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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Friederike Kempner]]></title>
		<link>https://sonett.fontane-place.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett.fontane-place.de]]></description>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 13:30:05 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Deutsche Bildung, deutsche Sitte,]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29197</link>
			<pubDate>Fri, 23 Feb 2024 09:27:02 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29197</guid>
			<description><![CDATA[Deutsche Bildung, deutsche Sitte,<br />
Deutsche Hetze, Kampfkultur,<br />
Kultivirte Kämpfe nur,<br />
Humanisten, schweigt, ich bitte,<br />
<br />
Denn im goldnen Reich der Mitte<br />
Ist von Hetze keine Spur,<br />
Und ob solcher Unnatur,<br />
Lacht Franzose, Däne, Britte.<br />
<br />
Großer Friedrich, armer Kant,<br />
Leibniz, Lessing, Hufeland,<br />
Jäh vergessen von der Welt,<br />
<br />
Wenn Sophist und Köter bellt<br />
Wird das deutsche Vaterland,<br />
Gar mit Rußland gleichgestellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Deutsche Bildung, deutsche Sitte,<br />
Deutsche Hetze, Kampfkultur,<br />
Kultivirte Kämpfe nur,<br />
Humanisten, schweigt, ich bitte,<br />
<br />
Denn im goldnen Reich der Mitte<br />
Ist von Hetze keine Spur,<br />
Und ob solcher Unnatur,<br />
Lacht Franzose, Däne, Britte.<br />
<br />
Großer Friedrich, armer Kant,<br />
Leibniz, Lessing, Hufeland,<br />
Jäh vergessen von der Welt,<br />
<br />
Wenn Sophist und Köter bellt<br />
Wird das deutsche Vaterland,<br />
Gar mit Rußland gleichgestellt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Auf des Lebens Ocean]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29196</link>
			<pubDate>Wed, 21 Feb 2024 09:25:21 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29196</guid>
			<description><![CDATA[Auf des Lebens Ocean<br />
Fährt der Dampfer stolz geehrt,<br />
Mancher, ach, im schwanken Kahn<br />
Stehend jeder Welle wehrt.<br />
<br />
Seht das Schiff mit sichrer Hast<br />
Fast im Hafen liegt –<br />
Und der Nachen ohne Rast<br />
Auf den Wogen fliegt.<br />
<br />
Himmelhoch und Abgrundstief<br />
- Gott, der Mensch zu Hilfe rief –<br />
Endlich er vor Anker lief;<br />
<br />
Doch es rennt des Dampfers Last<br />
An der Klippen mächt’gen Ast<br />
Und zerschellet Kiel und Mast.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Auf des Lebens Ocean<br />
Fährt der Dampfer stolz geehrt,<br />
Mancher, ach, im schwanken Kahn<br />
Stehend jeder Welle wehrt.<br />
<br />
Seht das Schiff mit sichrer Hast<br />
Fast im Hafen liegt –<br />
Und der Nachen ohne Rast<br />
Auf den Wogen fliegt.<br />
<br />
Himmelhoch und Abgrundstief<br />
- Gott, der Mensch zu Hilfe rief –<br />
Endlich er vor Anker lief;<br />
<br />
Doch es rennt des Dampfers Last<br />
An der Klippen mächt’gen Ast<br />
Und zerschellet Kiel und Mast.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zum 9. Juli]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29195</link>
			<pubDate>Mon, 19 Feb 2024 08:40:16 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29195</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zum 9. Juli<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">dem Todestage Der Mutter</span><br />
</span><br />
<br />
Erde stehe still, Sonne scheine nicht,<br />
Fürchterlich ist dieser Tag!<br />
Jenes Engelsangesicht<br />
Sterbend mir vor Augen lag.<br />
<br />
Sonne scheine dort, wo dorten sie erschien –<br />
Strahlen wirf auf ihren Pfad.<br />
Englein alle müßt entgegenziehn,<br />
Wenn die Allerreinste naht!<br />
<br />
Ewig, ewig waren wir vereint,<br />
Eins in Wort, Gedanke, Tat,<br />
Uns nur Gott geschieden hat! –<br />
<br />
Daß er unser Fleh'n verneint,<br />
Uns im Tode nicht vereint,<br />
Ist verhüllt in seinem Rat! –<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zum 9. Juli<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">dem Todestage Der Mutter</span><br />
</span><br />
<br />
Erde stehe still, Sonne scheine nicht,<br />
Fürchterlich ist dieser Tag!<br />
Jenes Engelsangesicht<br />
Sterbend mir vor Augen lag.<br />
<br />
Sonne scheine dort, wo dorten sie erschien –<br />
Strahlen wirf auf ihren Pfad.<br />
Englein alle müßt entgegenziehn,<br />
Wenn die Allerreinste naht!<br />
<br />
Ewig, ewig waren wir vereint,<br />
Eins in Wort, Gedanke, Tat,<br />
Uns nur Gott geschieden hat! –<br />
<br />
Daß er unser Fleh'n verneint,<br />
Uns im Tode nicht vereint,<br />
Ist verhüllt in seinem Rat! –<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wenn man die Mutter aus der Erde graben könnte,]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29194</link>
			<pubDate>Sat, 17 Feb 2024 02:26:44 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29194</guid>
			<description><![CDATA[Wenn man die Mutter aus der Erde graben könnte,<br />
Dann würden alle Menschenhände graben,<br />
Mit einer Eil', als wenn es brennte:<br />
Denn jeder will die Mutter wieder haben.<br />
<br />
Wenn man die Mütter aus der Erde könnte graben,<br />
Dann wäre Sonnenschein bei Tag und Nacht auf Erden,<br />
Und alle würden wieder frohe Kinder werden,<br />
Wenn sie die Mütter würden wieder haben.<br />
<br />
Ein Jubelschrei, er würde rings ertönen,<br />
Ein Glück bei Armen und bei Reichen<br />
Ach, reich sind alle, welche nie vom Mutterherzen weichen. –<br />
<br />
Ein Lieben ohne End' und Gleichen –<br />
Das Wiederseh'n nach lang' getrag'nem Sehnen,<br />
Nach stillen, lauten, heißen Tränen! –]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wenn man die Mutter aus der Erde graben könnte,<br />
Dann würden alle Menschenhände graben,<br />
Mit einer Eil', als wenn es brennte:<br />
Denn jeder will die Mutter wieder haben.<br />
<br />
Wenn man die Mütter aus der Erde könnte graben,<br />
Dann wäre Sonnenschein bei Tag und Nacht auf Erden,<br />
Und alle würden wieder frohe Kinder werden,<br />
Wenn sie die Mütter würden wieder haben.<br />
<br />
Ein Jubelschrei, er würde rings ertönen,<br />
Ein Glück bei Armen und bei Reichen<br />
Ach, reich sind alle, welche nie vom Mutterherzen weichen. –<br />
<br />
Ein Lieben ohne End' und Gleichen –<br />
Das Wiederseh'n nach lang' getrag'nem Sehnen,<br />
Nach stillen, lauten, heißen Tränen! –]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Thaddäus Gora]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29193</link>
			<pubDate>Thu, 15 Feb 2024 09:42:18 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29193</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Thaddäus Gora</span><br />
<br />
Purpurn glänzt die Abendröte,<br />
Still der Prosna zugekehrt,<br />
Frauenbild man beten hört.<br />
Warum weint Frau Margarete?<br />
<br />
Fremdling, frägst, warum ich bete?<br />
Hast von der Legion gehört,<br />
Die, vom Schwerte aufgezehrt<br />
Polens Boden blutig säte?<br />
<br />
Lieber Sohn war mit dabei,<br />
Hochgelehrt und achtzehn Jahr,<br />
Stärker war die Tyrannei,<br />
<br />
Reicht' das Schwert ihm selber dar<br />
Fremdling, eine Träne weih:<br />
Polens Asche, sei fruchtbar! –<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Thaddäus Gora</span><br />
<br />
Purpurn glänzt die Abendröte,<br />
Still der Prosna zugekehrt,<br />
Frauenbild man beten hört.<br />
Warum weint Frau Margarete?<br />
<br />
Fremdling, frägst, warum ich bete?<br />
Hast von der Legion gehört,<br />
Die, vom Schwerte aufgezehrt<br />
Polens Boden blutig säte?<br />
<br />
Lieber Sohn war mit dabei,<br />
Hochgelehrt und achtzehn Jahr,<br />
Stärker war die Tyrannei,<br />
<br />
Reicht' das Schwert ihm selber dar<br />
Fremdling, eine Träne weih:<br />
Polens Asche, sei fruchtbar! –<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Tage kommen und entschwinden,]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29192</link>
			<pubDate>Tue, 13 Feb 2024 09:02:37 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29192</guid>
			<description><![CDATA[Tage kommen und entschwinden,<br />
Jahre kommen und vergeh'n,<br />
Und kein Mensch kann es ergründen<br />
Dieses Kommen, dieses Geh'n.<br />
<br />
Gott nur kann das Rätsel wissen,<br />
Logisch laßt uns ihm vertrauen,<br />
Fest auf seine Hilfe bau'n,<br />
Froh den Tag, das Jahr begrüßen.<br />
<br />
Und ein jeder Tag, er bringe<br />
Uns die allerbesten Dinge,<br />
Mut und Kraft und Sonnenschein,<br />
<br />
Was wir taten mag gedeih'n,<br />
Was wir wünschen bald gelinge<br />
Uns und allen, welche rein.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Tage kommen und entschwinden,<br />
Jahre kommen und vergeh'n,<br />
Und kein Mensch kann es ergründen<br />
Dieses Kommen, dieses Geh'n.<br />
<br />
Gott nur kann das Rätsel wissen,<br />
Logisch laßt uns ihm vertrauen,<br />
Fest auf seine Hilfe bau'n,<br />
Froh den Tag, das Jahr begrüßen.<br />
<br />
Und ein jeder Tag, er bringe<br />
Uns die allerbesten Dinge,<br />
Mut und Kraft und Sonnenschein,<br />
<br />
Was wir taten mag gedeih'n,<br />
Was wir wünschen bald gelinge<br />
Uns und allen, welche rein.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Menschenliebe, Zauberwort,]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29191</link>
			<pubDate>Fri, 09 Feb 2024 07:44:10 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29191</guid>
			<description><![CDATA[Menschenliebe, Zauberwort,<br />
Das die Welt vereinet,<br />
Menschenhaß ist Seelenmord,<br />
Guter Engel weinet –<br />
<br />
Leidenschaften wilde Glut<br />
Unbewußt verheeret, –<br />
Unbewußt sie Böses tut,<br />
Bis sie sich zerstöret.<br />
<br />
Sie ist nicht von Gott gesandt,<br />
Der die Güte einst erfand,<br />
Flammen in den Abgrund bannt.<br />
<br />
Sein und gut ist, was da ist –<br />
Unser ist nur eine Frist,<br />
Ob man gut, ob böse ist. –<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Menschenliebe, Zauberwort,<br />
Das die Welt vereinet,<br />
Menschenhaß ist Seelenmord,<br />
Guter Engel weinet –<br />
<br />
Leidenschaften wilde Glut<br />
Unbewußt verheeret, –<br />
Unbewußt sie Böses tut,<br />
Bis sie sich zerstöret.<br />
<br />
Sie ist nicht von Gott gesandt,<br />
Der die Güte einst erfand,<br />
Flammen in den Abgrund bannt.<br />
<br />
Sein und gut ist, was da ist –<br />
Unser ist nur eine Frist,<br />
Ob man gut, ob böse ist. –<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Klara Wuras]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29190</link>
			<pubDate>Wed, 07 Feb 2024 08:33:25 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29190</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Klara Wuras</span><br />
<br />
Klara Wuras, lebst nicht mehr,<br />
Bist der Welt so ganz entrückt?<br />
Eine Blüte schon geknickt –<br />
Ach, an Tönen warst ein Meer.<br />
<br />
Tausend Melodien strömten,<br />
Brausten, Klara, auf's Klavier –<br />
Ließest Deine Saiten hier?<br />
Deiner Töne Schmelz – verschämten? –<br />
<br />
Venetianisch süße Lieder –<br />
Deiner Brautfahrt Melodei –<br />
Klinget in dem Herzen wieder. –<br />
<br />
Goldne Wogen, strömt herbei –<br />
Rauschen wie des Aars Gefieder –<br />
Klara's große Phantasei<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Klara Wuras</span><br />
<br />
Klara Wuras, lebst nicht mehr,<br />
Bist der Welt so ganz entrückt?<br />
Eine Blüte schon geknickt –<br />
Ach, an Tönen warst ein Meer.<br />
<br />
Tausend Melodien strömten,<br />
Brausten, Klara, auf's Klavier –<br />
Ließest Deine Saiten hier?<br />
Deiner Töne Schmelz – verschämten? –<br />
<br />
Venetianisch süße Lieder –<br />
Deiner Brautfahrt Melodei –<br />
Klinget in dem Herzen wieder. –<br />
<br />
Goldne Wogen, strömt herbei –<br />
Rauschen wie des Aars Gefieder –<br />
Klara's große Phantasei<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Für die Ostpreußen]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29189</link>
			<pubDate>Mon, 05 Feb 2024 08:57:09 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29189</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Für die Ostpreußen</span><br />
<br />
Düstre Nacht und lange Schatten<br />
Ueber Land und über Meer,<br />
Auf des Vaterlandes Matten<br />
Schleicht das Elend hin und her.<br />
<br />
Düstre Nacht und lange Schatten<br />
Ueber Land und über Meer,<br />
Die Gestalten, bleichen, matten,<br />
Rücken immer, immer näh'r! –<br />
<br />
Da – ein Leuchten längs des Meeres –<br />
Ach, der Liebe Sonnenschein,<br />
Stärker als die Macht des Heeres –<br />
<br />
Rücket in die Nacht hinein.<br />
Spricht zum Elend: horch, ich lehr' es,<br />
Daß zuletzt der Sieg doch mein!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Für die Ostpreußen</span><br />
<br />
Düstre Nacht und lange Schatten<br />
Ueber Land und über Meer,<br />
Auf des Vaterlandes Matten<br />
Schleicht das Elend hin und her.<br />
<br />
Düstre Nacht und lange Schatten<br />
Ueber Land und über Meer,<br />
Die Gestalten, bleichen, matten,<br />
Rücken immer, immer näh'r! –<br />
<br />
Da – ein Leuchten längs des Meeres –<br />
Ach, der Liebe Sonnenschein,<br />
Stärker als die Macht des Heeres –<br />
<br />
Rücket in die Nacht hinein.<br />
Spricht zum Elend: horch, ich lehr' es,<br />
Daß zuletzt der Sieg doch mein!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Wolken sich türmen]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29188</link>
			<pubDate>Sat, 03 Feb 2024 06:06:39 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29188</guid>
			<description><![CDATA[Die Wolken sich türmen<br />
Am himmlischen Zelt,<br />
Gepeitschet von Stürmen<br />
Ein Strahl sie erhellt;<br />
<br />
Ein Sonnenstrahl eilet,<br />
Zerstreuet sie bald,<br />
Im Nu sie zerteilet<br />
Des Lichtes Gewalt.<br />
<br />
Im menschlichen Leben<br />
Erleuchtet ein Strahl<br />
Des Friedens manchmal<br />
<br />
Die menschliche Qual:<br />
Die Wolken entschweben,<br />
Die Freuden sich heben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Wolken sich türmen<br />
Am himmlischen Zelt,<br />
Gepeitschet von Stürmen<br />
Ein Strahl sie erhellt;<br />
<br />
Ein Sonnenstrahl eilet,<br />
Zerstreuet sie bald,<br />
Im Nu sie zerteilet<br />
Des Lichtes Gewalt.<br />
<br />
Im menschlichen Leben<br />
Erleuchtet ein Strahl<br />
Des Friedens manchmal<br />
<br />
Die menschliche Qual:<br />
Die Wolken entschweben,<br />
Die Freuden sich heben.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die stille Träne]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29187</link>
			<pubDate>Thu, 01 Feb 2024 09:25:19 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29187</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die stille Träne</span><br />
<br />
Die Träne, ach, die stille,<br />
Nur sie, sie brennet heiß,<br />
In ihr wohnet der Wille:<br />
»Daß niemand davon weiß – «<br />
<br />
Daß niemand ahne, es sähe,<br />
Wie sie dem Auge entquillt,<br />
Ein Auge in höchster Höhe<br />
Sie dennoch stehet und – stillt.<br />
<br />
Nicht immer ganz – nicht immer –<br />
Oft bleibt zurück ein Schimmer,<br />
Ein glänzend feuchter Glanz –<br />
<br />
Wie Perlen oder Glimmer –<br />
Und trocknet sie erst ganz,<br />
Winkt jäh ein Lorbeerkranz!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die stille Träne</span><br />
<br />
Die Träne, ach, die stille,<br />
Nur sie, sie brennet heiß,<br />
In ihr wohnet der Wille:<br />
»Daß niemand davon weiß – «<br />
<br />
Daß niemand ahne, es sähe,<br />
Wie sie dem Auge entquillt,<br />
Ein Auge in höchster Höhe<br />
Sie dennoch stehet und – stillt.<br />
<br />
Nicht immer ganz – nicht immer –<br />
Oft bleibt zurück ein Schimmer,<br />
Ein glänzend feuchter Glanz –<br />
<br />
Wie Perlen oder Glimmer –<br />
Und trocknet sie erst ganz,<br />
Winkt jäh ein Lorbeerkranz!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Des Abends letztes Gold,]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29186</link>
			<pubDate>Tue, 30 Jan 2024 09:19:08 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29186</guid>
			<description><![CDATA[Des Abends letztes Gold,<br />
Es spiegelt sich im Rhein,<br />
Still kniet das Mägdelein<br />
Am Ufer, wunderhold!<br />
<br />
Ihr Haar, so licht wie Gold,<br />
Ihr Aug' so himmelsrein,<br />
Was kniest Du so allein,<br />
Komm Maid, das Wetter grollt! –<br />
<br />
Still winkt die Jungfrau mir:<br />
»Ein Opfer ruhet hier,<br />
»Auf einem Grab sind wir«;<br />
<br />
Lieblosigkeit ist Mord, –<br />
Entfliehe diesem Ort,<br />
Doch sprich ein segnend Wort!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Des Abends letztes Gold,<br />
Es spiegelt sich im Rhein,<br />
Still kniet das Mägdelein<br />
Am Ufer, wunderhold!<br />
<br />
Ihr Haar, so licht wie Gold,<br />
Ihr Aug' so himmelsrein,<br />
Was kniest Du so allein,<br />
Komm Maid, das Wetter grollt! –<br />
<br />
Still winkt die Jungfrau mir:<br />
»Ein Opfer ruhet hier,<br />
»Auf einem Grab sind wir«;<br />
<br />
Lieblosigkeit ist Mord, –<br />
Entfliehe diesem Ort,<br />
Doch sprich ein segnend Wort!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dem Kaiser Wilhelm I.]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29185</link>
			<pubDate>Sun, 28 Jan 2024 04:56:16 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29185</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dem Kaiser Wilhelm I.</span><br />
<br />
Staunest ob der Alpenhöhe,<br />
Sinkest nieder vor den Sternen,<br />
Vor dem Glanz des Meteores<br />
Aus den unbegriffnen Fernen;<br />
<br />
Staun' nicht ob der Alpenhöhe,<br />
Sink' nicht nieder vor den Sternen,<br />
Vor dem Glanz des Meteores<br />
Aus den unbekannten Fernen:<br />
<br />
An und für sich sind sie wenig<br />
– Wahre Größe wohnt im Geist –<br />
Staune an den großen König,<br />
<br />
Den mit Recht man »Ersten« heißt –<br />
Jeder Zoll ein Kaiser-König,<br />
Der die Völker mit sich reißt!<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dem Kaiser Wilhelm I.</span><br />
<br />
Staunest ob der Alpenhöhe,<br />
Sinkest nieder vor den Sternen,<br />
Vor dem Glanz des Meteores<br />
Aus den unbegriffnen Fernen;<br />
<br />
Staun' nicht ob der Alpenhöhe,<br />
Sink' nicht nieder vor den Sternen,<br />
Vor dem Glanz des Meteores<br />
Aus den unbekannten Fernen:<br />
<br />
An und für sich sind sie wenig<br />
– Wahre Größe wohnt im Geist –<br />
Staune an den großen König,<br />
<br />
Den mit Recht man »Ersten« heißt –<br />
Jeder Zoll ein Kaiser-König,<br />
Der die Völker mit sich reißt!<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Auf und nieder steigt die Welle,]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29184</link>
			<pubDate>Fri, 26 Jan 2024 11:22:20 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29184</guid>
			<description><![CDATA[Auf und nieder steigt die Welle,<br />
Auf und nieder steigt die Nacht,<br />
Und der Sterne Glanz und Pracht<br />
Wechseln mit des Tages Helle.<br />
<br />
Ew'ger Wechsel, Nacht und Helle,<br />
Grüne Matten, dunkler Schacht,<br />
Sprich, was siehst Du auf der Wacht,<br />
Steigend auf die festen Wälle?<br />
<br />
Moder, Moder aus den Grüften,<br />
Blumendüfte in den Lüften,<br />
Manchen Geist, ach, schwergeprüften.<br />
<br />
Eine Welt, die Alles preist,<br />
Was da Glanz und Schimmer heißt,<br />
Und das Böse vorwärts reißt! –]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Auf und nieder steigt die Welle,<br />
Auf und nieder steigt die Nacht,<br />
Und der Sterne Glanz und Pracht<br />
Wechseln mit des Tages Helle.<br />
<br />
Ew'ger Wechsel, Nacht und Helle,<br />
Grüne Matten, dunkler Schacht,<br />
Sprich, was siehst Du auf der Wacht,<br />
Steigend auf die festen Wälle?<br />
<br />
Moder, Moder aus den Grüften,<br />
Blumendüfte in den Lüften,<br />
Manchen Geist, ach, schwergeprüften.<br />
<br />
Eine Welt, die Alles preist,<br />
Was da Glanz und Schimmer heißt,<br />
Und das Böse vorwärts reißt! –]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[An Friedrich III.]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29183</link>
			<pubDate>Wed, 24 Jan 2024 07:57:29 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29183</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Friedrich III.</span><br />
<br />
Die großen Blätter der Geschichte fallen,<br />
Das eine, Prinz, es ist ganz voll von Dir,<br />
Und alle Herzen, es erobert's Dir,<br />
Und später Nachwelt wird es noch gefallen.<br />
<br />
Wer sich des Schicksals wie des Sieg's bemeistert,<br />
Gekröntes Leben in die Schanze schlägt,<br />
Ein großes Herz im Heldenbusen trägt,<br />
Zu aller Zeit der Menschen Sinn begeistert.<br />
<br />
Drum Heil dem Tage, Prinz, der Dich geboren,<br />
Du selber gleichst fürwahr dem goldnen Tag,<br />
Dem Sonnengott vor Akropolis Toren!<br />
<br />
Doch auch dem Aar mit kräft'gem Flügelschlag,<br />
Dem Preuß'schen Aar vor unsren Siegestoren:<br />
Daß Dich die Siegesgöttin stets begleiten mag!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Friedrich III.</span><br />
<br />
Die großen Blätter der Geschichte fallen,<br />
Das eine, Prinz, es ist ganz voll von Dir,<br />
Und alle Herzen, es erobert's Dir,<br />
Und später Nachwelt wird es noch gefallen.<br />
<br />
Wer sich des Schicksals wie des Sieg's bemeistert,<br />
Gekröntes Leben in die Schanze schlägt,<br />
Ein großes Herz im Heldenbusen trägt,<br />
Zu aller Zeit der Menschen Sinn begeistert.<br />
<br />
Drum Heil dem Tage, Prinz, der Dich geboren,<br />
Du selber gleichst fürwahr dem goldnen Tag,<br />
Dem Sonnengott vor Akropolis Toren!<br />
<br />
Doch auch dem Aar mit kräft'gem Flügelschlag,<br />
Dem Preuß'schen Aar vor unsren Siegestoren:<br />
Daß Dich die Siegesgöttin stets begleiten mag!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>