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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Autoren W]]></title>
		<link>https://sonett.fontane-place.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett.fontane-place.de]]></description>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 00:57:16 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Westphalen, Christine: Dem 20sten May 1807]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30589</link>
			<pubDate>Wed, 20 May 2026 00:13:04 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30589</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Christine Westphalen</span><br />
1758 - 1840<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dem 20sten May 1807,</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">am Ufer der Bille</span><br />
<br />
"Welch Wonneleben wird hier ausgespendet!"<br />
Natur, du zeigest dich in Götterpracht!<br />
Die blüh'nde Erde, wie der Himmel, lacht!<br />
Von Licht und Farbenschmuck bin ich geblendet!<br />
<br />
Wer hat die tausend Düfte uns gesendet?<br />
Wer hat die tausend Leben angefacht?<br />
Es regt sich in der Tiefen dunklem Schacht!<br />
Wer hat der Schöpfung höchsten Reiz vollendet?<br />
<br />
Aus süßen Kehlen tönen Melodieen!<br />
Aus weichen Busen werden Seufzer laut!<br />
Die Klage löst sich auf in Wonnethränen!<br />
<br />
Wer rief die Stimmen? wer dies mächt'ge Sehnen?<br />
Ein junger Gott, der May, den seine Braut,<br />
Die Liebe, weckt, zu reinen Harmonieen!<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Christine Westphalen</span><br />
1758 - 1840<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dem 20sten May 1807,</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">am Ufer der Bille</span><br />
<br />
"Welch Wonneleben wird hier ausgespendet!"<br />
Natur, du zeigest dich in Götterpracht!<br />
Die blüh'nde Erde, wie der Himmel, lacht!<br />
Von Licht und Farbenschmuck bin ich geblendet!<br />
<br />
Wer hat die tausend Düfte uns gesendet?<br />
Wer hat die tausend Leben angefacht?<br />
Es regt sich in der Tiefen dunklem Schacht!<br />
Wer hat der Schöpfung höchsten Reiz vollendet?<br />
<br />
Aus süßen Kehlen tönen Melodieen!<br />
Aus weichen Busen werden Seufzer laut!<br />
Die Klage löst sich auf in Wonnethränen!<br />
<br />
Wer rief die Stimmen? wer dies mächt'ge Sehnen?<br />
Ein junger Gott, der May, den seine Braut,<br />
Die Liebe, weckt, zu reinen Harmonieen!<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wörner, Ursula Anna:Abschied]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30728</link>
			<pubDate>Wed, 01 Oct 2025 05:44:45 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30728</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ursula Anna Wörner</span><br />
1865 - 1911<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Abschied</span><br />
<br />
Du gingst von mir und meine Tränen flossen,<br />
Und in die harten Falten deines Kleides,<br />
Im Schamgefühl des übergroßen Leides,<br />
Verbarg ich mich, und deine Arme schlossen<br />
<br />
Sich noch einmal um mich. Einsam verflossen<br />
Uns lange Jahre. Ach, ein Meer, ein weites,<br />
Durchpflügt dein Schiff mit Kraft; Treuwunsch geleit' es<br />
Zurück, wo Dank und Liebe für dich sprossen.<br />
<br />
Ich will mich emsig schmückten für dein Kommen,<br />
Und Blumen sammeln in der Zeiten Stille,<br />
Die einzig deinem weisen Auge frommen.<br />
<br />
Geduld erblühe mir und reiner Wille,<br />
Daß abgeklärter, milder der Willkommen<br />
Als erst der Abschied dir das Herz erfülle.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ursula Anna Wörner</span><br />
1865 - 1911<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Abschied</span><br />
<br />
Du gingst von mir und meine Tränen flossen,<br />
Und in die harten Falten deines Kleides,<br />
Im Schamgefühl des übergroßen Leides,<br />
Verbarg ich mich, und deine Arme schlossen<br />
<br />
Sich noch einmal um mich. Einsam verflossen<br />
Uns lange Jahre. Ach, ein Meer, ein weites,<br />
Durchpflügt dein Schiff mit Kraft; Treuwunsch geleit' es<br />
Zurück, wo Dank und Liebe für dich sprossen.<br />
<br />
Ich will mich emsig schmückten für dein Kommen,<br />
Und Blumen sammeln in der Zeiten Stille,<br />
Die einzig deinem weisen Auge frommen.<br />
<br />
Geduld erblühe mir und reiner Wille,<br />
Daß abgeklärter, milder der Willkommen<br />
Als erst der Abschied dir das Herz erfülle.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wildenbruch, Ernst von: An Frau Gräfin Kalckreuth geb. Cauer.  1875]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=34576</link>
			<pubDate>Mon, 14 Apr 2025 08:55:16 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=34576</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst von Wildenbruch</span><br />
1845 – 1909<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Frau Gräfin Kalckreuth geb. Cauer.  1875</span><br />
<br />
Dir ward das schöne Erbteil reiner Frauen<br />
In reichem Maße, edle Frau, geschenkt:<br />
Der warme Blick, der sich voll Liebe senkt<br />
Zum Ort, wo Sorge wohnt und Schmerz und Grauen.<br />
 <br />
Darum vermagst Du da hinein zu schauen,<br />
Wo Dunkel herrscht für den, der klug sich denkt,<br />
Ins Herz des Dichters, das sich müht und kränkt.<br />
Dir wird der Dichter gerne sich vertrauen.<br />
<br />
Dir ist er fremd, der Stolz der sichren Herzen,<br />
Die stolz herab auf den Bewegten sehen;<br />
Das Leid verachten, das sie nicht verstehen.<br />
<br />
Du gehst ihm nach mit stillbewegten Blicken,<br />
Des Sängers Lieder, die die Welt entzücken,<br />
Du weißt’s, sie blühen ja aus jenen Schmerzen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst von Wildenbruch</span><br />
1845 – 1909<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Frau Gräfin Kalckreuth geb. Cauer.  1875</span><br />
<br />
Dir ward das schöne Erbteil reiner Frauen<br />
In reichem Maße, edle Frau, geschenkt:<br />
Der warme Blick, der sich voll Liebe senkt<br />
Zum Ort, wo Sorge wohnt und Schmerz und Grauen.<br />
 <br />
Darum vermagst Du da hinein zu schauen,<br />
Wo Dunkel herrscht für den, der klug sich denkt,<br />
Ins Herz des Dichters, das sich müht und kränkt.<br />
Dir wird der Dichter gerne sich vertrauen.<br />
<br />
Dir ist er fremd, der Stolz der sichren Herzen,<br />
Die stolz herab auf den Bewegten sehen;<br />
Das Leid verachten, das sie nicht verstehen.<br />
<br />
Du gehst ihm nach mit stillbewegten Blicken,<br />
Des Sängers Lieder, die die Welt entzücken,<br />
Du weißt’s, sie blühen ja aus jenen Schmerzen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wittorff, Andreas Wilhelm von: Frühlingssonette (2)]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30275</link>
			<pubDate>Sat, 31 Aug 2024 08:11:18 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30275</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Andreas Wilhelm von Wittorff</span><br />
1813 - 1886<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Frühlingssonette<br />
<br />
1.</span><br />
<br />
Lehr' Du mich, Vöglein, Frühlingslieder singen!<br />
In heilger Frühe, schwebend hoch im Lichte,<br />
Saugst Du Begeistr'rung ein zum Lustgedichte,<br />
Zu Erd' und Himmel Deine Töne dringen.<br />
<br />
Regst unermüdlich Deine kleinen Schwingen,<br />
Bist augenblicks entschwunden dem Gesichte -<br />
Doch gern auf Deinen Anblick ich verzichte,<br />
Denn schön're Lieder wirst von dort Du bringen.<br />
<br />
Da bist Du wieder! Von des Himmels Nähe<br />
Sinkst Du auf Deine Flur, Du hast ihr Regen<br />
Und fröhliches Gedeihn herabgeflehet:<br />
<br />
So sinkt der Dichter von des Traumes Höhe<br />
Zu Erdenbahn herab, doch Liebessegen<br />
Tönt fort von Herz zu Herzen unverwehet.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2.</span><br />
<br />
O, ist dies Herz noch Frühlingsfreuden offen?<br />
Du Wunderarzt vom Himmel uns gesendet,<br />
Hab Dank! Du hast die schwere Kur vollendet,<br />
Und wieder kann ich weinen, lieben, hoffen!<br />
<br />
Und Leben saug' ich ein aus tausend Stoffen,<br />
Von dem das öde Herz sich lang gewendet;<br />
Berauscht vom süßen Duft, den Du gespendet,<br />
Wähnt noch mein Herz zu träumen, süß betroffen.<br />
<br />
Dir denn zum Ruhme, segensvoller Knabe,<br />
Soll sich mein Herz in Liedern froh entfalten,<br />
Zu viel, zu viel für eines Menschen Busen!<br />
<br />
Kalliope, Du liebste mir der Musen,<br />
Sei mit mir! Laß im Worte nicht erkalten<br />
Was ich so warm, so tief empfunden habe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Andreas Wilhelm von Wittorff</span><br />
1813 - 1886<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Frühlingssonette<br />
<br />
1.</span><br />
<br />
Lehr' Du mich, Vöglein, Frühlingslieder singen!<br />
In heilger Frühe, schwebend hoch im Lichte,<br />
Saugst Du Begeistr'rung ein zum Lustgedichte,<br />
Zu Erd' und Himmel Deine Töne dringen.<br />
<br />
Regst unermüdlich Deine kleinen Schwingen,<br />
Bist augenblicks entschwunden dem Gesichte -<br />
Doch gern auf Deinen Anblick ich verzichte,<br />
Denn schön're Lieder wirst von dort Du bringen.<br />
<br />
Da bist Du wieder! Von des Himmels Nähe<br />
Sinkst Du auf Deine Flur, Du hast ihr Regen<br />
Und fröhliches Gedeihn herabgeflehet:<br />
<br />
So sinkt der Dichter von des Traumes Höhe<br />
Zu Erdenbahn herab, doch Liebessegen<br />
Tönt fort von Herz zu Herzen unverwehet.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2.</span><br />
<br />
O, ist dies Herz noch Frühlingsfreuden offen?<br />
Du Wunderarzt vom Himmel uns gesendet,<br />
Hab Dank! Du hast die schwere Kur vollendet,<br />
Und wieder kann ich weinen, lieben, hoffen!<br />
<br />
Und Leben saug' ich ein aus tausend Stoffen,<br />
Von dem das öde Herz sich lang gewendet;<br />
Berauscht vom süßen Duft, den Du gespendet,<br />
Wähnt noch mein Herz zu träumen, süß betroffen.<br />
<br />
Dir denn zum Ruhme, segensvoller Knabe,<br />
Soll sich mein Herz in Liedern froh entfalten,<br />
Zu viel, zu viel für eines Menschen Busen!<br />
<br />
Kalliope, Du liebste mir der Musen,<br />
Sei mit mir! Laß im Worte nicht erkalten<br />
Was ich so warm, so tief empfunden habe.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wöstermayr, Ignatz von Loyola: Hoffnung]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26677</link>
			<pubDate>Sat, 23 Dec 2023 09:41:50 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26677</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ignaz von Loyola Wöstermayr </span><br />
1781 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hoffnung</span><br />
<br />
Du Himmelstochter, Hoffnung, steig', o Hehre!<br />
Hernieder, füll' des Herzens düst're Leere!<br />
Du Trost, wenn Glück und Schicksal Freuden logen!<br />
Du Labsal uns, vom Gram und Schmerz gebogen!<br />
<br />
Auf dich gestützt, vertraut dem weiten Meere<br />
Der kühne Schiffer Leben, Gut und Fähre;<br />
Du winkest Fried' auf hochgethürmten Wogen,<br />
Und Ruh', würd' er zum tiefsten Grund gezogen.<br />
<br />
Und wenn der Kummer auch den Busen enget,<br />
Des Unglücks Härte mächtig uns bedränget,<br />
Und Wermuth in des Lebens Becher menget;<br />
<br />
Wirst du, o süße Hoffnung, Lust uns fächeln;<br />
Ja, du entlockst noch bei des Todes Röcheln<br />
Dem Scheidenden ein sanftes Wonnelächeln. -<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ignaz von Loyola Wöstermayr </span><br />
1781 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hoffnung</span><br />
<br />
Du Himmelstochter, Hoffnung, steig', o Hehre!<br />
Hernieder, füll' des Herzens düst're Leere!<br />
Du Trost, wenn Glück und Schicksal Freuden logen!<br />
Du Labsal uns, vom Gram und Schmerz gebogen!<br />
<br />
Auf dich gestützt, vertraut dem weiten Meere<br />
Der kühne Schiffer Leben, Gut und Fähre;<br />
Du winkest Fried' auf hochgethürmten Wogen,<br />
Und Ruh', würd' er zum tiefsten Grund gezogen.<br />
<br />
Und wenn der Kummer auch den Busen enget,<br />
Des Unglücks Härte mächtig uns bedränget,<br />
Und Wermuth in des Lebens Becher menget;<br />
<br />
Wirst du, o süße Hoffnung, Lust uns fächeln;<br />
Ja, du entlockst noch bei des Todes Röcheln<br />
Dem Scheidenden ein sanftes Wonnelächeln. -<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wöstermayr, Ignatz von Loyola: Glaube]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26676</link>
			<pubDate>Wed, 20 Dec 2023 01:14:06 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26676</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ignaz von Loyola Wöstermayr </span><br />
1781 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Glaube</span><br />
<br />
Was schwingt den Greif, gelöst vom Erdenstaube,<br />
Weit über Wolken, Sterne, Mond und Sonne<br />
Hinauf zu seines Gottes Strahlenthrone?<br />
Es ist des Sterblichen bewährter Glaube.<br />
<br />
Wird selbst dem Feuer einst das All zum Raube,<br />
Zerstäubt den Erdball mit des Donners Tone,<br />
Herrscht Chaosnacht dem Sonnenlicht zum Hohne;<br />
Ihm winkt der Palmenkranz mit grünem Laube.<br />
<br />
Wer wahrhaft glaubt, kennt nicht Unmöglichkeiten.<br />
Er wagt, versucht, vollführt mit hohen Freuden;<br />
Was keiner ahnt, ist Glaubenden gelungen.<br />
<br />
Ja, süße, unnennbare Seligkeiten<br />
Wird einst dein fester Glaube dir bereiten,<br />
Bist du vom Staub' zum Lichte durchgedrungen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ignaz von Loyola Wöstermayr </span><br />
1781 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Glaube</span><br />
<br />
Was schwingt den Greif, gelöst vom Erdenstaube,<br />
Weit über Wolken, Sterne, Mond und Sonne<br />
Hinauf zu seines Gottes Strahlenthrone?<br />
Es ist des Sterblichen bewährter Glaube.<br />
<br />
Wird selbst dem Feuer einst das All zum Raube,<br />
Zerstäubt den Erdball mit des Donners Tone,<br />
Herrscht Chaosnacht dem Sonnenlicht zum Hohne;<br />
Ihm winkt der Palmenkranz mit grünem Laube.<br />
<br />
Wer wahrhaft glaubt, kennt nicht Unmöglichkeiten.<br />
Er wagt, versucht, vollführt mit hohen Freuden;<br />
Was keiner ahnt, ist Glaubenden gelungen.<br />
<br />
Ja, süße, unnennbare Seligkeiten<br />
Wird einst dein fester Glaube dir bereiten,<br />
Bist du vom Staub' zum Lichte durchgedrungen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Waldau, Max: Nymphaea]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26940</link>
			<pubDate>Sun, 17 Dec 2023 00:26:22 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26940</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Max Waldau                        <br />
</span>(Richard Georg Spiller von Hauenschild)<br />
1825 - 1855<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nymphaea</span><br />
<br />
Vom Himmel ist ein heller Stern gefallwen,<br />
In einem See ist leuchtend er versunken;<br />
Verlodert ist der goldne Himmelsfunken,<br />
Und Wellen, leise rauschen, drüber wallen.<br />
<br />
Doch Blüten schickt er aus den Flutkristallen,<br />
Sie blicken still, von süßer Sehnsucht trunken,<br />
Nach ihren Brüdern, die im Äther prunken<br />
Und selig wandern durch azurne Hallen.<br />
<br />
So sank die Liebe in des Menschen Leben<br />
Und schmückt es froh mit tausend Blütensprossen,<br />
Die aus der eignen Brust zutage streben.<br />
<br />
Sie sehnt sich nach den alten Lichtgenossen,<br />
Doch fühlt sie Himmelsklänge um sich schweben,<br />
Wo Herzen sind, von stillem Glück umflossen.<br />
<br />
 <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Max Waldau                        <br />
</span>(Richard Georg Spiller von Hauenschild)<br />
1825 - 1855<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nymphaea</span><br />
<br />
Vom Himmel ist ein heller Stern gefallwen,<br />
In einem See ist leuchtend er versunken;<br />
Verlodert ist der goldne Himmelsfunken,<br />
Und Wellen, leise rauschen, drüber wallen.<br />
<br />
Doch Blüten schickt er aus den Flutkristallen,<br />
Sie blicken still, von süßer Sehnsucht trunken,<br />
Nach ihren Brüdern, die im Äther prunken<br />
Und selig wandern durch azurne Hallen.<br />
<br />
So sank die Liebe in des Menschen Leben<br />
Und schmückt es froh mit tausend Blütensprossen,<br />
Die aus der eignen Brust zutage streben.<br />
<br />
Sie sehnt sich nach den alten Lichtgenossen,<br />
Doch fühlt sie Himmelsklänge um sich schweben,<br />
Wo Herzen sind, von stillem Glück umflossen.<br />
<br />
 <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wöstermayr, Ignatz von Loyola: An das Vaterland]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26675</link>
			<pubDate>Mon, 11 Dec 2023 01:02:20 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26675</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ignaz von Loyola Wöstermayr </span><br />
1781 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An das Vaterland</span><br />
<br />
Dem ewig theuern, süßen Vaterlande<br />
Erschalle nun des Jubels lauter Klang;<br />
Zu ihm zieht mich ein steter, inn'rer Drang;<br />
An dieses knüpfen fest mich heil'ge Bande.<br />
<br />
Auf den Altar leg' ich im Festgewande<br />
Das Herz, die Hand; mein heißer Dankgesang<br />
Sey ihm geweiht; ich schwöre lebenslang<br />
Ihm Lieb' und Treu' bis zu des Grabes Rande.<br />
<br />
Es schützet kräftig Tage, schirmt mich Nächte,<br />
Verwahrt mir sorgsam Eigenthum und Rechte,<br />
Gewährt mir Unterricht, und Amt und Brod.<br />
<br />
Daß nie ein Feind was wider dich vermöchte,<br />
Und nie die Kraft in deinem Schoße schwächte!<br />
Davor bewahre dich der liebe Gott !! -<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ignaz von Loyola Wöstermayr </span><br />
1781 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An das Vaterland</span><br />
<br />
Dem ewig theuern, süßen Vaterlande<br />
Erschalle nun des Jubels lauter Klang;<br />
Zu ihm zieht mich ein steter, inn'rer Drang;<br />
An dieses knüpfen fest mich heil'ge Bande.<br />
<br />
Auf den Altar leg' ich im Festgewande<br />
Das Herz, die Hand; mein heißer Dankgesang<br />
Sey ihm geweiht; ich schwöre lebenslang<br />
Ihm Lieb' und Treu' bis zu des Grabes Rande.<br />
<br />
Es schützet kräftig Tage, schirmt mich Nächte,<br />
Verwahrt mir sorgsam Eigenthum und Rechte,<br />
Gewährt mir Unterricht, und Amt und Brod.<br />
<br />
Daß nie ein Feind was wider dich vermöchte,<br />
Und nie die Kraft in deinem Schoße schwächte!<br />
Davor bewahre dich der liebe Gott !! -<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Würth, Adam Wilhelm: Wanderschaft-Sonette (5)]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26209</link>
			<pubDate>Tue, 05 Dec 2023 09:11:44 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26209</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Adam Wilhelm Würth</span><br />
1810 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wanderschaft-Sonette<br />
<br />
1. Am Sendlinger-Felde vor München.</span><br />
<br />
Dieß ist die Ebne, dieß die heil'ge Stelle,<br />
Wo Bayerns Treu' ein Denkmal sich erbaut,<br />
Das spät Jahrhunderte noch überschaut,<br />
Das nie verschlungen von des Zeitstroms Schnelle.<br />
<br />
Ihr Söhne Bayerns! Aus der reinsten Quelle<br />
Floß euer Muth. Das Vaterland rief laut,<br />
Laut rief zur Rache auf die todte Braut,<br />
Von Berg zu Berg die Flammeszeichen helle.<br />
<br />
Doch ach! Verrath ward eures Unglücks Schuld!<br />
Verrath hat euch den Lorbeerkranz entrissen!<br />
Der Freiheitsbaum konnt' nicht durch euch ersprießen!<br />
<br />
So streute euch, vom Kampflied eingelullt,<br />
Der Schlachtengott die herben Todeskörner,<br />
So unterm Klang der kriegerischen Hörner.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2. Am Ehrenmale Kaiser Ludwigs<br />
des Bayers ausser Fürstenfeldbruck.</span><br />
<br />
Verwundernd hängt an diesem Monumente<br />
Des Wandrers Blick. Es lebt des Ahnherrn Bild<br />
Der Nachwelt durch des Engels milde Hände,<br />
Im Strahlenkranz' vorstrebend im Gefild!<br />
<br />
Das Bild des Ahnherrn, der bis an sein Ende<br />
Den Kaiserthron mit Tugenden umhüllt, -<br />
Ein Marc Aurel, so weise, gut und mild, -<br />
Ein Cato, wann das Mißgeschick ihn höhnte!<br />
<br />
Ein Held im Männerkrieg und sanft im Frieden,<br />
Lag ihm als heilig stets und übertheuer<br />
Des Volkes Wohl an ruhmgekrönter Brust.<br />
<br />
Drum ward ihm auch ein Tod voll hoher Lust<br />
In eines Landmanns treuem Arm' beschieden:<br />
Drum nennt der Thatenruhm ihn auch - den Bayer.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">3. Vor der Domkirche zu Freising.</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(1829)</span><br />
<br />
Hier, wo Kastanien lauen Schatten nicken,<br />
Die Lüfte sanfter schlagen mit den Flügeln,<br />
Will sich die Schönheit Sterblichen entriegeln:<br />
Ein herrlich Thal ershließt sie unsern Blicken.<br />
<br />
Wie sich die Häusermassen täuschend spiegeln<br />
Im Isarstrom! Wie Münchens Thürme schmücken,<br />
Das Schwesterpaar, hier diesen Waldesrücken!<br />
Welch Duft, wie Rosen, weht von jenen Hügeln!<br />
<br />
Ach! dürft' ich folgen freier Herzenswahl!<br />
Dort, dort in jenen stillen Waldesauen<br />
Würd' ich die kleine Hütte mir erbauen.<br />
<br />
Und Sie würd' ich zum ewig festen Bunde<br />
Einführen in die Segenshall zur Stunde.<br />
Zum Tempe würde uns dieß holde Thal!<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">4. Auf dem Berge bei Ziegersdorf vor Regensburg</span>.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">An meinen Jugendfreund August Greger (1830)</span><br />
<br />
Aurora flieht. Mit seinen Sonnenrossen<br />
Umfährt der Gott die Reize der Natur.<br />
Der Wandrer staunt. Prachtvoll liegt hingegossen<br />
Die vierzehnnam'ge Stadt. Rings Freude nur<br />
<br />
Und Leben, Kraft und Liebe sieht er sprossen<br />
Zu seinen Füssen in der schönsten Flur:<br />
Von Segen Feld und Wiese sind umflossen.<br />
Die Pappel wiegt sich schaukelnd im Azur.<br />
<br />
Sein Ehrenhaupt trägt in die blaue Weite<br />
Der stolze Dom hoch über die Gebäude.<br />
Es streckt die Brücke ihre Riesenglieder.<br />
<br />
Prüfling und Winzer an der Donau prangen,<br />
Maria Ort weckt heiliges Verlangen.<br />
Ich scheide schwer. Wo diese Schönheit wieder?!<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
5. Die König Ludwigs Walhalla<br />
(1832)</span><br />
<br />
Ihr Söhne Teutschlands aus dem Nord und Süden!<br />
Ihr Söhne Teutschlands aus dem West und Osten!<br />
Wollt ihr von Ruhm und Ehre ewig kosten, -<br />
Den Tempel baute Ludwig euch hienieden.<br />
<br />
Euch setzte Er und euern Geistesblüthen<br />
Die Ideale, die in Ihm entsprossten.<br />
Auf denn! Schon viele würd'ge Hände loos'ten!<br />
Reicht hin die Blumen, die in euch erglühten!<br />
<br />
Wie Götterhauch, wenn er die Sonnen kommen,<br />
Die Welten heißt mit Blüthen sich zu schmücken,<br />
Um herrlicher zu schweben in Athomen, -<br />
<br />
So weht durch Ihn für Bayern mild Entzücken.<br />
Für Bayern, sag' ich?! Ach! in Teutschlands Kreisen,<br />
Europa kennt ja lange schon den Weisen!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Adam Wilhelm Würth</span><br />
1810 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wanderschaft-Sonette<br />
<br />
1. Am Sendlinger-Felde vor München.</span><br />
<br />
Dieß ist die Ebne, dieß die heil'ge Stelle,<br />
Wo Bayerns Treu' ein Denkmal sich erbaut,<br />
Das spät Jahrhunderte noch überschaut,<br />
Das nie verschlungen von des Zeitstroms Schnelle.<br />
<br />
Ihr Söhne Bayerns! Aus der reinsten Quelle<br />
Floß euer Muth. Das Vaterland rief laut,<br />
Laut rief zur Rache auf die todte Braut,<br />
Von Berg zu Berg die Flammeszeichen helle.<br />
<br />
Doch ach! Verrath ward eures Unglücks Schuld!<br />
Verrath hat euch den Lorbeerkranz entrissen!<br />
Der Freiheitsbaum konnt' nicht durch euch ersprießen!<br />
<br />
So streute euch, vom Kampflied eingelullt,<br />
Der Schlachtengott die herben Todeskörner,<br />
So unterm Klang der kriegerischen Hörner.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2. Am Ehrenmale Kaiser Ludwigs<br />
des Bayers ausser Fürstenfeldbruck.</span><br />
<br />
Verwundernd hängt an diesem Monumente<br />
Des Wandrers Blick. Es lebt des Ahnherrn Bild<br />
Der Nachwelt durch des Engels milde Hände,<br />
Im Strahlenkranz' vorstrebend im Gefild!<br />
<br />
Das Bild des Ahnherrn, der bis an sein Ende<br />
Den Kaiserthron mit Tugenden umhüllt, -<br />
Ein Marc Aurel, so weise, gut und mild, -<br />
Ein Cato, wann das Mißgeschick ihn höhnte!<br />
<br />
Ein Held im Männerkrieg und sanft im Frieden,<br />
Lag ihm als heilig stets und übertheuer<br />
Des Volkes Wohl an ruhmgekrönter Brust.<br />
<br />
Drum ward ihm auch ein Tod voll hoher Lust<br />
In eines Landmanns treuem Arm' beschieden:<br />
Drum nennt der Thatenruhm ihn auch - den Bayer.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">3. Vor der Domkirche zu Freising.</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(1829)</span><br />
<br />
Hier, wo Kastanien lauen Schatten nicken,<br />
Die Lüfte sanfter schlagen mit den Flügeln,<br />
Will sich die Schönheit Sterblichen entriegeln:<br />
Ein herrlich Thal ershließt sie unsern Blicken.<br />
<br />
Wie sich die Häusermassen täuschend spiegeln<br />
Im Isarstrom! Wie Münchens Thürme schmücken,<br />
Das Schwesterpaar, hier diesen Waldesrücken!<br />
Welch Duft, wie Rosen, weht von jenen Hügeln!<br />
<br />
Ach! dürft' ich folgen freier Herzenswahl!<br />
Dort, dort in jenen stillen Waldesauen<br />
Würd' ich die kleine Hütte mir erbauen.<br />
<br />
Und Sie würd' ich zum ewig festen Bunde<br />
Einführen in die Segenshall zur Stunde.<br />
Zum Tempe würde uns dieß holde Thal!<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">4. Auf dem Berge bei Ziegersdorf vor Regensburg</span>.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">An meinen Jugendfreund August Greger (1830)</span><br />
<br />
Aurora flieht. Mit seinen Sonnenrossen<br />
Umfährt der Gott die Reize der Natur.<br />
Der Wandrer staunt. Prachtvoll liegt hingegossen<br />
Die vierzehnnam'ge Stadt. Rings Freude nur<br />
<br />
Und Leben, Kraft und Liebe sieht er sprossen<br />
Zu seinen Füssen in der schönsten Flur:<br />
Von Segen Feld und Wiese sind umflossen.<br />
Die Pappel wiegt sich schaukelnd im Azur.<br />
<br />
Sein Ehrenhaupt trägt in die blaue Weite<br />
Der stolze Dom hoch über die Gebäude.<br />
Es streckt die Brücke ihre Riesenglieder.<br />
<br />
Prüfling und Winzer an der Donau prangen,<br />
Maria Ort weckt heiliges Verlangen.<br />
Ich scheide schwer. Wo diese Schönheit wieder?!<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
5. Die König Ludwigs Walhalla<br />
(1832)</span><br />
<br />
Ihr Söhne Teutschlands aus dem Nord und Süden!<br />
Ihr Söhne Teutschlands aus dem West und Osten!<br />
Wollt ihr von Ruhm und Ehre ewig kosten, -<br />
Den Tempel baute Ludwig euch hienieden.<br />
<br />
Euch setzte Er und euern Geistesblüthen<br />
Die Ideale, die in Ihm entsprossten.<br />
Auf denn! Schon viele würd'ge Hände loos'ten!<br />
Reicht hin die Blumen, die in euch erglühten!<br />
<br />
Wie Götterhauch, wenn er die Sonnen kommen,<br />
Die Welten heißt mit Blüthen sich zu schmücken,<br />
Um herrlicher zu schweben in Athomen, -<br />
<br />
So weht durch Ihn für Bayern mild Entzücken.<br />
Für Bayern, sag' ich?! Ach! in Teutschlands Kreisen,<br />
Europa kennt ja lange schon den Weisen!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Weichselbaumer, Karl: Der Untersberg]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26615</link>
			<pubDate>Tue, 05 Dec 2023 09:05:32 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26615</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Karl Weichselbaumer</span><br />
1791 - 1871 <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Untersberg</span><br />
<br />
Einst hausten hier verborg'ner Schätze Wächter<br />
Von düsteren, unheimlichen Gestalten,<br />
Oft übten sie verderbende Gewalten,<br />
Oft schreckten sie nur scherzend mit Gelächter;<br />
<br />
Doch auch der kalte, zweifelnde Verächter<br />
Erzitterte, wenn Horn und Trommel schallten,<br />
Und er den ersten Kaiser hier sah walten,<br />
Umgeben von der Schaar der blanken Fechter.<br />
<br />
Wenn jetzt dem Berg' auch Riesen, Zwerge fehlen,<br />
Der ganze Zauber war nicht aufzuheben,<br />
Von schönern Wundern kann der Mund erzählen;<br />
<br />
Es muß sich nun der Marmor selbst beseelen,<br />
In seine Adern dringt ein feurig Leben,<br />
Er eilt als Säul' und Bild zu goldnen Sälen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Karl Weichselbaumer</span><br />
1791 - 1871 <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Untersberg</span><br />
<br />
Einst hausten hier verborg'ner Schätze Wächter<br />
Von düsteren, unheimlichen Gestalten,<br />
Oft übten sie verderbende Gewalten,<br />
Oft schreckten sie nur scherzend mit Gelächter;<br />
<br />
Doch auch der kalte, zweifelnde Verächter<br />
Erzitterte, wenn Horn und Trommel schallten,<br />
Und er den ersten Kaiser hier sah walten,<br />
Umgeben von der Schaar der blanken Fechter.<br />
<br />
Wenn jetzt dem Berg' auch Riesen, Zwerge fehlen,<br />
Der ganze Zauber war nicht aufzuheben,<br />
Von schönern Wundern kann der Mund erzählen;<br />
<br />
Es muß sich nun der Marmor selbst beseelen,<br />
In seine Adern dringt ein feurig Leben,<br />
Er eilt als Säul' und Bild zu goldnen Sälen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wittmann, Joseph Wilhelm: Katholizismus]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26672</link>
			<pubDate>Tue, 05 Dec 2023 09:03:01 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26672</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Wilhelm Wittmann</span><br />
1767 - 1836<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Katholizismus</span><br />
<br />
Den stürmevollen Ocean der Zeiten<br />
Durchruderte ein Schifflein, wohlbehalten,<br />
Auf welchem Zucht und weise Ordnung walten:<br />
Der fromme Glaube baut auf Ewigkeiten,<br />
<br />
Und Wahrheit nicht durch Wahn sich lasset deuten.<br />
Wo sich des Lebens Ströme weit entfalten,<br />
Wird des Vertrauens Wärme nie erkalten,<br />
Und sicher uns zum ew'gen Heile leiten.<br />
<br />
Vernunft mit frommem Glauben ist die Leuchte,<br />
Wenn wir nach Aehnlichwerdung Gottes streben,<br />
Wo heil'ge Demuth übt sich in der Beichte,<br />
<br />
Wo Worte Gottes uns Verzeihung geben.<br />
Die weise Braut des Wahren, Guten, Schönen<br />
Gibt Frieden ihren Töchtern, ihren Söhnen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Wilhelm Wittmann</span><br />
1767 - 1836<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Katholizismus</span><br />
<br />
Den stürmevollen Ocean der Zeiten<br />
Durchruderte ein Schifflein, wohlbehalten,<br />
Auf welchem Zucht und weise Ordnung walten:<br />
Der fromme Glaube baut auf Ewigkeiten,<br />
<br />
Und Wahrheit nicht durch Wahn sich lasset deuten.<br />
Wo sich des Lebens Ströme weit entfalten,<br />
Wird des Vertrauens Wärme nie erkalten,<br />
Und sicher uns zum ew'gen Heile leiten.<br />
<br />
Vernunft mit frommem Glauben ist die Leuchte,<br />
Wenn wir nach Aehnlichwerdung Gottes streben,<br />
Wo heil'ge Demuth übt sich in der Beichte,<br />
<br />
Wo Worte Gottes uns Verzeihung geben.<br />
Die weise Braut des Wahren, Guten, Schönen<br />
Gibt Frieden ihren Töchtern, ihren Söhnen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wöstermayr, Ignatz von Loyola: An I. M. die Königinn Therese]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26674</link>
			<pubDate>Tue, 05 Dec 2023 09:02:43 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26674</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ignaz von Loyola Wöstermayr </span><br />
1781 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An I. M. die Königinn Therese</span><br />
<br />
Einst ruhte die Natur, des Schaffens müde,<br />
Voll Freud' und Lust am weichen Blumenthrone.<br />
Laßt uns, so sprach sie zärtlich, nun die Krone<br />
Der Wesen bilden! und dem Augenliede<br />
<br />
Erstrahlt des Himmels süßer, goldner Friede.<br />
Sie wählt nun, freundlich lächelnd wie die Sonne<br />
Die zarte Tugend, Lieb' und Treu' und Wonne<br />
Am Wohlthun, holde Weiblichkeit und Güte,<br />
<br />
Erhabenheit, Geduld und Sanftmuth, Milde,<br />
Und schuf daraus ein Ideal-Gebilde,<br />
Das sie mit ew'gem, holdem Geist erfüllte.<br />
<br />
Und gierig forschend will die Welt nun lesen<br />
Wer war doch das erhabne, hohe Wesen?<br />
Sie hebt den Schlei'r, und schaut entzückt - Theresen!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ignaz von Loyola Wöstermayr </span><br />
1781 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An I. M. die Königinn Therese</span><br />
<br />
Einst ruhte die Natur, des Schaffens müde,<br />
Voll Freud' und Lust am weichen Blumenthrone.<br />
Laßt uns, so sprach sie zärtlich, nun die Krone<br />
Der Wesen bilden! und dem Augenliede<br />
<br />
Erstrahlt des Himmels süßer, goldner Friede.<br />
Sie wählt nun, freundlich lächelnd wie die Sonne<br />
Die zarte Tugend, Lieb' und Treu' und Wonne<br />
Am Wohlthun, holde Weiblichkeit und Güte,<br />
<br />
Erhabenheit, Geduld und Sanftmuth, Milde,<br />
Und schuf daraus ein Ideal-Gebilde,<br />
Das sie mit ew'gem, holdem Geist erfüllte.<br />
<br />
Und gierig forschend will die Welt nun lesen<br />
Wer war doch das erhabne, hohe Wesen?<br />
Sie hebt den Schlei'r, und schaut entzückt - Theresen!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wiedenmann, Johann Jakob: Auf dem Kirchthurme zu Kalkreuth bei Nürnberg (2)]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26619</link>
			<pubDate>Sat, 02 Dec 2023 08:49:02 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26619</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Johann Jakob Wiedenmann</span><br />
1786 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Auf dem Kirchthurme zu Kalkreuth bei Nürnberg<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Hier steh' ich staunend still. Welch herrliches Erblicken!<br />
Ein Panorama groß und schön liegt unter mir.<br />
Gleich einem Aar schweb' ich im hohen Luftrevier,<br />
Und athme selig paradiesisches Entzücken.<br />
<br />
Die Thäler, rings bekränzt von schöner Berge Rücken,<br />
Sie liegen friedlich da voll Leben, Pracht und Zier,<br />
An Saaten reich, an Fluren glänzend für und für,<br />
Und heitre Orte zahllos Thal und Hügel schmücken.<br />
<br />
Im Ost dort eine Burg, von Süd schaut uns entgegen<br />
Dort unsre Stadt mit ihrer Veste alten Zeit,<br />
Und westlich übern finstern Reichswald hin gelegen<br />
<br />
Ruht eine zweite noch, der Wissenschaft geweiht.<br />
So schau und schau ich fort voll wonnigem Empfinden;<br />
Wer kann in dem Genuß' die Sättigung wohl finden?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Ihr göttlichen Geschenke, Licht und Farb' und Leben!<br />
Im Spiele eurer zauberreichen Allgewalt<br />
Fühlt man, und ahnt den Hauch, der durch das Weltall wallt,<br />
Erfaßt das Herz den Göttlichen, der euch gegeben.<br />
<br />
Und die Gefühle, die sich im Genuß' erheben,<br />
Sie sind ein dankend Lied, das aus dem Herzen hallt,<br />
Die Strahlen von dem Wunderbild', das sich nur malt,<br />
Das auch die kühnsten Ideale nicht erstreben.<br />
<br />
Mir ist so wohl, ich fühle mich so überselig<br />
In diesem unschuldreinen, freudereichen Himmel.<br />
O Erdenleben, Walten, Treiben, toll Getümmel,<br />
<br />
Verstumme ewig! Heute bin ich wunderfröhlich!<br />
Ach! daß dieß selige Gefühl nicht ewig währt!<br />
Der nächste Augenblick, er kömmt - es ist zerstört!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Johann Jakob Wiedenmann</span><br />
1786 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Auf dem Kirchthurme zu Kalkreuth bei Nürnberg<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Hier steh' ich staunend still. Welch herrliches Erblicken!<br />
Ein Panorama groß und schön liegt unter mir.<br />
Gleich einem Aar schweb' ich im hohen Luftrevier,<br />
Und athme selig paradiesisches Entzücken.<br />
<br />
Die Thäler, rings bekränzt von schöner Berge Rücken,<br />
Sie liegen friedlich da voll Leben, Pracht und Zier,<br />
An Saaten reich, an Fluren glänzend für und für,<br />
Und heitre Orte zahllos Thal und Hügel schmücken.<br />
<br />
Im Ost dort eine Burg, von Süd schaut uns entgegen<br />
Dort unsre Stadt mit ihrer Veste alten Zeit,<br />
Und westlich übern finstern Reichswald hin gelegen<br />
<br />
Ruht eine zweite noch, der Wissenschaft geweiht.<br />
So schau und schau ich fort voll wonnigem Empfinden;<br />
Wer kann in dem Genuß' die Sättigung wohl finden?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Ihr göttlichen Geschenke, Licht und Farb' und Leben!<br />
Im Spiele eurer zauberreichen Allgewalt<br />
Fühlt man, und ahnt den Hauch, der durch das Weltall wallt,<br />
Erfaßt das Herz den Göttlichen, der euch gegeben.<br />
<br />
Und die Gefühle, die sich im Genuß' erheben,<br />
Sie sind ein dankend Lied, das aus dem Herzen hallt,<br />
Die Strahlen von dem Wunderbild', das sich nur malt,<br />
Das auch die kühnsten Ideale nicht erstreben.<br />
<br />
Mir ist so wohl, ich fühle mich so überselig<br />
In diesem unschuldreinen, freudereichen Himmel.<br />
O Erdenleben, Walten, Treiben, toll Getümmel,<br />
<br />
Verstumme ewig! Heute bin ich wunderfröhlich!<br />
Ach! daß dieß selige Gefühl nicht ewig währt!<br />
Der nächste Augenblick, er kömmt - es ist zerstört!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Weichselbaumer, Karl: Berchtesgaden]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26616</link>
			<pubDate>Sat, 02 Dec 2023 08:48:47 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26616</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Karl Weichselbaumer</span><br />
1791 - 1871 <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Berchtesgaden</span><br />
<br />
Wo Riesenberge sich zum Himmel heben,<br />
Daß ihre Gipfel noch die Nacht erhellen,<br />
Und stolze Wasser sich in Donnerfällen<br />
Herniedergießen, daß die Thäler beben,<br />
<br />
Dann wieder zarte Rosenwolken schweben,<br />
Und wie ein Silberbad die lichten Quellen<br />
Umsäumen Berg und Thal mit flücht'gen Wellen,<br />
Und nährend mit den Blumen sich verweben;<br />
<br />
In diesem Kreis' von hohen Alpenspitzen<br />
Muß edle Fürstengröße sich gefallen,<br />
Gleich ihnen pflegt sie Schönes zu beschützen.<br />
<br />
Doch Anmuth auch weilt gern in diesen Sitzen,<br />
Sie blüht am Schönsten in des Ruhmes hallen,<br />
Wie Matten sich auf kühne Felsen stützen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Karl Weichselbaumer</span><br />
1791 - 1871 <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Berchtesgaden</span><br />
<br />
Wo Riesenberge sich zum Himmel heben,<br />
Daß ihre Gipfel noch die Nacht erhellen,<br />
Und stolze Wasser sich in Donnerfällen<br />
Herniedergießen, daß die Thäler beben,<br />
<br />
Dann wieder zarte Rosenwolken schweben,<br />
Und wie ein Silberbad die lichten Quellen<br />
Umsäumen Berg und Thal mit flücht'gen Wellen,<br />
Und nährend mit den Blumen sich verweben;<br />
<br />
In diesem Kreis' von hohen Alpenspitzen<br />
Muß edle Fürstengröße sich gefallen,<br />
Gleich ihnen pflegt sie Schönes zu beschützen.<br />
<br />
Doch Anmuth auch weilt gern in diesen Sitzen,<br />
Sie blüht am Schönsten in des Ruhmes hallen,<br />
Wie Matten sich auf kühne Felsen stützen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wittmann, Joseph Wilhelm: Maximilian Prechtl]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26671</link>
			<pubDate>Sat, 02 Dec 2023 08:46:26 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=26671</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Wilhelm Wittmann</span><br />
1767 - 1836<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Maximilian Prechtl,<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Abt des Klosters Michaelfeld </span></span><br />
<br />
Nimm weg den ersten und den letzten Laut<br />
Vom Wort', so steht das Recht in seiner Klarheit:<br />
Den Tempel, den er seinen Schriften baut,<br />
Ziert Glaube, Liebe, Licht und Wahrheit.<br />
<br />
Wer Ketzerei und Willkür wiederkaut,<br />
Dem zeiget er des falschen Jüngers Narrheit,<br />
Und liebet nur, wer Gottes Wort vertraut,<br />
Und achtet, so wie er, das Licht, die Wahrheit.<br />
<br />
Willst Lästerung und Unsinn du verfechten,<br />
Wirst einen Bund vergebens mit ihm flechten.<br />
Er hebt den Handschuh auf, der ihm geboten,<br />
<br />
Und läßt sich nicht durch eitles Prahlen beugen.<br />
Den klaren Text liest er zu seinen Noten,<br />
Und zwingt den kecken Gegentheil, zu schweigen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Wilhelm Wittmann</span><br />
1767 - 1836<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Maximilian Prechtl,<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Abt des Klosters Michaelfeld </span></span><br />
<br />
Nimm weg den ersten und den letzten Laut<br />
Vom Wort', so steht das Recht in seiner Klarheit:<br />
Den Tempel, den er seinen Schriften baut,<br />
Ziert Glaube, Liebe, Licht und Wahrheit.<br />
<br />
Wer Ketzerei und Willkür wiederkaut,<br />
Dem zeiget er des falschen Jüngers Narrheit,<br />
Und liebet nur, wer Gottes Wort vertraut,<br />
Und achtet, so wie er, das Licht, die Wahrheit.<br />
<br />
Willst Lästerung und Unsinn du verfechten,<br />
Wirst einen Bund vergebens mit ihm flechten.<br />
Er hebt den Handschuh auf, der ihm geboten,<br />
<br />
Und läßt sich nicht durch eitles Prahlen beugen.<br />
Den klaren Text liest er zu seinen Noten,<br />
Und zwingt den kecken Gegentheil, zu schweigen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
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