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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Ludwig Kuhlenbeck]]></title>
		<link>https://sonett.fontane-place.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett.fontane-place.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 23:32:48 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Meine Mutter]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30751</link>
			<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 00:06:47 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Meine Mutter</span><br />
<br />
Wohl las ich viel von edlen Frauenseelen,<br />
Von Porcia, Cornelia, Thusnelden<br />
Und anderen, davon die Dichter melden;<br />
Dann dächt’ ich stets, ich will es nicht verhehlen:<br />
<br />
Daß solche Frauen unsern fehlen;<br />
Gedankenleer fand ich die schönsten Köpfe,<br />
Geschaffen, nur zu tragen dichte Zöpfe,<br />
Doch nicht der Frauenwürde Kronjuwelen!<br />
<br />
Da, Mutter, kehrt’ ich heim, bei Dir zu finden,<br />
was ich vergeblich suchte in der Ferne!<br />
dein Herz war eins mit meines Daseins Kerne:<br />
<br />
Verständnis bot Dein sinniges Empfinden<br />
All meinem Denken, treuer als der Sterne<br />
Ihr Spiegelbild im Meeresspiegel finden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Meine Mutter</span><br />
<br />
Wohl las ich viel von edlen Frauenseelen,<br />
Von Porcia, Cornelia, Thusnelden<br />
Und anderen, davon die Dichter melden;<br />
Dann dächt’ ich stets, ich will es nicht verhehlen:<br />
<br />
Daß solche Frauen unsern fehlen;<br />
Gedankenleer fand ich die schönsten Köpfe,<br />
Geschaffen, nur zu tragen dichte Zöpfe,<br />
Doch nicht der Frauenwürde Kronjuwelen!<br />
<br />
Da, Mutter, kehrt’ ich heim, bei Dir zu finden,<br />
was ich vergeblich suchte in der Ferne!<br />
dein Herz war eins mit meines Daseins Kerne:<br />
<br />
Verständnis bot Dein sinniges Empfinden<br />
All meinem Denken, treuer als der Sterne<br />
Ihr Spiegelbild im Meeresspiegel finden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mannesmut]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30747</link>
			<pubDate>Fri, 27 Dec 2024 18:18:10 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30747</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mannesmut</span><br />
<br />
Donnergrollend ballt ein Sturmgewitter<br />
Wolken, mit dem Feuerflammenstrahl<br />
Fährt vom Firmment zum Erdenthal<br />
Gedankenschnell der Blitz, des Todes Ritter:<br />
<br />
Siehst Du nun des schwachen Strauchs Gezitter!<br />
Ein Bild des Memmensinns und seiner Qual!<br />
Es graust ihm vor dem grellen Wetterstrahl,<br />
Der Tod, den er ihm dräuet, dünkt ihm bitter!<br />
<br />
Die Eiche aber dort rauscht froh entgegen<br />
Dem Strom vom Himmel, der sie soll erquicken,<br />
Und ihre Wurzeln thau’n von Gottes Segen.<br />
<br />
Ihr gleicht ein Mannesherz, das unverlegen<br />
Blickt in der Feinde grimmes Schwerterzücken,<br />
Kraftvoll greift die Faust zum eig’nen Degen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mannesmut</span><br />
<br />
Donnergrollend ballt ein Sturmgewitter<br />
Wolken, mit dem Feuerflammenstrahl<br />
Fährt vom Firmment zum Erdenthal<br />
Gedankenschnell der Blitz, des Todes Ritter:<br />
<br />
Siehst Du nun des schwachen Strauchs Gezitter!<br />
Ein Bild des Memmensinns und seiner Qual!<br />
Es graust ihm vor dem grellen Wetterstrahl,<br />
Der Tod, den er ihm dräuet, dünkt ihm bitter!<br />
<br />
Die Eiche aber dort rauscht froh entgegen<br />
Dem Strom vom Himmel, der sie soll erquicken,<br />
Und ihre Wurzeln thau’n von Gottes Segen.<br />
<br />
Ihr gleicht ein Mannesherz, das unverlegen<br />
Blickt in der Feinde grimmes Schwerterzücken,<br />
Kraftvoll greift die Faust zum eig’nen Degen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Totenklage um Kaiser Friedrich]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30752</link>
			<pubDate>Sat, 02 Mar 2024 23:10:14 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30752</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Totenklage um Kaiser Friedrich</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">I.</span><br />
<br />
Dem ersten Schmerz, dem heilig ernsten tiefen,<br />
Soll nicht der Trost, - sei’s auch der Liebsten, - nah’n;<br />
Ihn trösten wollen, - zudringlicher Wahn!<br />
Wart’ ab, bis milder erst die Thränen triefen!<br />
<br />
Wem je versunken ist in Deine Tiefen,<br />
O Grabesgruft, ein Liebstes, - stummer Schwan,<br />
Des echten Schmerzes Sinnbild, folg’ dem Kahn<br />
Des Charon, dem doch nimmer Einhalt riefen<br />
<br />
Die Klagelaute, die vom Ufer geller,<br />
Die Arme, die sich zum Gebet erheben, -<br />
Auf finstrem Strome, dessen trübe Quellen<br />
<br />
Viel Thränen sammeln, wie der Menschheit Leben<br />
Sie weint, wenn Schicksalsnot die Parzen weben;<br />
- Folg’ schweigend ihm auf des Cocytos Wellen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Totenklage um Kaiser Friedrich</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">I.</span><br />
<br />
Dem ersten Schmerz, dem heilig ernsten tiefen,<br />
Soll nicht der Trost, - sei’s auch der Liebsten, - nah’n;<br />
Ihn trösten wollen, - zudringlicher Wahn!<br />
Wart’ ab, bis milder erst die Thränen triefen!<br />
<br />
Wem je versunken ist in Deine Tiefen,<br />
O Grabesgruft, ein Liebstes, - stummer Schwan,<br />
Des echten Schmerzes Sinnbild, folg’ dem Kahn<br />
Des Charon, dem doch nimmer Einhalt riefen<br />
<br />
Die Klagelaute, die vom Ufer geller,<br />
Die Arme, die sich zum Gebet erheben, -<br />
Auf finstrem Strome, dessen trübe Quellen<br />
<br />
Viel Thränen sammeln, wie der Menschheit Leben<br />
Sie weint, wenn Schicksalsnot die Parzen weben;<br />
- Folg’ schweigend ihm auf des Cocytos Wellen!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Neuer Sonettenkranz]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30750</link>
			<pubDate>Sat, 02 Mar 2024 23:09:53 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30750</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Neuer Sonettenkranz</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">I.</span><br />
<br />
Die jüngst für sich nur einsam durften klagen<br />
Von Liebesgram in nächtlich stillen Stunden,<br />
Wenn brennend heiß das Blut sich aus den Wunden<br />
Ergoß, die Amors Waffe mir geschlagen,<br />
<br />
Nun dürfen die Sonette ohne Zagen<br />
Dir nah’n, Geliebte, und Dir unumwunden,<br />
Was je dies Herz an Schmerz und Lust empfunden<br />
Und alles, alles, was ich denke, sagen.<br />
<br />
Erhört hast Du der Liebe heißes Flehen;<br />
Noch glüht Dein süßer Kuß auf meinen Wangen,<br />
Von denen Todesblässe er vertrieben!<br />
<br />
Verjüngt atm’ ich der Frühlingslüste Wehen,<br />
Gelöst ist all des Winters Frost und Bangen,<br />
Erneut hast Du mein Leben durch Dein Lieben!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Neuer Sonettenkranz</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">I.</span><br />
<br />
Die jüngst für sich nur einsam durften klagen<br />
Von Liebesgram in nächtlich stillen Stunden,<br />
Wenn brennend heiß das Blut sich aus den Wunden<br />
Ergoß, die Amors Waffe mir geschlagen,<br />
<br />
Nun dürfen die Sonette ohne Zagen<br />
Dir nah’n, Geliebte, und Dir unumwunden,<br />
Was je dies Herz an Schmerz und Lust empfunden<br />
Und alles, alles, was ich denke, sagen.<br />
<br />
Erhört hast Du der Liebe heißes Flehen;<br />
Noch glüht Dein süßer Kuß auf meinen Wangen,<br />
Von denen Todesblässe er vertrieben!<br />
<br />
Verjüngt atm’ ich der Frühlingslüste Wehen,<br />
Gelöst ist all des Winters Frost und Bangen,<br />
Erneut hast Du mein Leben durch Dein Lieben!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sonettenkranz]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30749</link>
			<pubDate>Sat, 02 Mar 2024 23:09:41 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30749</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sonettenkranz<br />
 <br />
I.</span><br />
<br />
Es nahte sich die Sonne ihrem Ziele;<br />
Zur Seite stand ich Dir, der Thränen Fluten<br />
bekämpfend, die hervorzuheben drohten,<br />
Gelöst von bittrer Trennung Schmerzgefühle,<br />
<br />
Im Garten blühten rings der Rosen viele,<br />
Die weiß wie Schnee, die rot, wie Flammengluten;<br />
Zum Abschied, hofft’ ich, eine von den roten<br />
Solltest Du brechen mir vom dorn’gen Stiele.<br />
<br />
Doch ach! Du botest mit erzwungner Kühle<br />
Mir Lebewohl, - und nun ich selbst mir eine<br />
Brach, - da entfielen der die duft’gen Blätter,<br />
<br />
Sei’s weil sie welk geworden in der Schwüle,<br />
Sei’s, weil sie losgelöst vom Regenwetter,<br />
- Ihr glich ein sturmentblättert Herz, - das meine!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sonettenkranz<br />
 <br />
I.</span><br />
<br />
Es nahte sich die Sonne ihrem Ziele;<br />
Zur Seite stand ich Dir, der Thränen Fluten<br />
bekämpfend, die hervorzuheben drohten,<br />
Gelöst von bittrer Trennung Schmerzgefühle,<br />
<br />
Im Garten blühten rings der Rosen viele,<br />
Die weiß wie Schnee, die rot, wie Flammengluten;<br />
Zum Abschied, hofft’ ich, eine von den roten<br />
Solltest Du brechen mir vom dorn’gen Stiele.<br />
<br />
Doch ach! Du botest mit erzwungner Kühle<br />
Mir Lebewohl, - und nun ich selbst mir eine<br />
Brach, - da entfielen der die duft’gen Blätter,<br />
<br />
Sei’s weil sie welk geworden in der Schwüle,<br />
Sei’s, weil sie losgelöst vom Regenwetter,<br />
- Ihr glich ein sturmentblättert Herz, - das meine!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Manas]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30748</link>
			<pubDate>Sat, 02 Mar 2024 23:09:32 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=30748</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Manas<br />
<br />
 I.</span><br />
<br />
Ein Mensch ist der Bandit mit gift’gem Stahle,<br />
Der sichs für schnödes Gold zum Mord verdingt,<br />
Wie, der für’s Vaterland den Degen schwingt;<br />
Mensch leibt der Geistesheld am Marterpfahle;<br />
<br />
Mensch heißt hier der vertierte Kannibale,<br />
Der seinem Fetisch grause Opfer bringt,<br />
Und dort ein Christ, der heil’ge Hymnen singt,<br />
Gestärkt vom Gnadentrunk aus lautrer Schale!<br />
<br />
Sag, schuf der Schöpfer sich zum Ebenbilde<br />
Sie alle, die das Antlitz aufrecht tragen,<br />
Emporzuschau’n zum ew’gen Sterngefilde?<br />
<br />
Und kam Dir’s nie in Sinn und Herz, - zu fragen,<br />
Ob Schuld an seiner Tierheit trägt der Wilde,<br />
Und ob der Sünder ewig zu beklagen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Manas<br />
<br />
 I.</span><br />
<br />
Ein Mensch ist der Bandit mit gift’gem Stahle,<br />
Der sichs für schnödes Gold zum Mord verdingt,<br />
Wie, der für’s Vaterland den Degen schwingt;<br />
Mensch leibt der Geistesheld am Marterpfahle;<br />
<br />
Mensch heißt hier der vertierte Kannibale,<br />
Der seinem Fetisch grause Opfer bringt,<br />
Und dort ein Christ, der heil’ge Hymnen singt,<br />
Gestärkt vom Gnadentrunk aus lautrer Schale!<br />
<br />
Sag, schuf der Schöpfer sich zum Ebenbilde<br />
Sie alle, die das Antlitz aufrecht tragen,<br />
Emporzuschau’n zum ew’gen Sterngefilde?<br />
<br />
Und kam Dir’s nie in Sinn und Herz, - zu fragen,<br />
Ob Schuld an seiner Tierheit trägt der Wilde,<br />
Und ob der Sünder ewig zu beklagen?]]></content:encoded>
		</item>
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