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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Autoren D]]></title>
		<link>https://sonett.fontane-place.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett.fontane-place.de]]></description>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 17:23:22 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Delle Grazie, Marie Eugenie: An den Geliebten]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30637</link>
			<pubDate>Fri, 19 Sep 2025 09:20:01 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30637</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Marie Eugenie Delle Grazie</span><br />
1864 - 1931<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An den Geliebten</span><br />
<br />
O wärst Du mir doch ewig fern geblieben,<br />
O hätte Dich mein Auge nie gesehen,<br />
Hätt' nie gelauscht ich Deinem süßen Flehen,<br />
Und nie ein Wort von Liebe Dir geschrieben.<br />
<br />
Denn ach, ich fühl's, was mich zu Dir getrieben,<br />
War nur der Schönheit zaubermächt'ges Wehen;<br />
Gleich ahnte ich: Du wirst mich nie verstehen,<br />
Und dennoch, dennoch mußte ich Dich lieben!<br />
<br />
Nur wenn von glüh'nder Liebe ganz durchdrungen,<br />
Das Herz des schönen Weibes sich erschließet,<br />
Verstehst Du mich von gleicher Macht bezwungen,<br />
<br />
Doch wenn mein Glück in gold'ne Reime fließet,<br />
Hörst Du mir zu so fremd, so nothgedrungen,<br />
Daß kalt das Herz der Dichterin sich schließet. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Marie Eugenie Delle Grazie</span><br />
1864 - 1931<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An den Geliebten</span><br />
<br />
O wärst Du mir doch ewig fern geblieben,<br />
O hätte Dich mein Auge nie gesehen,<br />
Hätt' nie gelauscht ich Deinem süßen Flehen,<br />
Und nie ein Wort von Liebe Dir geschrieben.<br />
<br />
Denn ach, ich fühl's, was mich zu Dir getrieben,<br />
War nur der Schönheit zaubermächt'ges Wehen;<br />
Gleich ahnte ich: Du wirst mich nie verstehen,<br />
Und dennoch, dennoch mußte ich Dich lieben!<br />
<br />
Nur wenn von glüh'nder Liebe ganz durchdrungen,<br />
Das Herz des schönen Weibes sich erschließet,<br />
Verstehst Du mich von gleicher Macht bezwungen,<br />
<br />
Doch wenn mein Glück in gold'ne Reime fließet,<br />
Hörst Du mir zu so fremd, so nothgedrungen,<br />
Daß kalt das Herz der Dichterin sich schließet. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Delle Grazie, Marie Eugenie: Im Traum]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30636</link>
			<pubDate>Wed, 17 Sep 2025 09:07:56 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30636</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Marie Eugenie Delle Grazie</span><br />
1864 - 1931<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Im Traum</span><br />
<br />
Im Traum oft nahen mir die alten Zeiten,<br />
Dann schwindet all' mein Sehnen, all' mein Bangen,<br />
Von Deinen Armen liebevoll umfangen,<br />
Seh' ich wie ehmals durch den Wald mich schreiten.<br />
<br />
Die stämm'gen Eichen rauschen auf und breiten<br />
Ihr Laubdach über uns mit grünem Prangen,<br />
Die wilden Rosen selbst mit glüh'nden Wangen<br />
Steh'n duftend noch am Waldweg wie vor Zeiten.<br />
<br />
Die kleine Nachtigall singt noch im Flieder,<br />
Das wogt so liebestrunken auf und nieder,<br />
Das schallt so wonnig durch die grünen Weiten,<br />
<br />
Das klingt so süß, die Herzen zu berücken;<br />
Wir bleiben steh'n und lauschen mit Entzücken<br />
Und wissen uns das traute Lied zu deuten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Marie Eugenie Delle Grazie</span><br />
1864 - 1931<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Im Traum</span><br />
<br />
Im Traum oft nahen mir die alten Zeiten,<br />
Dann schwindet all' mein Sehnen, all' mein Bangen,<br />
Von Deinen Armen liebevoll umfangen,<br />
Seh' ich wie ehmals durch den Wald mich schreiten.<br />
<br />
Die stämm'gen Eichen rauschen auf und breiten<br />
Ihr Laubdach über uns mit grünem Prangen,<br />
Die wilden Rosen selbst mit glüh'nden Wangen<br />
Steh'n duftend noch am Waldweg wie vor Zeiten.<br />
<br />
Die kleine Nachtigall singt noch im Flieder,<br />
Das wogt so liebestrunken auf und nieder,<br />
Das schallt so wonnig durch die grünen Weiten,<br />
<br />
Das klingt so süß, die Herzen zu berücken;<br />
Wir bleiben steh'n und lauschen mit Entzücken<br />
Und wissen uns das traute Lied zu deuten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dräxler-Manfred, Carl Ferdinand: Vereinigt]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30065</link>
			<pubDate>Fri, 14 Jun 2024 09:03:56 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30065</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Carl Ferdinand Dräxler-Manfred</span><br />
1806 - 1879<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vereinigt</span><br />
<br />
Vereinigt - schönes Wort! - in Eins verbunden,<br />
Daß eng verschlungen Leben hängt an Leben,<br />
Daß Geist und Leib mitsammen sich verweben<br />
Und nirgend doch die Fessel wird empfunden.<br />
<br />
O Seligkeit in ungezählten Stunden,<br />
Wo alle Fasern fest zusammenstreben,<br />
Nicht ahnend wie sie innig sich ergeben,<br />
Bis sie ereilt sind von der Trennung Wunden.<br />
<br />
Das war ein schöner Baum, im reichen Segen<br />
Von Zweig und Blatt dem Himmel zugewendet,<br />
An innrer Kraft gar vielen überlegen;<br />
<br />
Da kommt ein Blitz aus Wolken hergesendet<br />
Und liefert an die Beile ihn und Sägen,<br />
Daß der zerspaltne Riese kläglich endet.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Carl Ferdinand Dräxler-Manfred</span><br />
1806 - 1879<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vereinigt</span><br />
<br />
Vereinigt - schönes Wort! - in Eins verbunden,<br />
Daß eng verschlungen Leben hängt an Leben,<br />
Daß Geist und Leib mitsammen sich verweben<br />
Und nirgend doch die Fessel wird empfunden.<br />
<br />
O Seligkeit in ungezählten Stunden,<br />
Wo alle Fasern fest zusammenstreben,<br />
Nicht ahnend wie sie innig sich ergeben,<br />
Bis sie ereilt sind von der Trennung Wunden.<br />
<br />
Das war ein schöner Baum, im reichen Segen<br />
Von Zweig und Blatt dem Himmel zugewendet,<br />
An innrer Kraft gar vielen überlegen;<br />
<br />
Da kommt ein Blitz aus Wolken hergesendet<br />
Und liefert an die Beile ihn und Sägen,<br />
Daß der zerspaltne Riese kläglich endet.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dräxler-Manfred, Carl Ferdinand: Nachklang]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30064</link>
			<pubDate>Sat, 08 Jun 2024 00:28:17 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30064</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Carl Ferdinand Dräxler-Manfred</span><br />
1806 - 1879<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nachklang</span><br />
<br />
Wenn an der Erde Lenz vorüberschreitet,<br />
Ihr Leid mit seinen Freuden wegzuscherzen,<br />
Da tauchen allenthalben Blumenkerzen<br />
Empor, als Feierglanz ihm zubereitet.<br />
<br />
Und wenn dein Bild an mir vorübergleitet,<br />
Und deine Augen, heilend alle Schmerzen,<br />
Da wuchern Lieder auf in meinem Herzen,<br />
Als Kranz um deinen Schönheitglanz verbreitet.<br />
<br />
Die Blumen, die im Lenz herangeschossen,<br />
Sie sind ein Segen seiner milden Sonne,<br />
Und neigen dankbar zu ihr alle Triebe;<br />
<br />
Die Lieder, die aus meiner Brust gesprossen,<br />
Ein reiches Denkmal sind sie stiller Wonne,<br />
Ein lauter Jubel einer sel'gen Liebe.<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Carl Ferdinand Dräxler-Manfred</span><br />
1806 - 1879<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nachklang</span><br />
<br />
Wenn an der Erde Lenz vorüberschreitet,<br />
Ihr Leid mit seinen Freuden wegzuscherzen,<br />
Da tauchen allenthalben Blumenkerzen<br />
Empor, als Feierglanz ihm zubereitet.<br />
<br />
Und wenn dein Bild an mir vorübergleitet,<br />
Und deine Augen, heilend alle Schmerzen,<br />
Da wuchern Lieder auf in meinem Herzen,<br />
Als Kranz um deinen Schönheitglanz verbreitet.<br />
<br />
Die Blumen, die im Lenz herangeschossen,<br />
Sie sind ein Segen seiner milden Sonne,<br />
Und neigen dankbar zu ihr alle Triebe;<br />
<br />
Die Lieder, die aus meiner Brust gesprossen,<br />
Ein reiches Denkmal sind sie stiller Wonne,<br />
Ein lauter Jubel einer sel'gen Liebe.<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dräxler-Manfred, Carl Ferdinand: Wehmut]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30063</link>
			<pubDate>Thu, 06 Jun 2024 09:41:14 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30063</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Carl Ferdinand Dräxler-Manfred</span><br />
1806 - 1879<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wehmuth</span><br />
<br />
Ich küßte dich in sel'gen Augenblicken,<br />
Da faßte Wehmuth mich und stilles Weinen,<br />
Daß diese Lippen ewig nicht die meinen,<br />
Wehmuth, die durch kein Gleichniß auszudrücken.<br />
<br />
Denn wenn der Goldschmid sich von seinen Stücken<br />
Verkaufend trennt, von seinen Edelsteinen,<br />
Mag er sie immer nennen noch die seinen,<br />
Weil er zu formen sie gewußt, zu schmücken.<br />
<br />
Mich aber drückt, wenn ich mich von dir trenne,<br />
Ein ewiges Entbehren und ein Darben;<br />
Und nicht einmal ein Zeichen deinem Munde<br />
<br />
Vermag ich aufzudrücken, daß man kenne,<br />
Was meine Lippen einst von dir erwarben,<br />
Und wie dein Herz mit meinem war im Bunde.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Carl Ferdinand Dräxler-Manfred</span><br />
1806 - 1879<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wehmuth</span><br />
<br />
Ich küßte dich in sel'gen Augenblicken,<br />
Da faßte Wehmuth mich und stilles Weinen,<br />
Daß diese Lippen ewig nicht die meinen,<br />
Wehmuth, die durch kein Gleichniß auszudrücken.<br />
<br />
Denn wenn der Goldschmid sich von seinen Stücken<br />
Verkaufend trennt, von seinen Edelsteinen,<br />
Mag er sie immer nennen noch die seinen,<br />
Weil er zu formen sie gewußt, zu schmücken.<br />
<br />
Mich aber drückt, wenn ich mich von dir trenne,<br />
Ein ewiges Entbehren und ein Darben;<br />
Und nicht einmal ein Zeichen deinem Munde<br />
<br />
Vermag ich aufzudrücken, daß man kenne,<br />
Was meine Lippen einst von dir erwarben,<br />
Und wie dein Herz mit meinem war im Bunde.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dräxler-Manfred, Carl Ferdinand: Die Reine Liebe]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30062</link>
			<pubDate>Wed, 03 Apr 2024 08:14:38 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30062</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Carl Ferdinand Dräxler-Manfred</span><br />
1806 - 1879<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Die reine Liebe</span><br />
<br />
Der reinen Liebe ist das ganze Leben<br />
Rings aufgethan gleich einem offnen Buche,<br />
Sie weiß mit ihrem frommen Zauberspruche<br />
Sich über Welt und Zeit hinwegzuheben.<br />
<br />
Sie schmückt die Kinder, die ihr sind gegeben,<br />
Die Wünsche, mit der Hoffnung grünem Tuche,<br />
Und späht, als ob sie ew'gen Frühling suche,<br />
In der Natur geheimnißvolles Weben.<br />
<br />
Sie sucht die Seele, die mit ihr sich gatte,<br />
Und prüft sie mit den Strahlen ihres Blickes;<br />
Sie wandelt, ohne daß sie je ermatte,<br />
<br />
Ein Pilger nach dem Orient des Glückes;<br />
Sie schwimmt auf einem blanken Lilienblatte<br />
Rein durch das Meer des irdischen Geschickes.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Carl Ferdinand Dräxler-Manfred</span><br />
1806 - 1879<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Die reine Liebe</span><br />
<br />
Der reinen Liebe ist das ganze Leben<br />
Rings aufgethan gleich einem offnen Buche,<br />
Sie weiß mit ihrem frommen Zauberspruche<br />
Sich über Welt und Zeit hinwegzuheben.<br />
<br />
Sie schmückt die Kinder, die ihr sind gegeben,<br />
Die Wünsche, mit der Hoffnung grünem Tuche,<br />
Und späht, als ob sie ew'gen Frühling suche,<br />
In der Natur geheimnißvolles Weben.<br />
<br />
Sie sucht die Seele, die mit ihr sich gatte,<br />
Und prüft sie mit den Strahlen ihres Blickes;<br />
Sie wandelt, ohne daß sie je ermatte,<br />
<br />
Ein Pilger nach dem Orient des Glückes;<br />
Sie schwimmt auf einem blanken Lilienblatte<br />
Rein durch das Meer des irdischen Geschickes.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Drexel, Anton: Das Lied]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28563</link>
			<pubDate>Mon, 22 Jan 2024 08:12:17 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28563</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anton Drexel</span><br />
1753 - 1830<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Lied.</span><br />
<br />
Das Lied ertönt in ehrfurchtsvollen Hallen,<br />
Ertönt vom Knaben in dem Hirtenkleide, <br />
Das Lied erhebt beim Freundschaftsmahl die Freude, <br />
Um Liede hat der Held sein Wohlgefallen. <br />
<br />
Mit reinen, luftgefüllten Liedern malen<br />
Ihr Glück die Dichter, fern vom schwarzen Neide; <br />
Das Lied gibt Linderung im schwersten Leide, <br />
und kennet nicht des Eigendünkels Prahlen. <br />
<br />
und alle Völker, alle Fürsten Throne. <br />
    Verewigten sich nur im zarten Liede; <br />
    Den Dichter lohnte eine Lorberkrone! <br />
<br />
Tönt gleich das Lied nur froh aus dem Gemüthe, <br />
    Des Liedes Luft soll Jedermann beneiden, <br />
  Nur hohle Köpfe mögen es vermeiden. <br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anton Drexel</span><br />
1753 - 1830<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Lied.</span><br />
<br />
Das Lied ertönt in ehrfurchtsvollen Hallen,<br />
Ertönt vom Knaben in dem Hirtenkleide, <br />
Das Lied erhebt beim Freundschaftsmahl die Freude, <br />
Um Liede hat der Held sein Wohlgefallen. <br />
<br />
Mit reinen, luftgefüllten Liedern malen<br />
Ihr Glück die Dichter, fern vom schwarzen Neide; <br />
Das Lied gibt Linderung im schwersten Leide, <br />
und kennet nicht des Eigendünkels Prahlen. <br />
<br />
und alle Völker, alle Fürsten Throne. <br />
    Verewigten sich nur im zarten Liede; <br />
    Den Dichter lohnte eine Lorberkrone! <br />
<br />
Tönt gleich das Lied nur froh aus dem Gemüthe, <br />
    Des Liedes Luft soll Jedermann beneiden, <br />
  Nur hohle Köpfe mögen es vermeiden. <br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Drexel, Anton: Der gute und böse Geist des Menschen]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28562</link>
			<pubDate>Sat, 20 Jan 2024 02:27:57 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28562</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anton Drexel</span><br />
1753 - 1830<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der gute und böse Geist des Menschen</span><br />
<br />
Zwei starke Geister wirken uns zur Seite,<br />
Der Eine will uns in das Unglück stürzen, <br />
Des Lebens Lust mit Bitterkeit verkürzen, <br />
und geben der Verzweiflung uns zur Beute; <br />
<br />
Der Andere erwählet uns zur Freude,<br />
Daß unsre Tage sich mit Liebe würzen, <br />
Die Horen leicht zum Tanz' um uns sich schürzen, <br />
Und Tugend uns mit Trost ins Grab begleite. <br />
<br />
Sie haben ihren Zweck an mir erreichet:<br />
Der Böse stürzte mich in tausend Sorgen, <br />
und weckte neue Leiden jedem Morgen; <br />
<br />
Der Gute gibt mir Muth zum Kampf im Leiden, <br />
Wenn mir die Hoffnung sorgenlo entweichet, <br />
und gibt im Saitenspiel mir tausend Freuden!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anton Drexel</span><br />
1753 - 1830<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der gute und böse Geist des Menschen</span><br />
<br />
Zwei starke Geister wirken uns zur Seite,<br />
Der Eine will uns in das Unglück stürzen, <br />
Des Lebens Lust mit Bitterkeit verkürzen, <br />
und geben der Verzweiflung uns zur Beute; <br />
<br />
Der Andere erwählet uns zur Freude,<br />
Daß unsre Tage sich mit Liebe würzen, <br />
Die Horen leicht zum Tanz' um uns sich schürzen, <br />
Und Tugend uns mit Trost ins Grab begleite. <br />
<br />
Sie haben ihren Zweck an mir erreichet:<br />
Der Böse stürzte mich in tausend Sorgen, <br />
und weckte neue Leiden jedem Morgen; <br />
<br />
Der Gute gibt mir Muth zum Kampf im Leiden, <br />
Wenn mir die Hoffnung sorgenlo entweichet, <br />
und gibt im Saitenspiel mir tausend Freuden!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dorner, Georg: Die Eremitage bei Michaelfeld]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28560</link>
			<pubDate>Sat, 20 Jan 2024 02:27:45 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28560</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Georg Dorner</span><br />
1807 - <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Eremitage bei Michaelfeld unweit meiner Vaterstadt, <br />
als ich mich allda im Juni 1829 einige Stunden lang verweilte.</span><br />
<br />
Da groll ich zürnend in verlass'nen Räumen,<br />
Die einst die Kunst aus langer Wildniß hob,<br />
Da, wo der Lenz sich Lauben baut', darob<br />
Die Freunde der Natur nun klagend fäumen!<br />
<br />
Empor auf diesen Fels will ich mich bäumen,. <br />
  Auf ihn, der sich gekränkt mir unterschob. <br />
    Fürwahr, die Menschen schändet jedes Lob, <br />
    Die in der Zeit das Göttlichste verträumen! <br />
<br />
Dich, edler Mann! der jüngst mit holdem Blicke <br />
    Der Freude Tempel schuf in dieser Sphäre, <br />
  Dich gäb' uns bald ein großes Herz zurücke! <br />
<br />
Formst Du sie neu, die ländlichen Altäre, <br />
O Freund! dann streu' ich Blumen dem Geschicke, <br />
Wenn ich in diese Gegend wiederkehre., <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Georg Dorner</span><br />
1807 - <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Eremitage bei Michaelfeld unweit meiner Vaterstadt, <br />
als ich mich allda im Juni 1829 einige Stunden lang verweilte.</span><br />
<br />
Da groll ich zürnend in verlass'nen Räumen,<br />
Die einst die Kunst aus langer Wildniß hob,<br />
Da, wo der Lenz sich Lauben baut', darob<br />
Die Freunde der Natur nun klagend fäumen!<br />
<br />
Empor auf diesen Fels will ich mich bäumen,. <br />
  Auf ihn, der sich gekränkt mir unterschob. <br />
    Fürwahr, die Menschen schändet jedes Lob, <br />
    Die in der Zeit das Göttlichste verträumen! <br />
<br />
Dich, edler Mann! der jüngst mit holdem Blicke <br />
    Der Freude Tempel schuf in dieser Sphäre, <br />
  Dich gäb' uns bald ein großes Herz zurücke! <br />
<br />
Formst Du sie neu, die ländlichen Altäre, <br />
O Freund! dann streu' ich Blumen dem Geschicke, <br />
Wenn ich in diese Gegend wiederkehre., <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Deisböck, Joseph: In der Trausnitz zu Landshut.]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28556</link>
			<pubDate>Sat, 20 Jan 2024 02:27:34 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28556</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Deisböck</span><br />
1786 - 1841<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">In der Trausnitz zu Landshut.</span><br />
<br />
Erinnerung an graue Vorzeit wecket<br />
Hier meinen Geift; die Fürsten-Herzen decket<br />
Der lange Schlaf, nur ernst hält die Geschichte <br />
"Die "Thaten noch im Schatten und im Lichte,<br />
<br />
Des Helden Ruhm iit herrlich, denn er strecket<br />
    Sich endlos in die Zeit, sein Ruf beflecket <br />
    Nicht später Nachwelt strenges Vehm: Gerichte, <br />
    Gefeiert und besungen im Gedichte. <br />
<br />
Mein Vaterland! Dein Lorber welket nimmer;<br />
Und gleichst du auch dem leichtbewegten Schwimmer, <br />
Du sankst zurück, nun bist du wieder oben: <br />
<br />
Doch deine Treue war der Fürsten Schimmer; <br />
    Des Volkes Kraft hob ihre Schale immer, <br />
    Damit die Enkel ihre Größe loben. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Deisböck</span><br />
1786 - 1841<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">In der Trausnitz zu Landshut.</span><br />
<br />
Erinnerung an graue Vorzeit wecket<br />
Hier meinen Geift; die Fürsten-Herzen decket<br />
Der lange Schlaf, nur ernst hält die Geschichte <br />
"Die "Thaten noch im Schatten und im Lichte,<br />
<br />
Des Helden Ruhm iit herrlich, denn er strecket<br />
    Sich endlos in die Zeit, sein Ruf beflecket <br />
    Nicht später Nachwelt strenges Vehm: Gerichte, <br />
    Gefeiert und besungen im Gedichte. <br />
<br />
Mein Vaterland! Dein Lorber welket nimmer;<br />
Und gleichst du auch dem leichtbewegten Schwimmer, <br />
Du sankst zurück, nun bist du wieder oben: <br />
<br />
Doch deine Treue war der Fürsten Schimmer; <br />
    Des Volkes Kraft hob ihre Schale immer, <br />
    Damit die Enkel ihre Größe loben. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dorner, Georg: Damons Abschied]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28559</link>
			<pubDate>Thu, 18 Jan 2024 09:01:22 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28559</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Georg Dorner</span><br />
1807 - <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Damons Abschied</span>.<br />
<br />
Leb' wohl, du stille Landschaft meiner Träume !<br />
Du meiner Jugend schönes Wunderbild!<br />
Mit wunder Brust verlaß' ich dein Gefild',' <br />
Mit stummem Herzen grüß ich fremde Räume. <br />
<br />
Ich seh' des lichten Morgens gold'ne Säume, <br />
    Gleich deiner Schönheit wunderbar und mild, <br />
  Wie sie mit Liebesmacht mich überfüllt; <br />
    Ich seh in ihr des Glückes ew'ge Keime.) <br />
<br />
Ein Urtheil ist zu strenge mir gefällt;<br />
Sag' nur, wie soll ich dort die Feffet tragen, <br />
Wo meine Nächte kein Gestirn erhellt? <br />
<br />
In meiner ersten Liebe Schmerzens - Tagen<br />
Gedenk ich deiner wunderschönen Welt,<br />
und meinen Schmerz will ich mir weinend Etagen!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Georg Dorner</span><br />
1807 - <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Damons Abschied</span>.<br />
<br />
Leb' wohl, du stille Landschaft meiner Träume !<br />
Du meiner Jugend schönes Wunderbild!<br />
Mit wunder Brust verlaß' ich dein Gefild',' <br />
Mit stummem Herzen grüß ich fremde Räume. <br />
<br />
Ich seh' des lichten Morgens gold'ne Säume, <br />
    Gleich deiner Schönheit wunderbar und mild, <br />
  Wie sie mit Liebesmacht mich überfüllt; <br />
    Ich seh in ihr des Glückes ew'ge Keime.) <br />
<br />
Ein Urtheil ist zu strenge mir gefällt;<br />
Sag' nur, wie soll ich dort die Feffet tragen, <br />
Wo meine Nächte kein Gestirn erhellt? <br />
<br />
In meiner ersten Liebe Schmerzens - Tagen<br />
Gedenk ich deiner wunderschönen Welt,<br />
und meinen Schmerz will ich mir weinend Etagen!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Deisböck, Joseph: Auf Landshuts Reben-Hügeln.]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28555</link>
			<pubDate>Thu, 18 Jan 2024 09:01:12 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28555</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Deisböck</span><br />
1786 - 1841<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Auf Landshuts Reben-Hügeln.</span><br />
<br />
Du schönes Laub, das mich so oft entzückte,<br />
Wenn es der Franken Hügel - Reihen schmückte, <br />
Im Frühlings- Kranz, auf immer heitern Gauen, <br />
Wo in dem Hain die Nachtigallen bauen. <br />
<br />
Benn schon die erste Blüte mich beglückte, <br />
    Die erste Beere, welche weich sich drückte, <br />
    Indeß von tausend Blumen Perlen thauen, <br />
    Wie herrlich war dieß Alles anzuschauen! <br />
<br />
Hier finde ich in holder Menge wieder<br />
Der Fluren Reiz, des Waldes füsse Lieder, <br />
Des Vaterlandes Reichthum, Pracht und Güte. <br />
<br />
Die Königsstadt hat wenig solchen Flieder,<br />
Doch senken andre Blumen sanft sich nieder: <br />
Dort naht die Kunst, des Lebens höchste Blüte. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Deisböck</span><br />
1786 - 1841<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Auf Landshuts Reben-Hügeln.</span><br />
<br />
Du schönes Laub, das mich so oft entzückte,<br />
Wenn es der Franken Hügel - Reihen schmückte, <br />
Im Frühlings- Kranz, auf immer heitern Gauen, <br />
Wo in dem Hain die Nachtigallen bauen. <br />
<br />
Benn schon die erste Blüte mich beglückte, <br />
    Die erste Beere, welche weich sich drückte, <br />
    Indeß von tausend Blumen Perlen thauen, <br />
    Wie herrlich war dieß Alles anzuschauen! <br />
<br />
Hier finde ich in holder Menge wieder<br />
Der Fluren Reiz, des Waldes füsse Lieder, <br />
Des Vaterlandes Reichthum, Pracht und Güte. <br />
<br />
Die Königsstadt hat wenig solchen Flieder,<br />
Doch senken andre Blumen sanft sich nieder: <br />
Dort naht die Kunst, des Lebens höchste Blüte. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Drexel, Anton: Amor und Bachus]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28561</link>
			<pubDate>Tue, 16 Jan 2024 09:15:42 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28561</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anton Drexel</span><br />
1753 - 1830<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Amor und Bachus</span><br />
<br />
Wer Amor sei, sagt mir Anakreon,<br />
Zeigt Bacchus mir, den fröhlichen Gesellen;<br />
Sie beide find der Menschen Freudenquellen,<br />
und sprechen dreist dem Gold' und Hochmuth Hohn.<br />
<br />
Die Liebe ist der Liebe süßer Lohn!<br />
Wo Scherze sich mit Bacchus zart vermählen, <br />
Da wird es nie an Amoretten fehlen; <br />
Denn Venus folget willig ihrem Sohn'. <br />
<br />
Weil Bacchus Amorn in Gesellschaft ziehet, <br />
Und ich bem Bacchus täglich Opfer bringe, <br />
und Beide so in mein Gefolge zwinge,<br />
<br />
Ift's wunderbar, daß mir das Herz erglühet, <br />
    Bei Wein und Lieb' ich frohe Lieder singe, <br />
  Und Traurigkeit und Rache von mir fliehet? <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anton Drexel</span><br />
1753 - 1830<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Amor und Bachus</span><br />
<br />
Wer Amor sei, sagt mir Anakreon,<br />
Zeigt Bacchus mir, den fröhlichen Gesellen;<br />
Sie beide find der Menschen Freudenquellen,<br />
und sprechen dreist dem Gold' und Hochmuth Hohn.<br />
<br />
Die Liebe ist der Liebe süßer Lohn!<br />
Wo Scherze sich mit Bacchus zart vermählen, <br />
Da wird es nie an Amoretten fehlen; <br />
Denn Venus folget willig ihrem Sohn'. <br />
<br />
Weil Bacchus Amorn in Gesellschaft ziehet, <br />
Und ich bem Bacchus täglich Opfer bringe, <br />
und Beide so in mein Gefolge zwinge,<br />
<br />
Ift's wunderbar, daß mir das Herz erglühet, <br />
    Bei Wein und Lieb' ich frohe Lieder singe, <br />
  Und Traurigkeit und Rache von mir fliehet? <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dorner, Georg: Doris Klage]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28558</link>
			<pubDate>Tue, 16 Jan 2024 09:15:26 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28558</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Georg Dorner</span><br />
1807 - <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Doris Klage.</span><br />
<br />
Umsonst such' ich auf seiner Heimat Wegen;<br />
Weit hinter jenen Bergen liegt das Land, <br />
Wo er die Wiege seiner Leiden fand, <br />
Wo seine Wunden süße Träume pflegen. <br />
<br />
Ich weiß, sein Herz schlug immer mir entgegen,<br />
Ich war der Stern, an den fein Aug' fich band, <br />
Die Freundin, die der Liebe Thräne kannt', <br />
In seiner Sehnsucht unschuldvollem Regen. <br />
<br />
Nur wissen durft' er nicht, was ich ihm war; <br />
    Ein bitteres Verhängniß hieß mich schweigen. <br />
    Doch still! Jenseits der Welt, wo sonnenklar <br />
<br />
Die Geister aus dem Mutterlande steigen,<br />
Wird ihm auch meine Liebe offenbar<br />
Darf ich ihm auch ein Herz voll Wunden zeigen!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Georg Dorner</span><br />
1807 - <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Doris Klage.</span><br />
<br />
Umsonst such' ich auf seiner Heimat Wegen;<br />
Weit hinter jenen Bergen liegt das Land, <br />
Wo er die Wiege seiner Leiden fand, <br />
Wo seine Wunden süße Träume pflegen. <br />
<br />
Ich weiß, sein Herz schlug immer mir entgegen,<br />
Ich war der Stern, an den fein Aug' fich band, <br />
Die Freundin, die der Liebe Thräne kannt', <br />
In seiner Sehnsucht unschuldvollem Regen. <br />
<br />
Nur wissen durft' er nicht, was ich ihm war; <br />
    Ein bitteres Verhängniß hieß mich schweigen. <br />
    Doch still! Jenseits der Welt, wo sonnenklar <br />
<br />
Die Geister aus dem Mutterlande steigen,<br />
Wird ihm auch meine Liebe offenbar<br />
Darf ich ihm auch ein Herz voll Wunden zeigen!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Deisböck, Joseph: Maria Aich bei München]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28554</link>
			<pubDate>Tue, 16 Jan 2024 09:15:10 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=28554</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Deisböck</span><br />
1786 - 1841<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Maria Aich bei München.</span><br />
<br />
Mein Eichenhain! mein Heiligthum auf Erden ! <br />
   Wie warst du doch in Trauer und Beschwerden, <br />
    Die mich in ferner Einsamkeit getroffen, <br />
Der Sehnsucht Ziel, mein Wünschen und mein Hoffen. <br />
<br />
Ich wust es wohl, mir mußte Hilfe werden,<br />
So sehr sich auch des Geistes Leiden mehrten, <br />
Zur schwersten Prüfung meiner Lebens - Stroffen : <br />
Der Mutter Schooß blieb ja dem Frommen offen! <br />
<br />
Darum hat auch mein Glaube Heil gefunden,<br />
    Und jener Sturm ist glücklich überwunden; <br />
    Nur Freuden-Thränen negen noch die Wangen. <br />
<br />
Von diesem Laub' sei mir ein Kranz gebunden; <br />
    Ich preise nunmehr meines Schicksals Stunden, <br />
    Weil Bayern mich, und dieser Hain umfangen. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Deisböck</span><br />
1786 - 1841<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Maria Aich bei München.</span><br />
<br />
Mein Eichenhain! mein Heiligthum auf Erden ! <br />
   Wie warst du doch in Trauer und Beschwerden, <br />
    Die mich in ferner Einsamkeit getroffen, <br />
Der Sehnsucht Ziel, mein Wünschen und mein Hoffen. <br />
<br />
Ich wust es wohl, mir mußte Hilfe werden,<br />
So sehr sich auch des Geistes Leiden mehrten, <br />
Zur schwersten Prüfung meiner Lebens - Stroffen : <br />
Der Mutter Schooß blieb ja dem Frommen offen! <br />
<br />
Darum hat auch mein Glaube Heil gefunden,<br />
    Und jener Sturm ist glücklich überwunden; <br />
    Nur Freuden-Thränen negen noch die Wangen. <br />
<br />
Von diesem Laub' sei mir ein Kranz gebunden; <br />
    Ich preise nunmehr meines Schicksals Stunden, <br />
    Weil Bayern mich, und dieser Hain umfangen. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
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