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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Theodor Körner]]></title>
		<link>https://sonett.fontane-place.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett.fontane-place.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 20:38:16 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Vor Rauchs Büste der Königin Louise.]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29665</link>
			<pubDate>Wed, 12 Jun 2024 09:32:56 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29665</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vor Rauchs Büste der Königin Louise.<br />
<br />
1812</span><br />
<br />
Du schläfst so sanft! – die stillen Züge hauschen<br />
Noch deines Lebens schöne Träume wider,<br />
Der Schlummer nu senkt seine Flügel nieder,<br />
Und heil’ger Frieden schließt die klaren Augen.<br />
<br />
So schlummre fort, bis deines Volkes Brüder,<br />
Wenn Flammenzeichen von den Bergen rauchen<br />
Mit Gott versöhnt, die rost’gen Schwerter brauchen,<br />
Das Leben opfernd für die höchsten Güter.<br />
<br />
Tief führt der Herr durch Nacht uns und Verderben, -<br />
So sollen wir im Kampf das Heil erwerben<br />
Daß unsre Enkel freie Männer sterben.<br />
<br />
Kommt dann der Tag der Freiheit und der Rache,<br />
Dann ruft dein Volk, dann, deutsche Frau, erwache<br />
Ein guter Engel für die gute Sache!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vor Rauchs Büste der Königin Louise.<br />
<br />
1812</span><br />
<br />
Du schläfst so sanft! – die stillen Züge hauschen<br />
Noch deines Lebens schöne Träume wider,<br />
Der Schlummer nu senkt seine Flügel nieder,<br />
Und heil’ger Frieden schließt die klaren Augen.<br />
<br />
So schlummre fort, bis deines Volkes Brüder,<br />
Wenn Flammenzeichen von den Bergen rauchen<br />
Mit Gott versöhnt, die rost’gen Schwerter brauchen,<br />
Das Leben opfernd für die höchsten Güter.<br />
<br />
Tief führt der Herr durch Nacht uns und Verderben, -<br />
So sollen wir im Kampf das Heil erwerben<br />
Daß unsre Enkel freie Männer sterben.<br />
<br />
Kommt dann der Tag der Freiheit und der Rache,<br />
Dann ruft dein Volk, dann, deutsche Frau, erwache<br />
Ein guter Engel für die gute Sache!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zum 3. Februar]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29663</link>
			<pubDate>Mon, 10 Jun 2024 11:50:25 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29663</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zum 3. Februar<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Geburtstag der Herzogin Dorothea von Kurland)</span></span><br />
<br />
<br />
Ein stilles Lied aus dem entfernten Norden,<br />
Das kaum zu deines Festes Glanz sich traute –<br />
Ein Jüngling schlug die ungeübte Laute –<br />
Klingt vor des Schlosses reichgeschmückte Pforten.<br />
<br />
Es bebt dahin in kaum verstand’nen Worten;<br />
Denn vor dem Blick, der so viel Edles schaute,<br />
Dem sich der Schönheit Rätselwort vertraute,<br />
Verstummt der Geist in schüchternen Akkorden.<br />
<br />
Laß ihn verstummen! – was die Töne sagen,<br />
Was in der Seele reichen Frühlingstagen<br />
Die Schwestern, Phantasie und Liebe, tragen,<br />
<br />
das klingt und lebt, wenn aller Schein verglühte,<br />
Im stillen Herzen eine ew’ge Blüte; -<br />
Ein wahr Empfinden wird auch still zum Liede.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zum 3. Februar<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Geburtstag der Herzogin Dorothea von Kurland)</span></span><br />
<br />
<br />
Ein stilles Lied aus dem entfernten Norden,<br />
Das kaum zu deines Festes Glanz sich traute –<br />
Ein Jüngling schlug die ungeübte Laute –<br />
Klingt vor des Schlosses reichgeschmückte Pforten.<br />
<br />
Es bebt dahin in kaum verstand’nen Worten;<br />
Denn vor dem Blick, der so viel Edles schaute,<br />
Dem sich der Schönheit Rätselwort vertraute,<br />
Verstummt der Geist in schüchternen Akkorden.<br />
<br />
Laß ihn verstummen! – was die Töne sagen,<br />
Was in der Seele reichen Frühlingstagen<br />
Die Schwestern, Phantasie und Liebe, tragen,<br />
<br />
das klingt und lebt, wenn aller Schein verglühte,<br />
Im stillen Herzen eine ew’ge Blüte; -<br />
Ein wahr Empfinden wird auch still zum Liede.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vor Raphaels Madonna]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29662</link>
			<pubDate>Sat, 08 Jun 2024 00:24:05 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29662</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vor Raphaels Madonna</span><br />
<br />
Lange hab ich vor dem Bild gestanden,<br />
Mich ergriff’s mit wunderbarem Siegen,<br />
Schöne Welten sah ich vor mir liegen,<br />
Und ich fühlte frei mich aller Banden!<br />
<br />
Wehe denen, die den Gott verkannten,<br />
Wem die in’re Stimme hier geschwiegen;<br />
Ahnung dämmert in Mariens Zügen, -<br />
Wehe, wer die Liebe nicht verstanden!<br />
<br />
Heilig, heilig! tönen Seraphslieder,<br />
Lichte Engelchöre stürzen nieder<br />
Und umschweben ihres Gottes Braut;<br />
<br />
Und der Geist erhebt sich aus dem Staube,<br />
Und lebendig wird dem Lieb’ und Glaube,<br />
Der sie reines Herzens angeschaut.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vor Raphaels Madonna</span><br />
<br />
Lange hab ich vor dem Bild gestanden,<br />
Mich ergriff’s mit wunderbarem Siegen,<br />
Schöne Welten sah ich vor mir liegen,<br />
Und ich fühlte frei mich aller Banden!<br />
<br />
Wehe denen, die den Gott verkannten,<br />
Wem die in’re Stimme hier geschwiegen;<br />
Ahnung dämmert in Mariens Zügen, -<br />
Wehe, wer die Liebe nicht verstanden!<br />
<br />
Heilig, heilig! tönen Seraphslieder,<br />
Lichte Engelchöre stürzen nieder<br />
Und umschweben ihres Gottes Braut;<br />
<br />
Und der Geist erhebt sich aus dem Staube,<br />
Und lebendig wird dem Lieb’ und Glaube,<br />
Der sie reines Herzens angeschaut.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vor dem Grabmal in Penzing]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29661</link>
			<pubDate>Thu, 06 Jun 2024 09:33:15 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29661</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vor dem Grabmal in Penzing</span><br />
<br />
Der Staub zerfällt, die letzten Stürme toben,<br />
Des Lebens rauhe Töne sind verklungen,<br />
Und durch des Grabes stille Dämmerungen<br />
Schwingt die befreite Seele sich nach oben.<br />
<br />
Schon ist der Erde düst’rer Kreis bezwungen,<br />
Die Nebel sind aus ihrer bahn zerstoben,<br />
Den Schleier hat die kühne Hand gehoben,<br />
In’s Meer des Urlichts ist der Blick gedrungen.<br />
<br />
Ein Lilienstrauß, bedeutungsvolle Sprossen,<br />
Die nur den Kelch der Sonne aufgeschlossen,<br />
Sind ihres Sieges freudige Genossen. –<br />
<br />
Die Phantasie bewegt die Marmorglieder,<br />
Das Vaterland empfängt den Engel wieder<br />
Und Ahnung dämert aus der heimat nieder.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vor dem Grabmal in Penzing</span><br />
<br />
Der Staub zerfällt, die letzten Stürme toben,<br />
Des Lebens rauhe Töne sind verklungen,<br />
Und durch des Grabes stille Dämmerungen<br />
Schwingt die befreite Seele sich nach oben.<br />
<br />
Schon ist der Erde düst’rer Kreis bezwungen,<br />
Die Nebel sind aus ihrer bahn zerstoben,<br />
Den Schleier hat die kühne Hand gehoben,<br />
In’s Meer des Urlichts ist der Blick gedrungen.<br />
<br />
Ein Lilienstrauß, bedeutungsvolle Sprossen,<br />
Die nur den Kelch der Sonne aufgeschlossen,<br />
Sind ihres Sieges freudige Genossen. –<br />
<br />
Die Phantasie bewegt die Marmorglieder,<br />
Das Vaterland empfängt den Engel wieder<br />
Und Ahnung dämert aus der heimat nieder.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vor dem Bilde zweier Schwestern von Schick]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29660</link>
			<pubDate>Tue, 04 Jun 2024 11:33:03 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29660</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vor dem Bilde zweier Schwestern von Schick</span><br />
<br />
Schönes Bild, das mir so teuer worden,<br />
Seh’ ich dich, ruft stiller Ahnung Walten<br />
Aus den wunderlieblichen Gestalten<br />
Mir in süßen himmlischen Akkorden.<br />
<br />
Nein, kein Sänger malt’s mit Klang und Worten,<br />
Wie sie blühend sich umschlungen halten,<br />
Und voll Südens Anmut sich entfalten,<br />
Stille Blumen aus dem heil’gen Norden!<br />
<br />
Ist die Sage wahr von jenen Wesen,<br />
Die, im Frühling schon der Welt entnommen,<br />
Sich der Herr zu Genien erlesen,<br />
<br />
Nenn’ ich euch als Engel mir willkommen,<br />
Ausgeschmückt mit allen Wundergaben,<br />
Und kein Himmel kann sie schöner haben!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vor dem Bilde zweier Schwestern von Schick</span><br />
<br />
Schönes Bild, das mir so teuer worden,<br />
Seh’ ich dich, ruft stiller Ahnung Walten<br />
Aus den wunderlieblichen Gestalten<br />
Mir in süßen himmlischen Akkorden.<br />
<br />
Nein, kein Sänger malt’s mit Klang und Worten,<br />
Wie sie blühend sich umschlungen halten,<br />
Und voll Südens Anmut sich entfalten,<br />
Stille Blumen aus dem heil’gen Norden!<br />
<br />
Ist die Sage wahr von jenen Wesen,<br />
Die, im Frühling schon der Welt entnommen,<br />
Sich der Herr zu Genien erlesen,<br />
<br />
Nenn’ ich euch als Engel mir willkommen,<br />
Ausgeschmückt mit allen Wundergaben,<br />
Und kein Himmel kann sie schöner haben!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sonnenaufgang auf der Riesenkoppe]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29659</link>
			<pubDate>Sun, 02 Jun 2024 10:33:15 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29659</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sonnenaufgang auf der Riesenkoppe</span>  <br />
<br />
Die Erde ruht in tiefer, ernster Stille,<br />
Und alles schweigt; es dringt kein Laut zum Ohre.<br />
Doch schnell auf finstrer Spur entflieht die Hore,<br />
Daß sie das Wort der ew'gen Zeit erfülle.<br />
<br />
Da bricht der Morgen durch des Dunkels Hülle;<br />
Es tritt der Tag in lichtem Strahlenflore<br />
Mit üpp'ger Kraft aus seinem goldnen Tore;<br />
Der Himmel glüht in frischer Jugendfülle.<br />
<br />
Und freudig auf des Lichtes zarten Spuren<br />
Beginnt das Leben sich zu regen<br />
Und keimt und blüht in tausendfacher Lust.<br />
<br />
Unübersehbar schimmern Städt' und Fluren<br />
Aus weiter Ferne meinem Blick entgegen,<br />
Und heil'ge Sehnsucht glüht in meiner Brust.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sonnenaufgang auf der Riesenkoppe</span>  <br />
<br />
Die Erde ruht in tiefer, ernster Stille,<br />
Und alles schweigt; es dringt kein Laut zum Ohre.<br />
Doch schnell auf finstrer Spur entflieht die Hore,<br />
Daß sie das Wort der ew'gen Zeit erfülle.<br />
<br />
Da bricht der Morgen durch des Dunkels Hülle;<br />
Es tritt der Tag in lichtem Strahlenflore<br />
Mit üpp'ger Kraft aus seinem goldnen Tore;<br />
Der Himmel glüht in frischer Jugendfülle.<br />
<br />
Und freudig auf des Lichtes zarten Spuren<br />
Beginnt das Leben sich zu regen<br />
Und keimt und blüht in tausendfacher Lust.<br />
<br />
Unübersehbar schimmern Städt' und Fluren<br />
Aus weiter Ferne meinem Blick entgegen,<br />
Und heil'ge Sehnsucht glüht in meiner Brust.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Östreichs Doppeladler]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29658</link>
			<pubDate>Fri, 31 May 2024 04:42:45 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29658</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Östreichs Doppeladler<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Als ich verwundet nach Östreich zurückkehrte.</span></span><br />
<br />
 <br />
Sei mir gesegnet, heilig Doppelzeichen,<br />
Das ich trotz diesem Wirbelsturm der Jahre<br />
In heiterm Stolz und leuchtender gewahre! –<br />
Ja hier beginnst du, freies Land der Eichen!<br />
<br />
Ein Ruf, dem nur der Sel’gen Stimmen gleichen,<br />
Zog mich zu deinem nachbarlichen Aare;<br />
Es floß mein Blut am Vaterlands-Altare;<br />
Ich sank, getroffen von Verräterstreichen.<br />
<br />
Da find’ ich dich, schön wie im Land der Dichtung;<br />
Zween Blitze glüht der Augen Doppelrichtung,<br />
Der Freiheit Sieg, der Tyrannei Vernichtung.<br />
<br />
Frisch auf, Habsburg! der Teufel muß erliegen;<br />
Gott ist mit dir, wo deine Banner fliegen.<br />
Hoch, Östreich, hoch! – Dein Schwert, dein Karl wird siegen!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Östreichs Doppeladler<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Als ich verwundet nach Östreich zurückkehrte.</span></span><br />
<br />
 <br />
Sei mir gesegnet, heilig Doppelzeichen,<br />
Das ich trotz diesem Wirbelsturm der Jahre<br />
In heiterm Stolz und leuchtender gewahre! –<br />
Ja hier beginnst du, freies Land der Eichen!<br />
<br />
Ein Ruf, dem nur der Sel’gen Stimmen gleichen,<br />
Zog mich zu deinem nachbarlichen Aare;<br />
Es floß mein Blut am Vaterlands-Altare;<br />
Ich sank, getroffen von Verräterstreichen.<br />
<br />
Da find’ ich dich, schön wie im Land der Dichtung;<br />
Zween Blitze glüht der Augen Doppelrichtung,<br />
Der Freiheit Sieg, der Tyrannei Vernichtung.<br />
<br />
Frisch auf, Habsburg! der Teufel muß erliegen;<br />
Gott ist mit dir, wo deine Banner fliegen.<br />
Hoch, Östreich, hoch! – Dein Schwert, dein Karl wird siegen!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Moskau]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29657</link>
			<pubDate>Wed, 29 May 2024 05:56:24 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29657</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Moskau</span><br />
<br />
Wie wölben dort sich deiner Kirchen Bogen!<br />
Wie schimmern der Paläste gold’ne Wände!<br />
Es schwärmt der Blick, wohin ich ihn versende,<br />
Von einer Pracht zur andern fortgeflogen. –<br />
<br />
Da wälzen sich auf einmal glüh’nde Wogen:<br />
Es schleudern deiner Bürger eigne Hände<br />
Auf’s eigne Dach die sprüh’nden Fackelbrände;<br />
Ein Feuerkreis hat prasselnd dich umzogen.<br />
<br />
O laß dich nur vom Aberwitz verdammen. –<br />
Ihr Kirchen, stürzt! Paläste brecht zuammen!<br />
Der Phönix Rußland wirft sich in die Flammen.<br />
<br />
Doch, hochverklärt, aus seinem Feuerkranze<br />
Wird er ersteh’n im frischen Jugendglanze,<br />
Und Sankt Georg schwingt siegend seine Lanze.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Moskau</span><br />
<br />
Wie wölben dort sich deiner Kirchen Bogen!<br />
Wie schimmern der Paläste gold’ne Wände!<br />
Es schwärmt der Blick, wohin ich ihn versende,<br />
Von einer Pracht zur andern fortgeflogen. –<br />
<br />
Da wälzen sich auf einmal glüh’nde Wogen:<br />
Es schleudern deiner Bürger eigne Hände<br />
Auf’s eigne Dach die sprüh’nden Fackelbrände;<br />
Ein Feuerkreis hat prasselnd dich umzogen.<br />
<br />
O laß dich nur vom Aberwitz verdammen. –<br />
Ihr Kirchen, stürzt! Paläste brecht zuammen!<br />
Der Phönix Rußland wirft sich in die Flammen.<br />
<br />
Doch, hochverklärt, aus seinem Feuerkranze<br />
Wird er ersteh’n im frischen Jugendglanze,<br />
Und Sankt Georg schwingt siegend seine Lanze.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mit den Knospen]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29656</link>
			<pubDate>Mon, 27 May 2024 03:24:33 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29656</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mit den Knospen</span><br />
<br />
<br />
Darf ich dir wohl des Liedes Opfer bringen?<br />
Darf meine Muse scheu und still es wagen,<br />
Was sie gefühlt, begeistert dir zu sagen,<br />
Und wird das Streben meiner Brust gelingen?<br />
<br />
Noch lebt das Lied auf ungewohnten Schwingen<br />
Noch kann es nicht der Wolken Druck ertragen;<br />
Doch will das Herz das ferne Ziel erjagen<br />
Und aufwärts zu dem Sonnentempel dringen.<br />
<br />
Drum magst du mir mit güt’gem Blick vergeben,<br />
Wenn auch mein Lied in regellosen Spuren<br />
Durch Qual und Lust in wilden Tönen schweift;<br />
<br />
Zur Wahrheit doch, zur Liebe geht sein Streben,<br />
Zum süßen Einklang höherer Naturen,<br />
Und – meine Blüten sind noch nicht gereift.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mit den Knospen</span><br />
<br />
<br />
Darf ich dir wohl des Liedes Opfer bringen?<br />
Darf meine Muse scheu und still es wagen,<br />
Was sie gefühlt, begeistert dir zu sagen,<br />
Und wird das Streben meiner Brust gelingen?<br />
<br />
Noch lebt das Lied auf ungewohnten Schwingen<br />
Noch kann es nicht der Wolken Druck ertragen;<br />
Doch will das Herz das ferne Ziel erjagen<br />
Und aufwärts zu dem Sonnentempel dringen.<br />
<br />
Drum magst du mir mit güt’gem Blick vergeben,<br />
Wenn auch mein Lied in regellosen Spuren<br />
Durch Qual und Lust in wilden Tönen schweift;<br />
<br />
Zur Wahrheit doch, zur Liebe geht sein Streben,<br />
Zum süßen Einklang höherer Naturen,<br />
Und – meine Blüten sind noch nicht gereift.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Im St. Stephan]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29655</link>
			<pubDate>Sat, 25 May 2024 09:41:10 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29655</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Im St. Stephan</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Am Karfreitag)</span><br />
<br />
Die Kirche trauert, schwarze Flöre wallen<br />
In düstern Falten von den Wänden nieder,<br />
Und frommer Glaube weiht die Riesenglieder<br />
Des Gotteshauses sich zu Grabeshallen.<br />
<br />
Die Kerzen flammen, heil’ge Hymnen schallen,<br />
Der Andacht Weihe taucht sich in die Lieder,<br />
In tausend Seelen klingt es mächtig wieder,<br />
Das Herz erhebt sich, und die Nebel fallen. –<br />
<br />
Du kniest vielleicht auch jetzt an den Altären,<br />
Vielleicht schmückt sich dein Auge jetzt mit Zähren,<br />
Das edle Herz im Glauben zu verklären.<br />
<br />
Vielleicht! – Der Traum wirft mich zu Gottes Füßen,<br />
In gleicher Andacht deinen Geist zu grüßen.<br />
Begeist’rung betet und die Tränen fließen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Im St. Stephan</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Am Karfreitag)</span><br />
<br />
Die Kirche trauert, schwarze Flöre wallen<br />
In düstern Falten von den Wänden nieder,<br />
Und frommer Glaube weiht die Riesenglieder<br />
Des Gotteshauses sich zu Grabeshallen.<br />
<br />
Die Kerzen flammen, heil’ge Hymnen schallen,<br />
Der Andacht Weihe taucht sich in die Lieder,<br />
In tausend Seelen klingt es mächtig wieder,<br />
Das Herz erhebt sich, und die Nebel fallen. –<br />
<br />
Du kniest vielleicht auch jetzt an den Altären,<br />
Vielleicht schmückt sich dein Auge jetzt mit Zähren,<br />
Das edle Herz im Glauben zu verklären.<br />
<br />
Vielleicht! – Der Traum wirft mich zu Gottes Füßen,<br />
In gleicher Andacht deinen Geist zu grüßen.<br />
Begeist’rung betet und die Tränen fließen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Geistliche Sonette - Christi Himmelfahrt.]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29654</link>
			<pubDate>Thu, 23 May 2024 00:21:33 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29654</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Christi Himmelfahrt.</span><br />
<br />
Als Christus von den Toten auferstanden,<br />
Erscheint er seinen trauernden Gefährten,<br />
Die froh und schnell den Meister, den Verklärten,<br />
Den eingebornen Gottessohn erkannten.<br />
<br />
»Euch,« spricht der Herr, »erwählt' ich zu Gesandten;<br />
Mein ist die Macht im Himmel und auf Erden;<br />
Wer an mich glaubet, der soll selig werden.<br />
Geht hin und lehrt und tauft in allen Landen!«<br />
<br />
Jetzt segnet er noch einmal seine Treuen,<br />
Zum großen Bund der Liebe sie zu weihen;<br />
Dann trägt ihn eine Wolke himmelwärts.<br />
<br />
Und betend sinken alle hin im Staube.<br />
Mit stiller Kraft vollendet sich der Glaube;<br />
Der heil'ge Geist glüht siegend durch das Herz.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Christi Himmelfahrt.</span><br />
<br />
Als Christus von den Toten auferstanden,<br />
Erscheint er seinen trauernden Gefährten,<br />
Die froh und schnell den Meister, den Verklärten,<br />
Den eingebornen Gottessohn erkannten.<br />
<br />
»Euch,« spricht der Herr, »erwählt' ich zu Gesandten;<br />
Mein ist die Macht im Himmel und auf Erden;<br />
Wer an mich glaubet, der soll selig werden.<br />
Geht hin und lehrt und tauft in allen Landen!«<br />
<br />
Jetzt segnet er noch einmal seine Treuen,<br />
Zum großen Bund der Liebe sie zu weihen;<br />
Dann trägt ihn eine Wolke himmelwärts.<br />
<br />
Und betend sinken alle hin im Staube.<br />
Mit stiller Kraft vollendet sich der Glaube;<br />
Der heil'ge Geist glüht siegend durch das Herz.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Geistliche Sonette - Christi Erscheinung in Emmaus.]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29653</link>
			<pubDate>Tue, 21 May 2024 00:10:09 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29653</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Christi Erscheinung in Emmaus.</span><br />
<br />
Zwei Tage sind's, daß Christus ausgelitten,<br />
Und traurig gehen auf betretnen Wegen<br />
Der Jünger zwei in düsteren Gesprächen;<br />
Da kommt der Herr zu ihnen hergeschritten,<br />
<br />
Und unerkannt geht er in ihrer Mitten,<br />
Lehrt sie die heil'gen Bücher auszulegen.<br />
So wandern sie dem nahen Ort entgegen<br />
Und treten endlich ein in seine Hütten.<br />
<br />
Der Meister setzte sich zu ihnen nieder<br />
Und nahm das Brot und dankete und brach's.<br />
Da ward es hell vor seiner Jünger Blicke,<br />
<br />
Und sie erkannten den Messias wieder;<br />
Doch er verschwand. Schnell kehrten sie zurücke<br />
Und priesen laut die Wunder dieses Tags.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Christi Erscheinung in Emmaus.</span><br />
<br />
Zwei Tage sind's, daß Christus ausgelitten,<br />
Und traurig gehen auf betretnen Wegen<br />
Der Jünger zwei in düsteren Gesprächen;<br />
Da kommt der Herr zu ihnen hergeschritten,<br />
<br />
Und unerkannt geht er in ihrer Mitten,<br />
Lehrt sie die heil'gen Bücher auszulegen.<br />
So wandern sie dem nahen Ort entgegen<br />
Und treten endlich ein in seine Hütten.<br />
<br />
Der Meister setzte sich zu ihnen nieder<br />
Und nahm das Brot und dankete und brach's.<br />
Da ward es hell vor seiner Jünger Blicke,<br />
<br />
Und sie erkannten den Messias wieder;<br />
Doch er verschwand. Schnell kehrten sie zurücke<br />
Und priesen laut die Wunder dieses Tags.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Geistliche Sonette - Das Abendmahl.]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29652</link>
			<pubDate>Sun, 19 May 2024 02:36:51 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29652</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Abendmahl.</span><br />
<br />
Es war, das heil'ge Osterfest zu ehren,<br />
Der Tisch des Herrn besetzt mit Trank und Speise;<br />
Die Jünger saßen rings und sprachen leise,<br />
Den hohen Ernst des Meisters nicht zu stören.<br />
<br />
Da sprach der Herr: »Wohl war es mein Begehren,<br />
Dies Fest zu feiern nach der Väter Weise:<br />
Noch einmal sehnt' ich mich, in eurem Kreise<br />
Das heil'ge Mahl des Bundes zu verzehren.<br />
<br />
Denn kurze Frist nur hab' ich noch zu leben.<br />
Doch seid ihr meiner Seligkeit Genossen.<br />
Nehmt, Freunde, diesen Kelch und nehmt das Brot!<br />
<br />
Das ist mein Leib, den ich für euch gegeben;<br />
Das ist mein Blut, das ich für euch vergossen;<br />
Für euer Leben geh' ich in den Tod.«]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Abendmahl.</span><br />
<br />
Es war, das heil'ge Osterfest zu ehren,<br />
Der Tisch des Herrn besetzt mit Trank und Speise;<br />
Die Jünger saßen rings und sprachen leise,<br />
Den hohen Ernst des Meisters nicht zu stören.<br />
<br />
Da sprach der Herr: »Wohl war es mein Begehren,<br />
Dies Fest zu feiern nach der Väter Weise:<br />
Noch einmal sehnt' ich mich, in eurem Kreise<br />
Das heil'ge Mahl des Bundes zu verzehren.<br />
<br />
Denn kurze Frist nur hab' ich noch zu leben.<br />
Doch seid ihr meiner Seligkeit Genossen.<br />
Nehmt, Freunde, diesen Kelch und nehmt das Brot!<br />
<br />
Das ist mein Leib, den ich für euch gegeben;<br />
Das ist mein Blut, das ich für euch vergossen;<br />
Für euer Leben geh' ich in den Tod.«]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Geistliche Sonette - Die Ehebrecherin.]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29651</link>
			<pubDate>Fri, 17 May 2024 05:37:50 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29651</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Ehebrecherin.</span><br />
<br />
O, ruhe sanft! In deinen schönsten Tagen,<br />
Wo Lieb' und Kunst dich freundlich eingesungen,<br />
Hat dich der Tod mit kalter Faust gezwungen,<br />
Der schönen Erde Lebewohl zu sagen.<br />
 <br />
Von deines Strebens Adlerflug getragen,<br />
Bist du schon früh ins Heiligtum gedrungen,<br />
Hat dich der Einklang höchster Kunst durchklungen,<br />
Das große Ziel des Meisters zu erjagen.<br />
<br />
Mit Jugendfülle standst du kühn im Leben;<br />
Da warf dich schnell dein Schicksal auf die Bahre;<br />
Wir konnten nichts als um den Bruder weinen.<br />
<br />
Doch dort verklärt sich ja dein heil'ges Streben,<br />
Wo Kunst und Glauben, wo das Schön' und Wahre<br />
Zur ew'gen Liebe göttlich sich vereinen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Ehebrecherin.</span><br />
<br />
O, ruhe sanft! In deinen schönsten Tagen,<br />
Wo Lieb' und Kunst dich freundlich eingesungen,<br />
Hat dich der Tod mit kalter Faust gezwungen,<br />
Der schönen Erde Lebewohl zu sagen.<br />
 <br />
Von deines Strebens Adlerflug getragen,<br />
Bist du schon früh ins Heiligtum gedrungen,<br />
Hat dich der Einklang höchster Kunst durchklungen,<br />
Das große Ziel des Meisters zu erjagen.<br />
<br />
Mit Jugendfülle standst du kühn im Leben;<br />
Da warf dich schnell dein Schicksal auf die Bahre;<br />
Wir konnten nichts als um den Bruder weinen.<br />
<br />
Doch dort verklärt sich ja dein heil'ges Streben,<br />
Wo Kunst und Glauben, wo das Schön' und Wahre<br />
Zur ew'gen Liebe göttlich sich vereinen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Geistliche Sonette -Christus und die Samariterin.]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29649</link>
			<pubDate>Wed, 15 May 2024 10:48:24 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=29649</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Christus und die Samariterin.</span><br />
<br />
Am Brunnen Jakobs in Samariens Auen<br />
Fühlt' einst der Herr nach Kühlung ein Begehren.<br />
»Weib, laß mich deinen Krug voll Wasser leeren!«<br />
So rief er sanft zu einer nahen Frauen.<br />
<br />
Die spricht: »Wie magst du, Fremdling, mir vertrauen?<br />
Im Tempel nur kann man den Herrn verehren,<br />
So lehret ihr, wollt nicht mit uns verkehren,<br />
Weil wir auf Berges Höhn Altäre bauen.«<br />
<br />
Da sprach der Herr zu ihr mit ernsten Worten:<br />
»Ein neuer Glaube wird ins Leben treten;<br />
Es löst die Nacht der Völker sich in Klarheit.<br />
<br />
Des Herren Tempel stehet allerorten.<br />
Gott ist ein Geist, und wer zu ihm will beten,<br />
Der bet' ihn an im Geist und in der Wahrheit!«<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Christus und die Samariterin.</span><br />
<br />
Am Brunnen Jakobs in Samariens Auen<br />
Fühlt' einst der Herr nach Kühlung ein Begehren.<br />
»Weib, laß mich deinen Krug voll Wasser leeren!«<br />
So rief er sanft zu einer nahen Frauen.<br />
<br />
Die spricht: »Wie magst du, Fremdling, mir vertrauen?<br />
Im Tempel nur kann man den Herrn verehren,<br />
So lehret ihr, wollt nicht mit uns verkehren,<br />
Weil wir auf Berges Höhn Altäre bauen.«<br />
<br />
Da sprach der Herr zu ihr mit ernsten Worten:<br />
»Ein neuer Glaube wird ins Leben treten;<br />
Es löst die Nacht der Völker sich in Klarheit.<br />
<br />
Des Herren Tempel stehet allerorten.<br />
Gott ist ein Geist, und wer zu ihm will beten,<br />
Der bet' ihn an im Geist und in der Wahrheit!«<br />
<br />
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.]]></content:encoded>
		</item>
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