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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Friedrich von Boeckh]]></title>
		<link>https://sonett.fontane-place.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett.fontane-place.de]]></description>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 04:07:42 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Des Lebens Verjüngung]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11758</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:47:30 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11758</guid>
			<description><![CDATA[Noch ist es schön, wo pilgernd wallen wir,<br />
Auf Gottes Welt, gesonnt von Licht und Leben,<br />
Doch immer will den schönsten Freuden hier<br />
Der Schmerz sich noch zum engen Bund verweben.<br />
<br />
Der paradiesische Glanz, der einst der Welt<br />
Im Anfang war zu ihrem Scvhmuck erkoren,<br />
Der lieblich immer sich ihr zugesellt,<br />
Er ging der Menschheit, der Natur verloren.<br />
<br />
Es harren beide sehnsuchtsvoll der Zeit,<br />
Wo wird das Leben wieder sich verjüngen,<br />
Wo es zum ersten Glanze sich erneut,<br />
Und wird zurück uns das Verlorne bringen.<br />
<br />
So geht es auf des Lebens rauher Bahn,<br />
Ob tief hinab, zuletzt doch hoch hinan.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Noch ist es schön, wo pilgernd wallen wir,<br />
Auf Gottes Welt, gesonnt von Licht und Leben,<br />
Doch immer will den schönsten Freuden hier<br />
Der Schmerz sich noch zum engen Bund verweben.<br />
<br />
Der paradiesische Glanz, der einst der Welt<br />
Im Anfang war zu ihrem Scvhmuck erkoren,<br />
Der lieblich immer sich ihr zugesellt,<br />
Er ging der Menschheit, der Natur verloren.<br />
<br />
Es harren beide sehnsuchtsvoll der Zeit,<br />
Wo wird das Leben wieder sich verjüngen,<br />
Wo es zum ersten Glanze sich erneut,<br />
Und wird zurück uns das Verlorne bringen.<br />
<br />
So geht es auf des Lebens rauher Bahn,<br />
Ob tief hinab, zuletzt doch hoch hinan.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Grabesruhe]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11757</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:47:13 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11757</guid>
			<description><![CDATA[Gönnt mir die Ruh im stillen Grabesschooße,<br />
Wenn bin hinweg ich aus der Zeit gehoben,<br />
Dieweil mir dort im schönen Himmel oben<br />
Aufs Lieblichste gefallen sind die Loose.<br />
<br />
Wie auch die Zeit sich bitter noch verbose,<br />
Die Lüge will, das Unrecht schmeichelnd loben,<br />
Die Wahrheit lästern, wider sie antoben,<br />
Ich ruh’ im Frieden unterm stillen Moose.<br />
<br />
Ruft nicht zurück mich, daß ich nochmals streite<br />
Den Kampf, den ich im Leben schon gestritten,<br />
Darunter ich manch herbes Leid erlitten.<br />
<br />
Wünscht nicht zurück mich, nochmals Hand zu legen<br />
Mühsam ans Werk auf so viel sauren Wegen,<br />
Daß ich im Schweiß des Angesichts arbeite.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Gönnt mir die Ruh im stillen Grabesschooße,<br />
Wenn bin hinweg ich aus der Zeit gehoben,<br />
Dieweil mir dort im schönen Himmel oben<br />
Aufs Lieblichste gefallen sind die Loose.<br />
<br />
Wie auch die Zeit sich bitter noch verbose,<br />
Die Lüge will, das Unrecht schmeichelnd loben,<br />
Die Wahrheit lästern, wider sie antoben,<br />
Ich ruh’ im Frieden unterm stillen Moose.<br />
<br />
Ruft nicht zurück mich, daß ich nochmals streite<br />
Den Kampf, den ich im Leben schon gestritten,<br />
Darunter ich manch herbes Leid erlitten.<br />
<br />
Wünscht nicht zurück mich, nochmals Hand zu legen<br />
Mühsam ans Werk auf so viel sauren Wegen,<br />
Daß ich im Schweiß des Angesichts arbeite.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Grabstätte]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11756</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:46:43 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11756</guid>
			<description><![CDATA[Wo gern einmal ich möcht begraben sein,<br />
Dort wär’ es, wo mir Lieblingsblumen sprießen,<br />
Wo theure Gräber nahe mich umschließen,<br />
Dort möcht’ dereinst ich gern begraben sein.<br />
<br />
Die Ruhestätte, die dann wäre mein,<br />
Es müßten Thränen drüber sich ausgießen,<br />
Die mir zu Leid aus treuen Herzen fließen;<br />
Ich nennte dann sie doppelt gerne mein.<br />
<br />
Wenn schauten dann die Berge noch herein<br />
Aufs stille Grab mit hochgehobnen Blicken,<br />
Wie könnten sie so lieblich es mir schmücken!<br />
<br />
Und würden weiche, laue Winde wehen,<br />
Wo darf es zwischen duftgen Blumen stehen,<br />
So wärs, als zöge mir der Lenz herein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wo gern einmal ich möcht begraben sein,<br />
Dort wär’ es, wo mir Lieblingsblumen sprießen,<br />
Wo theure Gräber nahe mich umschließen,<br />
Dort möcht’ dereinst ich gern begraben sein.<br />
<br />
Die Ruhestätte, die dann wäre mein,<br />
Es müßten Thränen drüber sich ausgießen,<br />
Die mir zu Leid aus treuen Herzen fließen;<br />
Ich nennte dann sie doppelt gerne mein.<br />
<br />
Wenn schauten dann die Berge noch herein<br />
Aufs stille Grab mit hochgehobnen Blicken,<br />
Wie könnten sie so lieblich es mir schmücken!<br />
<br />
Und würden weiche, laue Winde wehen,<br />
Wo darf es zwischen duftgen Blumen stehen,<br />
So wärs, als zöge mir der Lenz herein.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Grabschrift]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11755</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:46:28 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11755</guid>
			<description><![CDATA[Nicht immer kann man hier auf Erden bleiben,<br />
Es eilen rasch die leichtbeschwingten Jahre,<br />
Es wankt der Fuß, es bleichen sich die Haare,<br />
Und abwärts will uns jede Stunde treiben.<br />
<br />
So viel will mir die Zeit in Staub zerreiben,<br />
Was ich so gern mir noch am Herzen wahre;<br />
Bald lieg’ ich selbst auf harter Todten bahre,<br />
Dann wollt auf meinen Leichenstein mir schreiben:<br />
<br />
„Hier liegt im Schooß der Erde still begraben,<br />
Der gottgetrost und fröhlich blieb im Geiste,<br />
Ob viel des Theuern ihm erlosch im Leben.“<br />
<br />
Das schreibt mir hin, denn so will gern ich haben,<br />
Doch was ich jetzt und künftig etwa leiste,<br />
Das wollt mir nicht an meinem Grab erheben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Nicht immer kann man hier auf Erden bleiben,<br />
Es eilen rasch die leichtbeschwingten Jahre,<br />
Es wankt der Fuß, es bleichen sich die Haare,<br />
Und abwärts will uns jede Stunde treiben.<br />
<br />
So viel will mir die Zeit in Staub zerreiben,<br />
Was ich so gern mir noch am Herzen wahre;<br />
Bald lieg’ ich selbst auf harter Todten bahre,<br />
Dann wollt auf meinen Leichenstein mir schreiben:<br />
<br />
„Hier liegt im Schooß der Erde still begraben,<br />
Der gottgetrost und fröhlich blieb im Geiste,<br />
Ob viel des Theuern ihm erlosch im Leben.“<br />
<br />
Das schreibt mir hin, denn so will gern ich haben,<br />
Doch was ich jetzt und künftig etwa leiste,<br />
Das wollt mir nicht an meinem Grab erheben.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Trost]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11754</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:46:09 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11754</guid>
			<description><![CDATA[Was ists, daß wir getrost in Gräber schauen,<br />
Wo schlafen sie, zu Lieb uns einst erkoren,<br />
Die wir mit schwerem Herzeleid verloren,<br />
Was ists, daß will uns vor dem Tod nicht grauen?<br />
<br />
Weil sich im Himmel ewge Stätten bauen,<br />
Wo sind zu neuem Leben sie geboren,<br />
Die sich zu Treuen einst uns zugeschworen,<br />
Drum dürfen wir dem Grab sie still vertrauen.<br />
<br />
Mit Kränzen wollen wir die Stätten schmücken,<br />
Wo ruhen sie, mit frischen Immortellen,<br />
Des Grabes Kammern lieblich uns zu hellen.<br />
<br />
Und wenn er tagt, der große Ostermorgen,<br />
Dann werden sie, in sicherm Schooß geborgen,<br />
Erwachen uns zu ewigem Entzücken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Was ists, daß wir getrost in Gräber schauen,<br />
Wo schlafen sie, zu Lieb uns einst erkoren,<br />
Die wir mit schwerem Herzeleid verloren,<br />
Was ists, daß will uns vor dem Tod nicht grauen?<br />
<br />
Weil sich im Himmel ewge Stätten bauen,<br />
Wo sind zu neuem Leben sie geboren,<br />
Die sich zu Treuen einst uns zugeschworen,<br />
Drum dürfen wir dem Grab sie still vertrauen.<br />
<br />
Mit Kränzen wollen wir die Stätten schmücken,<br />
Wo ruhen sie, mit frischen Immortellen,<br />
Des Grabes Kammern lieblich uns zu hellen.<br />
<br />
Und wenn er tagt, der große Ostermorgen,<br />
Dann werden sie, in sicherm Schooß geborgen,<br />
Erwachen uns zu ewigem Entzücken.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Klage]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11753</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:45:52 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11753</guid>
			<description><![CDATA[So Viele mußt’ mit herbempfundnem Wehe<br />
Dem Grab ich schon zum Raube überlassen;<br />
Als sah ich sie im kalten Tod erblassen,<br />
Da wars, als wenn durch Mark und Bein mir gehe.<br />
<br />
Und wenn an ihrem Grab ich trauernd stehe,<br />
Die nicht mehr kann ich in die Arme fassen,<br />
Fühl’ ich verwaist mich, einsam und verlassen,<br />
Hinsehnend mich nach ihrer lieben Nähe.<br />
<br />
Doch nicht zurück kann ich sie bringen wieder,<br />
Ob jammern mag ich, weinen, seufzen, klagen,<br />
Hinschwinden wie in bittre Trauerlieder.<br />
<br />
Der Schmerz allein geht mir noch an der seiten,<br />
Der, sich erneuernd mir zu jeden Tagen,<br />
Muß auf dem Weg zum Ende mich begleiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[So Viele mußt’ mit herbempfundnem Wehe<br />
Dem Grab ich schon zum Raube überlassen;<br />
Als sah ich sie im kalten Tod erblassen,<br />
Da wars, als wenn durch Mark und Bein mir gehe.<br />
<br />
Und wenn an ihrem Grab ich trauernd stehe,<br />
Die nicht mehr kann ich in die Arme fassen,<br />
Fühl’ ich verwaist mich, einsam und verlassen,<br />
Hinsehnend mich nach ihrer lieben Nähe.<br />
<br />
Doch nicht zurück kann ich sie bringen wieder,<br />
Ob jammern mag ich, weinen, seufzen, klagen,<br />
Hinschwinden wie in bittre Trauerlieder.<br />
<br />
Der Schmerz allein geht mir noch an der seiten,<br />
Der, sich erneuernd mir zu jeden Tagen,<br />
Muß auf dem Weg zum Ende mich begleiten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Heimfahrt]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11752</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:45:36 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11752</guid>
			<description><![CDATA[Wer sind es, die in dichtgedrängten Schaaren<br />
Sich in die Fluth auf schwanken Schiffen wagen,<br />
Die Ruder in die lauten Wellen schlagen,<br />
Und eilig hin ans sichre Ufer fahren?<br />
<br />
Wir sind es selbst, die wir von fern gewahren<br />
Das Heimathland, dahin nach stürmschen Tagen<br />
Des Lebens Schifflein rettend soll uns tragen,<br />
Weg übers Meer und über Todsgefahren.<br />
<br />
Und wenn wir landen, wird uns freundlich grüßen<br />
So Mancher, der uns schon vorangezogen,<br />
Von dem mit bittern Thränen wir geschieden.<br />
<br />
Dann schweigt der Sturm, die Angst liegt uns zu Füßen,<br />
Die Sonne spiegelt sich in stillen Wogen,<br />
Und was da athmet, ruht in süßem Frieden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wer sind es, die in dichtgedrängten Schaaren<br />
Sich in die Fluth auf schwanken Schiffen wagen,<br />
Die Ruder in die lauten Wellen schlagen,<br />
Und eilig hin ans sichre Ufer fahren?<br />
<br />
Wir sind es selbst, die wir von fern gewahren<br />
Das Heimathland, dahin nach stürmschen Tagen<br />
Des Lebens Schifflein rettend soll uns tragen,<br />
Weg übers Meer und über Todsgefahren.<br />
<br />
Und wenn wir landen, wird uns freundlich grüßen<br />
So Mancher, der uns schon vorangezogen,<br />
Von dem mit bittern Thränen wir geschieden.<br />
<br />
Dann schweigt der Sturm, die Angst liegt uns zu Füßen,<br />
Die Sonne spiegelt sich in stillen Wogen,<br />
Und was da athmet, ruht in süßem Frieden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sehnsucht nach der Heimath]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11751</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:45:18 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11751</guid>
			<description><![CDATA[Wenn zieht ein Kind hinaus in weite Ferne,<br />
Sehnt es zurück sich nach dem Heimathlande,<br />
Wo sind geknüpft ihm enggeschlungne Bande,<br />
Wo schöner leuchten Mond und alle Sterne.<br />
<br />
Ob man es hegt im fremden Land so gerne,<br />
Die Zeit ihm kürzt mit Spiel und süßem Tande,<br />
Doch zieht die Sehnsucht hin es nach dem Strande,<br />
Wo ihm das Herz gejauchzt in seinem Kerne.<br />
<br />
So auch zieht uns ein stilltes, tiefes Sehnen<br />
Hin nach der Heimath, nach dem Vaterhause,<br />
Wo ewge Stätten sind uns aufgehoben.<br />
<br />
Und gleichwie Adler ihre Flügel dehnen,<br />
Sich aufzuschwingen über Sturmgebrause,<br />
Strebt unser Geist mit kühnem Flug nach oben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wenn zieht ein Kind hinaus in weite Ferne,<br />
Sehnt es zurück sich nach dem Heimathlande,<br />
Wo sind geknüpft ihm enggeschlungne Bande,<br />
Wo schöner leuchten Mond und alle Sterne.<br />
<br />
Ob man es hegt im fremden Land so gerne,<br />
Die Zeit ihm kürzt mit Spiel und süßem Tande,<br />
Doch zieht die Sehnsucht hin es nach dem Strande,<br />
Wo ihm das Herz gejauchzt in seinem Kerne.<br />
<br />
So auch zieht uns ein stilltes, tiefes Sehnen<br />
Hin nach der Heimath, nach dem Vaterhause,<br />
Wo ewge Stätten sind uns aufgehoben.<br />
<br />
Und gleichwie Adler ihre Flügel dehnen,<br />
Sich aufzuschwingen über Sturmgebrause,<br />
Strebt unser Geist mit kühnem Flug nach oben.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hoffnungsblick]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11750</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:44:55 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11750</guid>
			<description><![CDATA[Wenn matter einst des Herzens Pulse schlagen,<br />
Der Augen Licht beginnet zu ersterben,<br />
Die Lippen sich im blassen Tod entfärben,<br />
O laßt uns dann nicht hoffnungslos verzagen!<br />
<br />
Wird doch der letzte von den irdschen Tagen,<br />
Um die wir noch mit stiller Freude werben,<br />
Uns tragen hin, wo wir das Reich ererben,<br />
Das wollt’ der Herr uns feierlich zusagen.<br />
<br />
Wenn bricht das Herz im harten Todesstoße,<br />
Darf nieder sich das müde Haupt uns neigen,<br />
Zu legen sich zum stillen Friedensschoße.<br />
<br />
Dann schmückt uns nach dem Kampf die Siegeskrone,<br />
Des Herzens laute Klagen werden schweigen,<br />
Und jauchzend stehen wir vor Gottes Throne.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wenn matter einst des Herzens Pulse schlagen,<br />
Der Augen Licht beginnet zu ersterben,<br />
Die Lippen sich im blassen Tod entfärben,<br />
O laßt uns dann nicht hoffnungslos verzagen!<br />
<br />
Wird doch der letzte von den irdschen Tagen,<br />
Um die wir noch mit stiller Freude werben,<br />
Uns tragen hin, wo wir das Reich ererben,<br />
Das wollt’ der Herr uns feierlich zusagen.<br />
<br />
Wenn bricht das Herz im harten Todesstoße,<br />
Darf nieder sich das müde Haupt uns neigen,<br />
Zu legen sich zum stillen Friedensschoße.<br />
<br />
Dann schmückt uns nach dem Kampf die Siegeskrone,<br />
Des Herzens laute Klagen werden schweigen,<br />
Und jauchzend stehen wir vor Gottes Throne.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Schlaf und Tod]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11749</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:44:39 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11749</guid>
			<description><![CDATA[Dem Schlafe will man gern den Tod vergleichen,<br />
Zu mildern seine allzuschweren Schrecken,<br />
Der wird uns einst mit kalter Erde decken,<br />
Die Lippen uns mit Todesblässen bleichen.<br />
<br />
Gleichwie des Tages Mühen uns entweichen,<br />
Wenn wir uns hin zur süßen Ruhe strecken,<br />
Bis wird der Morgen aus dem Schlaf uns wecken,<br />
So wird der Tod die Friedenshand uns reichen.<br />
<br />
Wenn dann zum Leben einst wir auferstehen,<br />
Geht uns am Himmel auf ein goldner Morgen,<br />
Und wird mit linden Hauchen uns umwehen.<br />
<br />
Was wir geträumt, gehofft, wird sich erfüllen,<br />
In Freuden wandeln sich des Lebens Sorgen,<br />
Und jede heiße Sehnsucht wird sich stillen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Dem Schlafe will man gern den Tod vergleichen,<br />
Zu mildern seine allzuschweren Schrecken,<br />
Der wird uns einst mit kalter Erde decken,<br />
Die Lippen uns mit Todesblässen bleichen.<br />
<br />
Gleichwie des Tages Mühen uns entweichen,<br />
Wenn wir uns hin zur süßen Ruhe strecken,<br />
Bis wird der Morgen aus dem Schlaf uns wecken,<br />
So wird der Tod die Friedenshand uns reichen.<br />
<br />
Wenn dann zum Leben einst wir auferstehen,<br />
Geht uns am Himmel auf ein goldner Morgen,<br />
Und wird mit linden Hauchen uns umwehen.<br />
<br />
Was wir geträumt, gehofft, wird sich erfüllen,<br />
In Freuden wandeln sich des Lebens Sorgen,<br />
Und jede heiße Sehnsucht wird sich stillen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der letzte Kampf]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11748</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:44:20 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11748</guid>
			<description><![CDATA[Du sagst: Gib mir, wenn soll dereinst ich scheiden<br />
Vom Leben, wenn mir schon die Kniee wanken,<br />
Gib sterbend mir noch einen Hochgedanken,<br />
Mich still daran zum letzten Hauch zu weiden.<br />
<br />
Wenn dann umfangen mich des Todes Leiden,<br />
Die Sinne mir als wie in Wogen schwanken,<br />
Will ich daran mit festem Arm mich ranken<br />
Zu süßem Troste, bis ich muß verscheiden.<br />
<br />
So sagst du. Nun denk ihn, der einst mit Wunden<br />
Ist blutend an dem Kreuzesstamm gehangen,<br />
Denk ihn dir in den letzten schweren Stunden.<br />
<br />
Er hat den Tod mit sich ans Holz geschlagen,<br />
Die Schuld gesühnt, gelöst des Todes Bangen;<br />
Mit ihm kannst du den harten Kampf wohl wagen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Du sagst: Gib mir, wenn soll dereinst ich scheiden<br />
Vom Leben, wenn mir schon die Kniee wanken,<br />
Gib sterbend mir noch einen Hochgedanken,<br />
Mich still daran zum letzten Hauch zu weiden.<br />
<br />
Wenn dann umfangen mich des Todes Leiden,<br />
Die Sinne mir als wie in Wogen schwanken,<br />
Will ich daran mit festem Arm mich ranken<br />
Zu süßem Troste, bis ich muß verscheiden.<br />
<br />
So sagst du. Nun denk ihn, der einst mit Wunden<br />
Ist blutend an dem Kreuzesstamm gehangen,<br />
Denk ihn dir in den letzten schweren Stunden.<br />
<br />
Er hat den Tod mit sich ans Holz geschlagen,<br />
Die Schuld gesühnt, gelöst des Todes Bangen;<br />
Mit ihm kannst du den harten Kampf wohl wagen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Des Todes Bangen]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11747</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:44:02 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11747</guid>
			<description><![CDATA[O schweres Loos, den Sterblichen beschieden,<br />
Zu trennen sich vom heißgeliebten Leben,<br />
Dem Tod es hin zum bittern Raub zu geben,<br />
O traurig Loos, gefallen uns hienieden!<br />
<br />
Was wir erworben, was in stillem Frieden<br />
Genossen wir, was wollt’ das Herz uns heben,<br />
Zu süßer Lust sich innig uns verweben,<br />
es wird von uns durch Todes Hand geschieden.<br />
<br />
Wie dunkle Wolken an dem Himmel hangen,<br />
Sich drohend über unser Haupt zu breiten,<br />
So sehen wir das Ende nahn mit Bangen.<br />
<br />
Drum wenn den letzten harten Kampf wir streiten,<br />
Des Todes Schatten unsern Geist umfangen,<br />
Woll’ uns der Herr zum ende hin geleiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[O schweres Loos, den Sterblichen beschieden,<br />
Zu trennen sich vom heißgeliebten Leben,<br />
Dem Tod es hin zum bittern Raub zu geben,<br />
O traurig Loos, gefallen uns hienieden!<br />
<br />
Was wir erworben, was in stillem Frieden<br />
Genossen wir, was wollt’ das Herz uns heben,<br />
Zu süßer Lust sich innig uns verweben,<br />
es wird von uns durch Todes Hand geschieden.<br />
<br />
Wie dunkle Wolken an dem Himmel hangen,<br />
Sich drohend über unser Haupt zu breiten,<br />
So sehen wir das Ende nahn mit Bangen.<br />
<br />
Drum wenn den letzten harten Kampf wir streiten,<br />
Des Todes Schatten unsern Geist umfangen,<br />
Woll’ uns der Herr zum ende hin geleiten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Memento mori]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11746</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:43:43 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11746</guid>
			<description><![CDATA[Memento mori! woll’ es in das Herz,<br />
Dieß ernste Sprüchlein, dir zur Mahnung schreiben,<br />
Denn eilend gehet unser Weg abwärts,<br />
Und will im Flug uns hin ans Ende treiben.<br />
<br />
Wohl ist das Scheiden Jedem hart und schwer,<br />
Weil ketten wir so gern uns an das Leben,<br />
Und wollen, ists auch öd und freudenleer,<br />
Mit bitterm Leid in Todes Hand es gehen.<br />
<br />
Doch aufwärts geht, nach oben unser Lauf,<br />
Wohin im Frieden jenen Tag wir ziehen,<br />
Dann schließen sich des Himmels Pforten auf,<br />
Wo ewge Freuden werden uns erblühen.<br />
<br />
Memento mori! schreib dirs in den Sinn,<br />
Doch denk zugleich, daß Sterben ist Gewinn.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Memento mori! woll’ es in das Herz,<br />
Dieß ernste Sprüchlein, dir zur Mahnung schreiben,<br />
Denn eilend gehet unser Weg abwärts,<br />
Und will im Flug uns hin ans Ende treiben.<br />
<br />
Wohl ist das Scheiden Jedem hart und schwer,<br />
Weil ketten wir so gern uns an das Leben,<br />
Und wollen, ists auch öd und freudenleer,<br />
Mit bitterm Leid in Todes Hand es gehen.<br />
<br />
Doch aufwärts geht, nach oben unser Lauf,<br />
Wohin im Frieden jenen Tag wir ziehen,<br />
Dann schließen sich des Himmels Pforten auf,<br />
Wo ewge Freuden werden uns erblühen.<br />
<br />
Memento mori! schreib dirs in den Sinn,<br />
Doch denk zugleich, daß Sterben ist Gewinn.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Fallend Laub]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11745</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:43:21 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11745</guid>
			<description><![CDATA[Gleichwie im Herbste welkt des Baumes Laub,<br />
Im Windeswehen knisternd abzufallen,<br />
So auch sind wir, die wir hienieden wallen,<br />
Ein welkend Blatt, des Todes sichrer Raub.<br />
<br />
Von Staub genommen werden wir zu Staub;<br />
Wie auch das Leben mag uns noch gefallen,<br />
Der Tod, wenn streckt er seine scharfen Krallen<br />
Uns dräuend aus, bleibt unsern Klagen taub.<br />
<br />
Doch schicken wir uns guten Muths darein,<br />
Weil wird, wenn muß das Leben welkend enden,<br />
Dereinst um uns ewger Frühling sein.<br />
<br />
Dann werden Blumen, die uns hier verwehn,<br />
Aufsprießen neu in Gottes Segenshänden,<br />
Und wandellos in frischer Blüthe stehn.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Gleichwie im Herbste welkt des Baumes Laub,<br />
Im Windeswehen knisternd abzufallen,<br />
So auch sind wir, die wir hienieden wallen,<br />
Ein welkend Blatt, des Todes sichrer Raub.<br />
<br />
Von Staub genommen werden wir zu Staub;<br />
Wie auch das Leben mag uns noch gefallen,<br />
Der Tod, wenn streckt er seine scharfen Krallen<br />
Uns dräuend aus, bleibt unsern Klagen taub.<br />
<br />
Doch schicken wir uns guten Muths darein,<br />
Weil wird, wenn muß das Leben welkend enden,<br />
Dereinst um uns ewger Frühling sein.<br />
<br />
Dann werden Blumen, die uns hier verwehn,<br />
Aufsprießen neu in Gottes Segenshänden,<br />
Und wandellos in frischer Blüthe stehn.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Flucht der Zeit]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11744</link>
			<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 11:43:00 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=11744</guid>
			<description><![CDATA[Du hemmst nicht den Strom in seinem Lauf,<br />
Der will hinab mit raschen Wogen fließen,<br />
Nichts kann ihn binden, nichts ihn halten auf,<br />
Sich in des Meeres Becken einzugießen.<br />
<br />
So auch das Leben wogend uns entrauscht,<br />
Im Fluge drängen Stunden sich an Stunden,<br />
Eh’ du den Schlag der schnellen Zeit belauscht,<br />
Ist schon wie im Moment sie dir entschwunden.<br />
<br />
Zurück bringst du nicht einen Augenblick,<br />
Willst du mit Gold und Silber darum werben;<br />
Das ist des Menschen trauriges Geschick,<br />
Daß, ob wir leben, doch wir täglich sterben.<br />
<br />
Drum, weil du lebend bist dem Tod geweiht,<br />
Mach dich zum Ende jeden Tag bereit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Du hemmst nicht den Strom in seinem Lauf,<br />
Der will hinab mit raschen Wogen fließen,<br />
Nichts kann ihn binden, nichts ihn halten auf,<br />
Sich in des Meeres Becken einzugießen.<br />
<br />
So auch das Leben wogend uns entrauscht,<br />
Im Fluge drängen Stunden sich an Stunden,<br />
Eh’ du den Schlag der schnellen Zeit belauscht,<br />
Ist schon wie im Moment sie dir entschwunden.<br />
<br />
Zurück bringst du nicht einen Augenblick,<br />
Willst du mit Gold und Silber darum werben;<br />
Das ist des Menschen trauriges Geschick,<br />
Daß, ob wir leben, doch wir täglich sterben.<br />
<br />
Drum, weil du lebend bist dem Tod geweiht,<br />
Mach dich zum Ende jeden Tag bereit.]]></content:encoded>
		</item>
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