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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Georg von Oertzen]]></title>
		<link>https://sonett.fontane-place.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett.fontane-place.de]]></description>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 06:17:36 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Unter den Reben]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12180</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:06:25 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Die Trösterin<br />
<br />
Die Muse Weib ist, unterthan den Launen:<br />
Sie duldet Viel, ja Alles von dem Theuren,<br />
Den einzig ihre Küsse nur befeuren.<br />
Sobald jedoch ihr böse Zungen raunen,<br />
<br />
Daß man gewagt, auch Andre zu bestaunen,<br />
Dann greift ihr Zorn blindlings zum Ungeheuren.<br />
Sie droht mit Scheidung: Gluthen laß erneuren<br />
Von Nixen Dir, von Satyrn oder Faunen.<br />
<br />
„Vielleicht von mir?“ sprach tröstlich eine Lippe<br />
Zum Dichter, welchem jenes Glück geworden,<br />
Das Vater Adam kostete die Rippe.<br />
<br />
Wer sind Sie, Kind? „Nicht heimisch hier im Norden:<br />
„Die Rebe heiß ich, Nektar ist mein Sippe,<br />
„Und wer mich ehrt, den tränk ich mit Accorden.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Trösterin<br />
<br />
Die Muse Weib ist, unterthan den Launen:<br />
Sie duldet Viel, ja Alles von dem Theuren,<br />
Den einzig ihre Küsse nur befeuren.<br />
Sobald jedoch ihr böse Zungen raunen,<br />
<br />
Daß man gewagt, auch Andre zu bestaunen,<br />
Dann greift ihr Zorn blindlings zum Ungeheuren.<br />
Sie droht mit Scheidung: Gluthen laß erneuren<br />
Von Nixen Dir, von Satyrn oder Faunen.<br />
<br />
„Vielleicht von mir?“ sprach tröstlich eine Lippe<br />
Zum Dichter, welchem jenes Glück geworden,<br />
Das Vater Adam kostete die Rippe.<br />
<br />
Wer sind Sie, Kind? „Nicht heimisch hier im Norden:<br />
„Die Rebe heiß ich, Nektar ist mein Sippe,<br />
„Und wer mich ehrt, den tränk ich mit Accorden.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die die Wahrheit kund machten.]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12179</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:04:05 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12179</guid>
			<description><![CDATA[Welch ein Geräusch eitler Gelehrsamkeiten,<br />
Ob Adam unser Urpapa, ob Affen<br />
Als Studie für dies Geschlecht erschaffen,<br />
Wie klein das Hirn, wie groß das Maul vor Zeiten?<br />
<br />
Zwar, wenn wir heut durch Saal und Gasse schreiten<br />
Und Männer sehn zum Spott für welke Laffen,<br />
Und blinzelnd Neid und Hohlheit sich begaffen,<br />
Verdächtig wird’s woher den Stamm sie leiten.<br />
<br />
Doch einmal ein Betrübter jenen Gecken<br />
Und wilden Fraun mit überschminktem Herzen<br />
Nachwandele durch lange Lebensstrecken:<br />
<br />
Und Heimweh, weinend unter bittern Scherzen,<br />
Und Narben, die vor solchem Blick erschrecken,<br />
Gewahrt sein Aug, - Goldgräber sind die Schmerzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Welch ein Geräusch eitler Gelehrsamkeiten,<br />
Ob Adam unser Urpapa, ob Affen<br />
Als Studie für dies Geschlecht erschaffen,<br />
Wie klein das Hirn, wie groß das Maul vor Zeiten?<br />
<br />
Zwar, wenn wir heut durch Saal und Gasse schreiten<br />
Und Männer sehn zum Spott für welke Laffen,<br />
Und blinzelnd Neid und Hohlheit sich begaffen,<br />
Verdächtig wird’s woher den Stamm sie leiten.<br />
<br />
Doch einmal ein Betrübter jenen Gecken<br />
Und wilden Fraun mit überschminktem Herzen<br />
Nachwandele durch lange Lebensstrecken:<br />
<br />
Und Heimweh, weinend unter bittern Scherzen,<br />
Und Narben, die vor solchem Blick erschrecken,<br />
Gewahrt sein Aug, - Goldgräber sind die Schmerzen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Eines schickt sich nicht für Alle]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12178</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:03:48 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12178</guid>
			<description><![CDATA[Die Klugen sprachen: „Du mußt endlich lernen<br />
Kaltblütig sein und mehr denn früher pracktisch;<br />
Die Dichtung Traum ist, doch der Hunger faktisch,<br />
Und keine Zinsen holt man von den Sternen.<br />
<br />
„Gedenk der Sorge, selbst der noch so fernen,<br />
Zeig fügsam Dich, nicht stolz autodidaktisch,<br />
Dein Feuerstrom sonst gleichsam kataraktisch<br />
Nach hohem Anfang endigt in Tavernen.“<br />
<br />
Darob erschrak mein Herz: Mit Opfermienen<br />
Die Prosa rief ich, die nebst Wasserkübeln<br />
Voll Nüchternheit und Vorsicht schnell erschienen.<br />
<br />
Sie wusch den Kopf mir, - kann man ihr’s verübeln?<br />
Die Gluthen starben, doch die Kraft mit ihnen:<br />
Und Kleinmuth ist die Frucht von meinem Grübeln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Klugen sprachen: „Du mußt endlich lernen<br />
Kaltblütig sein und mehr denn früher pracktisch;<br />
Die Dichtung Traum ist, doch der Hunger faktisch,<br />
Und keine Zinsen holt man von den Sternen.<br />
<br />
„Gedenk der Sorge, selbst der noch so fernen,<br />
Zeig fügsam Dich, nicht stolz autodidaktisch,<br />
Dein Feuerstrom sonst gleichsam kataraktisch<br />
Nach hohem Anfang endigt in Tavernen.“<br />
<br />
Darob erschrak mein Herz: Mit Opfermienen<br />
Die Prosa rief ich, die nebst Wasserkübeln<br />
Voll Nüchternheit und Vorsicht schnell erschienen.<br />
<br />
Sie wusch den Kopf mir, - kann man ihr’s verübeln?<br />
Die Gluthen starben, doch die Kraft mit ihnen:<br />
Und Kleinmuth ist die Frucht von meinem Grübeln.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hol sie der Kukuk!]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12177</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:03:28 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12177</guid>
			<description><![CDATA[Ein starker Geist verwindet großen Jammer,<br />
Herzwärmend schier sind dichte Trauerflöre.<br />
Wer aber lebt, der niemals sich empöre<br />
Im Alltagsjoch, wenn in die Folterkammer<br />
<br />
Mit Nadelstich und zäher Freundschaftsklammer<br />
Uns Neugier ruft zu peinlichem Verhöre<br />
Und Klatschsucht stimmet ihre Sperlingschöre?<br />
Da flucht man wohl der Stunden trägem Hammer<br />
<br />
Und schätzt am Esel dankbar den Kinnbacken,<br />
Muß aber doch, statt grob zu sein mit Keulen,<br />
Galant und höflich taube Nüsse knacken<br />
<br />
Und Tugend lernen von bebrillten Eulen,<br />
Bis die Dämonen uns beim Schopfe packen;<br />
Denn schrecklich ist’s, mit alten Weibern heulen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein starker Geist verwindet großen Jammer,<br />
Herzwärmend schier sind dichte Trauerflöre.<br />
Wer aber lebt, der niemals sich empöre<br />
Im Alltagsjoch, wenn in die Folterkammer<br />
<br />
Mit Nadelstich und zäher Freundschaftsklammer<br />
Uns Neugier ruft zu peinlichem Verhöre<br />
Und Klatschsucht stimmet ihre Sperlingschöre?<br />
Da flucht man wohl der Stunden trägem Hammer<br />
<br />
Und schätzt am Esel dankbar den Kinnbacken,<br />
Muß aber doch, statt grob zu sein mit Keulen,<br />
Galant und höflich taube Nüsse knacken<br />
<br />
Und Tugend lernen von bebrillten Eulen,<br />
Bis die Dämonen uns beim Schopfe packen;<br />
Denn schrecklich ist’s, mit alten Weibern heulen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Bedeutend!]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12176</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:03:06 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12176</guid>
			<description><![CDATA[„Ist Euer Pastor in der That bedeutend,<br />
Wie du vernommen von der Frau Gevattern,<br />
Dann wird die Wittwe nächstens ihn ergattern,<br />
Die zwar nicht hübsch, doch gläubig und bedeutend.“<br />
<br />
Der zehn Gebote elftes heißt: Bedeutend!<br />
Also gerühmt von Thee-Berichterstattern,<br />
Mit giftig frommen Gänsen mußt du schnattern,<br />
Thu, was du magst, nur rede ja bedeutend.<br />
<br />
Und nimmer dein verzagtes Herz dir klopfe<br />
Die Sünde wach, ein schwächlich Mitleid schlafe,<br />
Mit Waffen aus dem strenggeschulten Kopfe<br />
<br />
Die Liebe treibt es, daß sie seufzend strafe.<br />
- O Lammbedeutung! Weh mir armem Tropfe:<br />
Mein Wolfsgemüth ist allzu weich für Schafe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[„Ist Euer Pastor in der That bedeutend,<br />
Wie du vernommen von der Frau Gevattern,<br />
Dann wird die Wittwe nächstens ihn ergattern,<br />
Die zwar nicht hübsch, doch gläubig und bedeutend.“<br />
<br />
Der zehn Gebote elftes heißt: Bedeutend!<br />
Also gerühmt von Thee-Berichterstattern,<br />
Mit giftig frommen Gänsen mußt du schnattern,<br />
Thu, was du magst, nur rede ja bedeutend.<br />
<br />
Und nimmer dein verzagtes Herz dir klopfe<br />
Die Sünde wach, ein schwächlich Mitleid schlafe,<br />
Mit Waffen aus dem strenggeschulten Kopfe<br />
<br />
Die Liebe treibt es, daß sie seufzend strafe.<br />
- O Lammbedeutung! Weh mir armem Tropfe:<br />
Mein Wolfsgemüth ist allzu weich für Schafe.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Auch Frömmigkeit?]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12175</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:02:47 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12175</guid>
			<description><![CDATA[Ein Sprüchlein lockt Euch. Wenn Ihr näher tretet,<br />
Erkennt ihr bald, wer Haus und Herz bewohnet:<br />
Manch frommer Vers ob Tisch und Betten thronet,<br />
In Nachbars Garten Unkraut wird gejätet,<br />
<br />
Die böse Menschheit seufzend durchgeknetet,<br />
Und selbst der Freund, der  Bruder nicht verschonet.<br />
Doch Abends dann, weil Gott die Liebe lohnet,<br />
Auch für den Zöllner, für den Feind gebetet.<br />
<br />
Du aber fliehe, Muse, fleuch von hinnen!<br />
Dein Buhlerlied allhier nicht soll es tönen,<br />
Dein Farbenglanz kein Auge hier gewinnen.<br />
<br />
Magst du’s und willst dies Jammerthal verschönen?<br />
Sie hört’s und geht, doch ihre Thränen rinnen:<br />
„Mein Gott, vergieb den Frommen, die dich höhnen.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein Sprüchlein lockt Euch. Wenn Ihr näher tretet,<br />
Erkennt ihr bald, wer Haus und Herz bewohnet:<br />
Manch frommer Vers ob Tisch und Betten thronet,<br />
In Nachbars Garten Unkraut wird gejätet,<br />
<br />
Die böse Menschheit seufzend durchgeknetet,<br />
Und selbst der Freund, der  Bruder nicht verschonet.<br />
Doch Abends dann, weil Gott die Liebe lohnet,<br />
Auch für den Zöllner, für den Feind gebetet.<br />
<br />
Du aber fliehe, Muse, fleuch von hinnen!<br />
Dein Buhlerlied allhier nicht soll es tönen,<br />
Dein Farbenglanz kein Auge hier gewinnen.<br />
<br />
Magst du’s und willst dies Jammerthal verschönen?<br />
Sie hört’s und geht, doch ihre Thränen rinnen:<br />
„Mein Gott, vergieb den Frommen, die dich höhnen.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Moderne Huldigungen]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12174</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:02:30 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12174</guid>
			<description><![CDATA[Mignonner Fuß, die Schleppe weithin rauschend,<br />
Geborgtes Haar, phantastisch ungeschlichtet,<br />
Die Lippe flink, den Blick auf’s Ziel gerichtet,<br />
Des Busens Knospe fromm durch Schleier lauschend:<br />
<br />
So geht jetzt Sie, die alten Rollen tauschend,<br />
Auf Seiner Spur, bis Scham und Scheu vernichtet;<br />
Und wenn Gefallsucht hier die Anker lichtet,<br />
Kreuzt dort Blasirtheit, hoch die segel bauschend.<br />
<br />
Er aber sitzt und mustert sie verstohlen,<br />
Der Vielbegehrte, kneifend die Lorgnette.<br />
Bein übers Knie, betrachtend seine Sohlen,<br />
<br />
Nimmt er zerstreut den Fächer der Coquette,<br />
Und kitzelt sie mit Witzen, mit frivolen,<br />
Und mit dem Duft der türkschen Cigarette.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Mignonner Fuß, die Schleppe weithin rauschend,<br />
Geborgtes Haar, phantastisch ungeschlichtet,<br />
Die Lippe flink, den Blick auf’s Ziel gerichtet,<br />
Des Busens Knospe fromm durch Schleier lauschend:<br />
<br />
So geht jetzt Sie, die alten Rollen tauschend,<br />
Auf Seiner Spur, bis Scham und Scheu vernichtet;<br />
Und wenn Gefallsucht hier die Anker lichtet,<br />
Kreuzt dort Blasirtheit, hoch die segel bauschend.<br />
<br />
Er aber sitzt und mustert sie verstohlen,<br />
Der Vielbegehrte, kneifend die Lorgnette.<br />
Bein übers Knie, betrachtend seine Sohlen,<br />
<br />
Nimmt er zerstreut den Fächer der Coquette,<br />
Und kitzelt sie mit Witzen, mit frivolen,<br />
Und mit dem Duft der türkschen Cigarette.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[In unsern auserwählten Kreisen]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12173</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:02:02 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Wie ist, wie wird mir? Welche Geistessphäre!<br />
Hier athmet Bildung vornehm aromatisch<br />
Und spricht voll Würde, hebt den Blick ekstatisch,<br />
Damit das Sein zum Nichtsein sich verkläre.<br />
<br />
Denn Einen küßt die Muse, jene hehre<br />
Bachantin holden Blödsinns, (problematisch<br />
Ihr Stammbaum freilich, ob aristokratisch?)<br />
Den Andern hüllt in Nacht Gedankenschwere.<br />
<br />
und Diese lächeln, sind als Mäcenaten<br />
Auf du und du mit jedem Ruhm vertraulich;<br />
Die Zukunftsohren öffnend, sie errathen<br />
<br />
Vulcanausbrüche von Musik, fast graulich,<br />
Genialen Säuglings ungeborne Thaten.<br />
Ihr Ich – ein Meer, in dem sie ruhn beschaulich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wie ist, wie wird mir? Welche Geistessphäre!<br />
Hier athmet Bildung vornehm aromatisch<br />
Und spricht voll Würde, hebt den Blick ekstatisch,<br />
Damit das Sein zum Nichtsein sich verkläre.<br />
<br />
Denn Einen küßt die Muse, jene hehre<br />
Bachantin holden Blödsinns, (problematisch<br />
Ihr Stammbaum freilich, ob aristokratisch?)<br />
Den Andern hüllt in Nacht Gedankenschwere.<br />
<br />
und Diese lächeln, sind als Mäcenaten<br />
Auf du und du mit jedem Ruhm vertraulich;<br />
Die Zukunftsohren öffnend, sie errathen<br />
<br />
Vulcanausbrüche von Musik, fast graulich,<br />
Genialen Säuglings ungeborne Thaten.<br />
Ihr Ich – ein Meer, in dem sie ruhn beschaulich.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Unschuldige Vergnügungen]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12172</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:01:45 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12172</guid>
			<description><![CDATA[O hätt ich Schutz vor meinen Freunden, wär ich<br />
Mein eigner Herr, auf eignem Pfad zu streben!<br />
Dem Spott der Feinde könnt ich Antwort geben<br />
Und alles Lernen fände mich gelehrig.“<br />
<br />
Dies Seufzen ist mir nie entschlüpft, so sehr ich<br />
In Freiheit auch für meinen Theil will leben.<br />
Denn, müssen, sie als Engel mich umschweben,<br />
Laß schweben sie: ein Schauspiel nicht verwehr ich.<br />
<br />
Auch kost ich wohl, wenn sie Bescheid mir thuen<br />
Aus ihrer Weisheit übervollem Kristall,<br />
Ich träume gern von meinen Kinderschuhen.<br />
<br />
Doch ruft die That in’s Eine Ohr, dann eitel ist all<br />
Ihr Schrein in’s andre. Freund und Feind dann ruhen<br />
Im Busen mir und im Photographie-Stall.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[O hätt ich Schutz vor meinen Freunden, wär ich<br />
Mein eigner Herr, auf eignem Pfad zu streben!<br />
Dem Spott der Feinde könnt ich Antwort geben<br />
Und alles Lernen fände mich gelehrig.“<br />
<br />
Dies Seufzen ist mir nie entschlüpft, so sehr ich<br />
In Freiheit auch für meinen Theil will leben.<br />
Denn, müssen, sie als Engel mich umschweben,<br />
Laß schweben sie: ein Schauspiel nicht verwehr ich.<br />
<br />
Auch kost ich wohl, wenn sie Bescheid mir thuen<br />
Aus ihrer Weisheit übervollem Kristall,<br />
Ich träume gern von meinen Kinderschuhen.<br />
<br />
Doch ruft die That in’s Eine Ohr, dann eitel ist all<br />
Ihr Schrein in’s andre. Freund und Feind dann ruhen<br />
Im Busen mir und im Photographie-Stall.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Ideal der Freundschaft]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12171</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:01:30 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12171</guid>
			<description><![CDATA[Auf, mein Gesang, laß perlen Flötentöne<br />
So weich, so lind und duftig, wie noch nimmer:<br />
Lockt Manchen ein romantisch eitler Flimmer,<br />
Erhabnen dich, dem Reinsten dich gewöhne.<br />
<br />
Denn hohl ist Liebe, Staub des Leibes Schöne:<br />
O Mädchenfreundschaft, zarter Seelenschimmer,<br />
Briefheiligthum voll Nachtigallgewimmer,<br />
Dir schwillt ein Hymnus, würdig der Kamöne.<br />
<br />
Wenn Alles lügt, du strahlest, rührend wahre!<br />
Wenn Hoffnung welkt, du blühst, du immergrüne,<br />
Kein Runzelchen giebt dir der Lauf der Jahre,<br />
<br />
Kein Adamssohn sich wider dich erkühne.<br />
Nur Einer weint an deiner Todtenbahre:<br />
Er, welcher tritt als Freier auf die Bühne.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Auf, mein Gesang, laß perlen Flötentöne<br />
So weich, so lind und duftig, wie noch nimmer:<br />
Lockt Manchen ein romantisch eitler Flimmer,<br />
Erhabnen dich, dem Reinsten dich gewöhne.<br />
<br />
Denn hohl ist Liebe, Staub des Leibes Schöne:<br />
O Mädchenfreundschaft, zarter Seelenschimmer,<br />
Briefheiligthum voll Nachtigallgewimmer,<br />
Dir schwillt ein Hymnus, würdig der Kamöne.<br />
<br />
Wenn Alles lügt, du strahlest, rührend wahre!<br />
Wenn Hoffnung welkt, du blühst, du immergrüne,<br />
Kein Runzelchen giebt dir der Lauf der Jahre,<br />
<br />
Kein Adamssohn sich wider dich erkühne.<br />
Nur Einer weint an deiner Todtenbahre:<br />
Er, welcher tritt als Freier auf die Bühne.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hochwohlgeboren]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12170</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:01:14 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12170</guid>
			<description><![CDATA[Durch Arztes Hand in unsre Welt gekommen,<br />
Dies feine Kind, gestillt von einer Amme<br />
In bunter Tracht aus kräftgem Bauernstamme,<br />
Wächst zierlich auf und wird in Zucht genommen<br />
<br />
Von christlichen Hauslehrern, die beklommen<br />
Und höflich sind. Erhitzt von keiner Flamme,<br />
Ja nicht gekämmt mit einem rauhen Kamme,<br />
Von keiner Arbeit jemals übernommen:<br />
<br />
So lernt es, an gebratne Tauben gebwen<br />
Sein offnes Mäulchen, lernt auch tanzen, reiten<br />
Und würdevoll nach Eleganz zu streben.<br />
<br />
Doch, brausen Stürme, dann wo Männer streiten,<br />
Entschlüpft es aus dem Garn von Lieb und Leben<br />
Kühl in die Aalhaut glatter Höflichkeiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Durch Arztes Hand in unsre Welt gekommen,<br />
Dies feine Kind, gestillt von einer Amme<br />
In bunter Tracht aus kräftgem Bauernstamme,<br />
Wächst zierlich auf und wird in Zucht genommen<br />
<br />
Von christlichen Hauslehrern, die beklommen<br />
Und höflich sind. Erhitzt von keiner Flamme,<br />
Ja nicht gekämmt mit einem rauhen Kamme,<br />
Von keiner Arbeit jemals übernommen:<br />
<br />
So lernt es, an gebratne Tauben gebwen<br />
Sein offnes Mäulchen, lernt auch tanzen, reiten<br />
Und würdevoll nach Eleganz zu streben.<br />
<br />
Doch, brausen Stürme, dann wo Männer streiten,<br />
Entschlüpft es aus dem Garn von Lieb und Leben<br />
Kühl in die Aalhaut glatter Höflichkeiten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Greise und alte Leute]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12169</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:00:59 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12169</guid>
			<description><![CDATA[Matronen, Greise mit dem Friedensglanze,<br />
Den unmerklich silberner die Locken<br />
Ums Haupt Euch winden, bis die Feierglocken<br />
Euch laden ein im güldnen Hochzeitskranze:<br />
<br />
Ihr segnet, wer Euch nahet! Wenn das Ganze,<br />
Was uns die Parze spinnt vom Schicksalsrocken,<br />
So lieblich ist, ja dann läßt niemand stocken<br />
Die Arbeit, daß er Linnen für sie pflanze.<br />
<br />
Ach, aber Ihr, denen die Jahre stahlen,<br />
Was mürrisch Euch die Stunden zubereiten,<br />
Bei Nacht nicht schlummernd und der Tag voll Qualen,<br />
<br />
Einsam durch Selbstsucht, matt von Kleinigkeiten:<br />
Voll tiefen Mitleids hör ich Euer Prahlen,<br />
Wie schön es war in abgelebten Zeiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Matronen, Greise mit dem Friedensglanze,<br />
Den unmerklich silberner die Locken<br />
Ums Haupt Euch winden, bis die Feierglocken<br />
Euch laden ein im güldnen Hochzeitskranze:<br />
<br />
Ihr segnet, wer Euch nahet! Wenn das Ganze,<br />
Was uns die Parze spinnt vom Schicksalsrocken,<br />
So lieblich ist, ja dann läßt niemand stocken<br />
Die Arbeit, daß er Linnen für sie pflanze.<br />
<br />
Ach, aber Ihr, denen die Jahre stahlen,<br />
Was mürrisch Euch die Stunden zubereiten,<br />
Bei Nacht nicht schlummernd und der Tag voll Qualen,<br />
<br />
Einsam durch Selbstsucht, matt von Kleinigkeiten:<br />
Voll tiefen Mitleids hör ich Euer Prahlen,<br />
Wie schön es war in abgelebten Zeiten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Im letzten Stadium]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12168</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:00:43 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12168</guid>
			<description><![CDATA[Du armes Weib! Im lächelnden Geflitter<br />
Der buntdurchschwärmten Tage, die dich treiben<br />
Von Nichts zu Garnichts, die in’s Herz dir schreiben<br />
Kein Lebenswort, hör mich, hör deinen Ritter:<br />
<br />
Zwar kann ich nicht zum Tremolo der Zither<br />
Gefühle heucheln, welche ewig bleiben,<br />
Noch mein Gewand im Staub vor dir zerreiben;<br />
Nur fragen kann ich, warum schmerzlich bitter<br />
<br />
Die Einsamkeit, die Andern Frieden bringet,<br />
Verzweiflung eingräbt deinen starren Zügen?<br />
Ist Reue dies? Vom Seufzerhauch beschwinget,<br />
<br />
Ihr leises Flehn zu Gott hin Engel trügen.<br />
Die Wimper zuckt, Heil, wer sich selbst bezwinget!<br />
Doch nein: du weinst und – deine Thränen lügen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Du armes Weib! Im lächelnden Geflitter<br />
Der buntdurchschwärmten Tage, die dich treiben<br />
Von Nichts zu Garnichts, die in’s Herz dir schreiben<br />
Kein Lebenswort, hör mich, hör deinen Ritter:<br />
<br />
Zwar kann ich nicht zum Tremolo der Zither<br />
Gefühle heucheln, welche ewig bleiben,<br />
Noch mein Gewand im Staub vor dir zerreiben;<br />
Nur fragen kann ich, warum schmerzlich bitter<br />
<br />
Die Einsamkeit, die Andern Frieden bringet,<br />
Verzweiflung eingräbt deinen starren Zügen?<br />
Ist Reue dies? Vom Seufzerhauch beschwinget,<br />
<br />
Ihr leises Flehn zu Gott hin Engel trügen.<br />
Die Wimper zuckt, Heil, wer sich selbst bezwinget!<br />
Doch nein: du weinst und – deine Thränen lügen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Don Juan]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12167</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:00:26 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12167</guid>
			<description><![CDATA[Du trittst vor mich, bewehrt noch mit der Klinge,<br />
Don Juan, feucht vom Blut des Commodore,<br />
Trunken vom Duft aus welkem Blumenflore,<br />
Dämon, gehüllt in’s Kleid der Schmetterlinge.<br />
<br />
Dein Auge sprüht, dein Lächeln webt die Schlinge,<br />
Der Lippe Wohllaut träufelt Gift dem Ohre:<br />
Und sterbend flieht aus unbewachtem Thore<br />
Die holde Scham, daß dein Triumph gelinge.<br />
<br />
Ja, du bist satt, ein Meister in Genüssen,<br />
Und warum doch so ruhlos weiter drängend?<br />
Weil dir sich je kein Wollen gab, nur Müssen,<br />
<br />
Der Liebe Hauch, mit Hasses Gluth vermengend.<br />
Drum dürstet dich nach frei aufblühnden Küssen,<br />
Nach Einem Blick, glückselig an dir hängend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Du trittst vor mich, bewehrt noch mit der Klinge,<br />
Don Juan, feucht vom Blut des Commodore,<br />
Trunken vom Duft aus welkem Blumenflore,<br />
Dämon, gehüllt in’s Kleid der Schmetterlinge.<br />
<br />
Dein Auge sprüht, dein Lächeln webt die Schlinge,<br />
Der Lippe Wohllaut träufelt Gift dem Ohre:<br />
Und sterbend flieht aus unbewachtem Thore<br />
Die holde Scham, daß dein Triumph gelinge.<br />
<br />
Ja, du bist satt, ein Meister in Genüssen,<br />
Und warum doch so ruhlos weiter drängend?<br />
Weil dir sich je kein Wollen gab, nur Müssen,<br />
<br />
Der Liebe Hauch, mit Hasses Gluth vermengend.<br />
Drum dürstet dich nach frei aufblühnden Küssen,<br />
Nach Einem Blick, glückselig an dir hängend.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Dichter und die Muse]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12166</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 11:00:07 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=12166</guid>
			<description><![CDATA[Du läßt, mein Freund, schon wieder dich ertappen<br />
Auf Wegen, die zur Dunkelheit dich lenken:<br />
Statt rücksichtsvoll des Publicums zu denken,<br />
Stehst du vertieft, gehst satteln deinen Rappen<br />
<br />
Und schmeichelst ihm und legst ihm an die knappen<br />
Sonettenzügel. Niemand will dich kränken,<br />
Doch, was du schreibst, taugt nicht zu Festgeschenken.<br />
Ja, dein Genie hat Hang zum Überschnappen.<br />
<br />
Nicht Prachtgefäße, schwer von Edelsteinen,<br />
Nein, Kuchen formt des wahren Dichters Tugend,<br />
In dessen Brei Gedanken mundrecht scheinen.“<br />
<br />
Sie sprach’s, er hört’s – und ward, nach Bändern lugend,<br />
Präses in Mittelmäßigkeitsvereinen<br />
Und Novellist für unsre reife Jugend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Du läßt, mein Freund, schon wieder dich ertappen<br />
Auf Wegen, die zur Dunkelheit dich lenken:<br />
Statt rücksichtsvoll des Publicums zu denken,<br />
Stehst du vertieft, gehst satteln deinen Rappen<br />
<br />
Und schmeichelst ihm und legst ihm an die knappen<br />
Sonettenzügel. Niemand will dich kränken,<br />
Doch, was du schreibst, taugt nicht zu Festgeschenken.<br />
Ja, dein Genie hat Hang zum Überschnappen.<br />
<br />
Nicht Prachtgefäße, schwer von Edelsteinen,<br />
Nein, Kuchen formt des wahren Dichters Tugend,<br />
In dessen Brei Gedanken mundrecht scheinen.“<br />
<br />
Sie sprach’s, er hört’s – und ward, nach Bändern lugend,<br />
Präses in Mittelmäßigkeitsvereinen<br />
Und Novellist für unsre reife Jugend.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
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