismus.<br />
Was, ist dir denn etwa ein Zweifel geronnen?<br />
Vernunft ist nur scheinbar so klar und besonnen.<br />
Die Wahrheit ist größer als ein Aphorismus.<br />
<br />
Am Rande die unleserlichen Vermerke;<br />
Wir sichten die Seichten, wir kauschen die keuschen.<br />
Besinnen wir uns auf die eigene Stärke.<br />
<br />
Den Zwischenruf sticken wir unter Geräuschen.<br />
Wir kennen die imaginären Gewerke;<br />
Wir können uns Wahrheiten tauschen, statt täuschen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Gespielin<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Ein Spiel um die Wahrheit, nun gut, laß uns spielen.<br />
Wir kennen die Finten und Fluchten des andern,<br />
und wie wir dem Schabernack Lust anverwandern,<br />
das eignet sich herzlich nach Steinen zu zielen.<br />
<br />
Wir können uns selber die Regeln erfinden,<br />
so frei ist die Liebe, man muß wirklich staunen!<br />
Was brütest du jetzt wieder unter den Braunen?<br />
Ich seh was du denkst und ich will nicht erblinden.<br />
<br />
Du kannst mir nicht weh tun, ich kann dich nicht hassen.<br />
Die Liebe entzieht sich dem Rationalismus.<br />
Ich möcht meine Absurditäten verprassen.<br />
<br />
Vernunft gebiert uns immer nur Fatalismus.<br />
Und scheint uns auch nichts inneinander zu passen,<br />
so bleibt uns zumindest der Surrealismus.<br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Wer sagt da, wir sei’n uns zu flüchtig verbunden?<br />
Wer hält da für seinen Verstand Skeptizismus?<br />
Ich proste ihm zu auf den Surrealismus!<br />
Ich habe ihn sprachlos – und alles gewonnen!<br />
<br />
Die Mystik schlug immer den Kopfkatechismus.<br />
Was, ist dir denn etwa ein Zweifel geronnen?<br />
Vernunft ist nur scheinbar so klar und besonnen.<br />
Die Wahrheit ist größer als ein Aphorismus.<br />
<br />
Am Rande die unleserlichen Vermerke;<br />
Wir sichten die Seichten, wir kauschen die keuschen.<br />
Besinnen wir uns auf die eigene Stärke.<br />
<br />
Den Zwischenruf sticken wir unter Geräuschen.<br />
Wir kennen die imaginären Gewerke;<br />
Wir können uns Wahrheiten tauschen, statt täuschen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Erfahrungswerte]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36103</link>
			<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 07:23:13 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36103</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Erfahrungswerte</span><br />
<br />
Es war einmal, so tröstet mancher einen,<br />
und gibt Erfahrung weiter als Beweise.<br />
„Relational“ sagt man, „Beziehungsweise“<br />
und zieht hinab das Größte zum Gemeinen,<br />
<br />
vergleicht und glättet fahrlässig den feinen<br />
Widerspruch, der erst der Seele Speise,<br />
und nennt sein Totentum die Lebensweise,<br />
die Bestand hat unter tausend Scheinen.<br />
<br />
Es ist nicht nur wie’s ist, der Status Quo<br />
verschleiert oft was er zu schlichten sann;<br />
dagegen lohnt sich manches Risiko.<br />
<br />
Ich richte, was ich dir berichten kann.<br />
Ich liebe! und mir ist egal wieso.<br />
Ich will! So fangen die Geschichten an.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Erfahrungswerte</span><br />
<br />
Es war einmal, so tröstet mancher einen,<br />
und gibt Erfahrung weiter als Beweise.<br />
„Relational“ sagt man, „Beziehungsweise“<br />
und zieht hinab das Größte zum Gemeinen,<br />
<br />
vergleicht und glättet fahrlässig den feinen<br />
Widerspruch, der erst der Seele Speise,<br />
und nennt sein Totentum die Lebensweise,<br />
die Bestand hat unter tausend Scheinen.<br />
<br />
Es ist nicht nur wie’s ist, der Status Quo<br />
verschleiert oft was er zu schlichten sann;<br />
dagegen lohnt sich manches Risiko.<br />
<br />
Ich richte, was ich dir berichten kann.<br />
Ich liebe! und mir ist egal wieso.<br />
Ich will! So fangen die Geschichten an.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Meine Muse]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36087</link>
			<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 09:28:17 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36087</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Meine Muse</span><br />
<br />
Ich spür noch nach Stunden ihr Abschieds-Umarmen,<br />
sowie jeden zarten Kontakt unsrer Blicke.<br />
Gern hielt ich sie fester, bis daß ich ersticke<br />
und zahlt ihre Blicke mit doppelt so warmen.<br />
<br />
Doch zeigt sie mir deutlich, wie weit es sich schicke,<br />
Sie mag’ mich wohl, doch will ich mehr als Erbarmen.<br />
Aus Vorsicht darf ich sie nicht öfter umarmen;<br />
zu kurz der Moment, als daß ich sie bestricke.<br />
<br />
Mich läßt meine Muse nur Worte verrücken.<br />
Ich schwärme des Nachts noch von andern Genüssen,<br />
als sie für ´nen Wimpernschlag an mich zu drücken.<br />
<br />
Ich werd in Genügsamkeit mich üben müssen.<br />
Ich ziel’ daß auch andre Berührungen glücken,<br />
Nur mag mich die Muse bis heute nicht küssen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Meine Muse</span><br />
<br />
Ich spür noch nach Stunden ihr Abschieds-Umarmen,<br />
sowie jeden zarten Kontakt unsrer Blicke.<br />
Gern hielt ich sie fester, bis daß ich ersticke<br />
und zahlt ihre Blicke mit doppelt so warmen.<br />
<br />
Doch zeigt sie mir deutlich, wie weit es sich schicke,<br />
Sie mag’ mich wohl, doch will ich mehr als Erbarmen.<br />
Aus Vorsicht darf ich sie nicht öfter umarmen;<br />
zu kurz der Moment, als daß ich sie bestricke.<br />
<br />
Mich läßt meine Muse nur Worte verrücken.<br />
Ich schwärme des Nachts noch von andern Genüssen,<br />
als sie für ´nen Wimpernschlag an mich zu drücken.<br />
<br />
Ich werd in Genügsamkeit mich üben müssen.<br />
Ich ziel’ daß auch andre Berührungen glücken,<br />
Nur mag mich die Muse bis heute nicht küssen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Morgenstahl]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36086</link>
			<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 00:57:03 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36086</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Morgenstahl</span><br />
<br />
Zur Anderswelt ein schmaler Grat, geschliffen;<br />
Und dennoch wagte ich den Messertanz.<br />
Die Schleide blitzte auf im Sonnenglanz,<br />
Den ganzen lichten Kosmos inbegriffen,<br />
<br />
Doch hatt’ ich kaum mein Licht geseh’n, verschwand’s,<br />
und Nacht umwölbt es wie ein schweres Tuch.<br />
Erneut Versuchung und erneut Versuch;<br />
Ich werd es neu entzünden; Ja ich kann’s!<br />
<br />
Mein Herz glitt blindlings übern Horizont,<br />
Mein Schicksal täte mir nichts mehr zuleide.<br />
Was ich noch eben traumwandelnd gekonnt,<br />
<br />
Ein Glück zu seh’n, für dich, für mich, uns beide...<br />
Mein Wachtraum wurde mir zu jäh besonnt.<br />
Mit einem scharfen Schnitt entglitt die Schneide.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Morgenstahl</span><br />
<br />
Zur Anderswelt ein schmaler Grat, geschliffen;<br />
Und dennoch wagte ich den Messertanz.<br />
Die Schleide blitzte auf im Sonnenglanz,<br />
Den ganzen lichten Kosmos inbegriffen,<br />
<br />
Doch hatt’ ich kaum mein Licht geseh’n, verschwand’s,<br />
und Nacht umwölbt es wie ein schweres Tuch.<br />
Erneut Versuchung und erneut Versuch;<br />
Ich werd es neu entzünden; Ja ich kann’s!<br />
<br />
Mein Herz glitt blindlings übern Horizont,<br />
Mein Schicksal täte mir nichts mehr zuleide.<br />
Was ich noch eben traumwandelnd gekonnt,<br />
<br />
Ein Glück zu seh’n, für dich, für mich, uns beide...<br />
Mein Wachtraum wurde mir zu jäh besonnt.<br />
Mit einem scharfen Schnitt entglitt die Schneide.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Komplimente]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36088</link>
			<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 08:19:27 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36088</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Komplimente</span><br />
<br />
Ein Kosewort kommt mir nur schwer von den Lippen;<br />
die kühnen, galanten, die Babies und Schätzchen,<br />
die Rosen und Rehlein, die Bienen und Kätzchen<br />
und Flammen und all’ diese Worte, die nippen<br />
<br />
nur an ihrer Wahrheit im Dunkeln und tippen<br />
mein Fühlen kaum an. All die zierlichen Spätzchen,<br />
die Oftgutgemeinten sind haltlose Mätzchen<br />
an dem was ich spüre, dicht unter den Rippen.<br />
<br />
So kann ich nur hoffen, daß Dir auch mein Blick<br />
für all das, was du gibst und mir bist, etwas dankt.<br />
Ich danke dir für dein berühr’ndes Geschick,<br />
<br />
an dem einfach ein jeglicher Wortmaßstab wankt.<br />
Gesell ich dir doch mal ein Wort bei so schick’<br />
ich vorweg dir vielleicht nur die Vorsilbe: Sankt!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Komplimente</span><br />
<br />
Ein Kosewort kommt mir nur schwer von den Lippen;<br />
die kühnen, galanten, die Babies und Schätzchen,<br />
die Rosen und Rehlein, die Bienen und Kätzchen<br />
und Flammen und all’ diese Worte, die nippen<br />
<br />
nur an ihrer Wahrheit im Dunkeln und tippen<br />
mein Fühlen kaum an. All die zierlichen Spätzchen,<br />
die Oftgutgemeinten sind haltlose Mätzchen<br />
an dem was ich spüre, dicht unter den Rippen.<br />
<br />
So kann ich nur hoffen, daß Dir auch mein Blick<br />
für all das, was du gibst und mir bist, etwas dankt.<br />
Ich danke dir für dein berühr’ndes Geschick,<br />
<br />
an dem einfach ein jeglicher Wortmaßstab wankt.<br />
Gesell ich dir doch mal ein Wort bei so schick’<br />
ich vorweg dir vielleicht nur die Vorsilbe: Sankt!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[MutLos]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36085</link>
			<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 07:53:37 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36085</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">MutLos</span><br />
<br />
Die Kraft des Herzens pulst durch unser Blut.<br />
In jede tiefste Körperzelle dringt sie,<br />
und alles tote oder taube zwingt sie<br />
zurück ins Leben. Du bleibst auf der Hut. –<br />
<br />
Du darfst nicht Asche sein: sei du die Glut.<br />
Es tut nicht gut, wierum du’s auch versuchst,<br />
was du als Soll, und was als Haben buchst.<br />
Vergiß die Angst. Vergiß auch deinen Mut.<br />
<br />
Du mußt von deinem Mut nichts wissen: Sei’s!<br />
Sei dir gewiß; Es liegt so auf der Hand,<br />
daß man nur was man hat auch geben kann.<br />
<br />
Schon Binsenweisheit führt dir den Beweis,<br />
daß du die eigne Stärke ganz verkannt;<br />
Du Mutigste, Du mutest mich so an!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">MutLos</span><br />
<br />
Die Kraft des Herzens pulst durch unser Blut.<br />
In jede tiefste Körperzelle dringt sie,<br />
und alles tote oder taube zwingt sie<br />
zurück ins Leben. Du bleibst auf der Hut. –<br />
<br />
Du darfst nicht Asche sein: sei du die Glut.<br />
Es tut nicht gut, wierum du’s auch versuchst,<br />
was du als Soll, und was als Haben buchst.<br />
Vergiß die Angst. Vergiß auch deinen Mut.<br />
<br />
Du mußt von deinem Mut nichts wissen: Sei’s!<br />
Sei dir gewiß; Es liegt so auf der Hand,<br />
daß man nur was man hat auch geben kann.<br />
<br />
Schon Binsenweisheit führt dir den Beweis,<br />
daß du die eigne Stärke ganz verkannt;<br />
Du Mutigste, Du mutest mich so an!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Märblau]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36084</link>
			<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 08:26:00 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36084</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Märblau</span><br />
<br />
Der Frühling schwenkt sein blaues Band, und ach;<br />
Zwei Königskinder stehen, wie du siehst<br />
an fremden Ufern und ein jedes liest<br />
aus Wolkenbildern was das Schicksal mach:<br />
<br />
Die Wolken und das Blau sind Berg und Bach,<br />
der sich am Horizont ins Meer ergießt,<br />
wo sich der Ring der Nebellungen schließt. -<br />
Dem Tage müd entkommen lieg ich wach. -<br />
<br />
Ich komm dir in der Ferne nah (sublim),<br />
wenn ich mit Wahrem der Legende spiele.<br />
Ich tauche ein in die Erinnerungen,<br />
<br />
auf daß ich deine Perle fände, Priele<br />
verlaufen, weiten sich, und maritim<br />
zergehn mir Muscheln salzig auf der Zunge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Märblau</span><br />
<br />
Der Frühling schwenkt sein blaues Band, und ach;<br />
Zwei Königskinder stehen, wie du siehst<br />
an fremden Ufern und ein jedes liest<br />
aus Wolkenbildern was das Schicksal mach:<br />
<br />
Die Wolken und das Blau sind Berg und Bach,<br />
der sich am Horizont ins Meer ergießt,<br />
wo sich der Ring der Nebellungen schließt. -<br />
Dem Tage müd entkommen lieg ich wach. -<br />
<br />
Ich komm dir in der Ferne nah (sublim),<br />
wenn ich mit Wahrem der Legende spiele.<br />
Ich tauche ein in die Erinnerungen,<br />
<br />
auf daß ich deine Perle fände, Priele<br />
verlaufen, weiten sich, und maritim<br />
zergehn mir Muscheln salzig auf der Zunge.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Neumond]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36083</link>
			<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 01:16:08 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36083</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Neumond</span><br />
<br />
Am Boden, abgeschlagen, im Geäst<br />
liegt leer und umgestürzt das Nest des Phönix.<br />
Wenn auch das Holz noch fest ist; nein beschönigs<br />
nicht. Tot und dürr ist nun das Laub. Es läßt<br />
<br />
sich nicht mehr halten. Doch: - Ein neuer Phönix<br />
wird auferstehn. Ja, jeder Zweig ist teuer,<br />
Doch übergib den toten Ast dem Feuer.<br />
Der Stamm jedoch ist würdig eines Königs:<br />
<br />
Er ruht in sich voll Saft und Kraft, so massig.<br />
In ihm steckt Leben, das stets neu beginnt.<br />
Stoß ab das Totgeäst und den Phantomschmerz.<br />
<br />
Im Kernholz steckt der Keim! vertraue! daß sich<br />
die Seele auf die Wurzelkraft besinnt, -<br />
und traumschwer treibt sie dir bald wieder mondwärts.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Neumond</span><br />
<br />
Am Boden, abgeschlagen, im Geäst<br />
liegt leer und umgestürzt das Nest des Phönix.<br />
Wenn auch das Holz noch fest ist; nein beschönigs<br />
nicht. Tot und dürr ist nun das Laub. Es läßt<br />
<br />
sich nicht mehr halten. Doch: - Ein neuer Phönix<br />
wird auferstehn. Ja, jeder Zweig ist teuer,<br />
Doch übergib den toten Ast dem Feuer.<br />
Der Stamm jedoch ist würdig eines Königs:<br />
<br />
Er ruht in sich voll Saft und Kraft, so massig.<br />
In ihm steckt Leben, das stets neu beginnt.<br />
Stoß ab das Totgeäst und den Phantomschmerz.<br />
<br />
Im Kernholz steckt der Keim! vertraue! daß sich<br />
die Seele auf die Wurzelkraft besinnt, -<br />
und traumschwer treibt sie dir bald wieder mondwärts.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Überm Land liegt trübe Allnacht]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36075</link>
			<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 07:31:05 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36075</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Überm Land liegt trübe Allnacht</span><br />
Meinem Ruf fehlt die Entsprechung.<br />
Schweigen ohne Unterbrechung.<br />
Das Wort, das ich für dich gedacht,<br />
<br />
alles was mein Leben ausmacht,<br />
überspannt der Dämmerbogen.<br />
Wahres wirkt posthum gelogen.<br />
Trauer aller Tage Fracht,<br />
<br />
präsentiert in dünnen Scheiben.<br />
Ich verlier mich Stück für Stück.<br />
So konnte es nicht länger bleiben.<br />
<br />
Ich muß erst zu mir zurück.<br />
Gern würd ich dir anders schreiben<br />
Wie dem auch sei – ich wünsch dir Glück.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Überm Land liegt trübe Allnacht</span><br />
Meinem Ruf fehlt die Entsprechung.<br />
Schweigen ohne Unterbrechung.<br />
Das Wort, das ich für dich gedacht,<br />
<br />
alles was mein Leben ausmacht,<br />
überspannt der Dämmerbogen.<br />
Wahres wirkt posthum gelogen.<br />
Trauer aller Tage Fracht,<br />
<br />
präsentiert in dünnen Scheiben.<br />
Ich verlier mich Stück für Stück.<br />
So konnte es nicht länger bleiben.<br />
<br />
Ich muß erst zu mir zurück.<br />
Gern würd ich dir anders schreiben<br />
Wie dem auch sei – ich wünsch dir Glück.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Trau nicht allem was ich schwöre]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36071</link>
			<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 08:10:07 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=36071</guid>
			<description><![CDATA[Trau nicht allem was ich schwöre:<br />
wenig liegt in meiner Hand.<br />
Versprich mir nichts, denn mein Verstand<br />
sieht nur die Fallen, ich gehöre<br />
<br />
nicht zu den Korallenfischen,<br />
bunt und nesselresistent.<br />
Leicht, wo mich noch keiner kennt<br />
meine Spuren zu verwischen.<br />
<br />
Pandorra kam und sie ersann<br />
mein Glück, bevor sie es vergießt<br />
und gibt mir nun fünf weiche Zeichen.<br />
<br />
Ich nehme sie und schreib sodann,<br />
nach Engel, Putte, Sonne, Biest<br />
ein altes Wort, es dir zu reichen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Trau nicht allem was ich schwöre:<br />
wenig liegt in meiner Hand.<br />
Versprich mir nichts, denn mein Verstand<br />
sieht nur die Fallen, ich gehöre<br />
<br />
nicht zu den Korallenfischen,<br />
bunt und nesselresistent.<br />
Leicht, wo mich noch keiner kennt<br />
meine Spuren zu verwischen.<br />
<br />
Pandorra kam und sie ersann<br />
mein Glück, bevor sie es vergießt<br />
und gibt mir nun fünf weiche Zeichen.<br />
<br />
Ich nehme sie und schreib sodann,<br />
nach Engel, Putte, Sonne, Biest<br />
ein altes Wort, es dir zu reichen.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
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