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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Oskar Freiherr von Redwitz-Schmölz]]></title>
		<link>https://sonett.fontane-place.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett.fontane-place.de]]></description>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 10:24:35 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Des Vaters Trost]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=32082</link>
			<pubDate>Sat, 04 Jan 2025 01:15:14 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Des Vaters Trost</span><br />
<br />
Wie lange währt es? Weht nur Herbsteswind,<br />
So ziehst du hin zu dem, der dich erkoren!<br />
Doch ach, ich weiß: du bleibst doch unser Kind!<br />
Dein Herz, es geht uns dennoch nicht verloren.<br />
<br />
An Liebe wir nicht ärmer worden sind;<br />
Das ist mein Trost; denn, der als Mann geschworen<br />
Die Treue dir zum ew’gen Angebind’,<br />
Der ward für uns als neuer Sohn geboren.<br />
<br />
Ich weiß von ihm: in höchsten Ehren halten<br />
Wird er die neuen Eltern, wie die alten –<br />
Und du mein Kind, tu es darin ihm gleich!<br />
<br />
O kostet dann dein Abschied auch viel Zähren:<br />
So soll sie heil’ge Freude doch verklären;<br />
Nicht ärmer sind wir ja – doch doppelt reich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Des Vaters Trost</span><br />
<br />
Wie lange währt es? Weht nur Herbsteswind,<br />
So ziehst du hin zu dem, der dich erkoren!<br />
Doch ach, ich weiß: du bleibst doch unser Kind!<br />
Dein Herz, es geht uns dennoch nicht verloren.<br />
<br />
An Liebe wir nicht ärmer worden sind;<br />
Das ist mein Trost; denn, der als Mann geschworen<br />
Die Treue dir zum ew’gen Angebind’,<br />
Der ward für uns als neuer Sohn geboren.<br />
<br />
Ich weiß von ihm: in höchsten Ehren halten<br />
Wird er die neuen Eltern, wie die alten –<br />
Und du mein Kind, tu es darin ihm gleich!<br />
<br />
O kostet dann dein Abschied auch viel Zähren:<br />
So soll sie heil’ge Freude doch verklären;<br />
Nicht ärmer sind wir ja – doch doppelt reich.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Du wundergroße Zeit, die wir erleben!]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=32080</link>
			<pubDate>Mon, 23 Dec 2024 07:13:22 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=32080</guid>
			<description><![CDATA[Du wundergroße Zeit, die wir erleben!<br />
Wer faßt dich in das Herz, so eng und klein? –<br />
In wenig Monden langer Jahre Reih’n<br />
Ereignisschwer an uns vorüberschweben.<br />
<br />
Der deutsche Name macht die Welt erbeben,<br />
Von Pol zu Pol flammt unsrer Siege Schein.<br />
Es schaun voll Neid und Furcht die Völker drein.<br />
Wer wagt noch gegen uns das Schwert zu heben?<br />
<br />
O Wunder über Wunder! – Sagt mir doch,<br />
Wann gleiche Zeit der Völker Auge sah?<br />
An Ruhm solch überreichen heil’gen Krieg?<br />
<br />
Doch aller Wunder segensreichstes noch,<br />
Ist’s jenes nicht, das zu Versailles geschah? –<br />
O größte Kriegstat! – Aller Siege Sieg!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Du wundergroße Zeit, die wir erleben!<br />
Wer faßt dich in das Herz, so eng und klein? –<br />
In wenig Monden langer Jahre Reih’n<br />
Ereignisschwer an uns vorüberschweben.<br />
<br />
Der deutsche Name macht die Welt erbeben,<br />
Von Pol zu Pol flammt unsrer Siege Schein.<br />
Es schaun voll Neid und Furcht die Völker drein.<br />
Wer wagt noch gegen uns das Schwert zu heben?<br />
<br />
O Wunder über Wunder! – Sagt mir doch,<br />
Wann gleiche Zeit der Völker Auge sah?<br />
An Ruhm solch überreichen heil’gen Krieg?<br />
<br />
Doch aller Wunder segensreichstes noch,<br />
Ist’s jenes nicht, das zu Versailles geschah? –<br />
O größte Kriegstat! – Aller Siege Sieg!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vom Schönen Tale (2)]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=32083</link>
			<pubDate>Sat, 07 Dec 2024 09:22:54 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=32083</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vom Schönen Tale</span><br />
<br />
Es liegt vor mir aus Kurfürst Erthals zeiten<br />
Des „schönen Tales“ wundertrauter Hain.<br />
Um malerisch zerfallenes Gestein<br />
Auf stiller Flur zwei prächt’ge Schwäne gleiten.<br />
<br />
Wie liebt’ ich’s doch, hier sinnend durchzuschreiten!<br />
Und auch vom Fenster schaut’ ich gern herein,<br />
Sah märchenhaft ich oft im Abendschein<br />
die Silberflügel dort sich flatternd spreiten.<br />
<br />
Jetzt freilich ist es duftlos, stumm und kahl.<br />
Doch liegt mein Zauberstab’ nicht stets bereit? –<br />
So schwing’ ich ihn – so werd’ es Maienzeit!<br />
<br />
Und sieh, wie grünt und blüht mein liebes „Tal“!<br />
Welch duft’ge Pracht im Wipfel wie im Hag! –<br />
Und hört ihr auch den Nachtigallenschlag?<br />
<br />
<br />
<br />
O daß doch neidlos prächtig immerdar<br />
Die deutschen Stämme grünten so wie hier!<br />
Sie alle nur des einen Waldes Zier,<br />
Gar stolz umkreist vom kaiserlichen Aar!<br />
<br />
Und friedlich, wie die Schwäne silberklar<br />
Durchschwimmen hier dies blühende Revier –<br />
Auf deutscher Geistesflut ohn“ Neidbegier<br />
Sei Nord und Süd ein lechtend Schwanenpaar!<br />
<br />
Des heil’gem Krieges Opfer, Not und Schmerz,<br />
werd’ einstens, wie ein Bild aus Heldensagen,<br />
Der lenzumdufteten Ruine gleich!<br />
<br />
Der Nachtigall Gesang sei Deutschlands Herz<br />
Und in dies Herz, sowie mir’s aufgetragen,<br />
Senk’ ich dies Lied vom neuen Deutschen Reich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vom Schönen Tale</span><br />
<br />
Es liegt vor mir aus Kurfürst Erthals zeiten<br />
Des „schönen Tales“ wundertrauter Hain.<br />
Um malerisch zerfallenes Gestein<br />
Auf stiller Flur zwei prächt’ge Schwäne gleiten.<br />
<br />
Wie liebt’ ich’s doch, hier sinnend durchzuschreiten!<br />
Und auch vom Fenster schaut’ ich gern herein,<br />
Sah märchenhaft ich oft im Abendschein<br />
die Silberflügel dort sich flatternd spreiten.<br />
<br />
Jetzt freilich ist es duftlos, stumm und kahl.<br />
Doch liegt mein Zauberstab’ nicht stets bereit? –<br />
So schwing’ ich ihn – so werd’ es Maienzeit!<br />
<br />
Und sieh, wie grünt und blüht mein liebes „Tal“!<br />
Welch duft’ge Pracht im Wipfel wie im Hag! –<br />
Und hört ihr auch den Nachtigallenschlag?<br />
<br />
<br />
<br />
O daß doch neidlos prächtig immerdar<br />
Die deutschen Stämme grünten so wie hier!<br />
Sie alle nur des einen Waldes Zier,<br />
Gar stolz umkreist vom kaiserlichen Aar!<br />
<br />
Und friedlich, wie die Schwäne silberklar<br />
Durchschwimmen hier dies blühende Revier –<br />
Auf deutscher Geistesflut ohn“ Neidbegier<br />
Sei Nord und Süd ein lechtend Schwanenpaar!<br />
<br />
Des heil’gem Krieges Opfer, Not und Schmerz,<br />
werd’ einstens, wie ein Bild aus Heldensagen,<br />
Der lenzumdufteten Ruine gleich!<br />
<br />
Der Nachtigall Gesang sei Deutschlands Herz<br />
Und in dies Herz, sowie mir’s aufgetragen,<br />
Senk’ ich dies Lied vom neuen Deutschen Reich.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Chismondens Sonette]]></title>
			<link>https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=32081</link>
			<pubDate>Fri, 17 May 2024 05:26:52 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett.fontane-place.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett.fontane-place.de/showthread.php?tid=32081</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Chismondens Sonette<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Aus „Amaranth“</span></span><br />
<br />
<br />
Ha! Was beginn’ ich? – In das Knie gebrochen?<br />
Die Hände starr wie zum Gebet gefaltet!<br />
Wie Marmorstein mein ganzer Leib erkaltet!<br />
O Wahn! Es hat mein Mund doch Nichts gesprochen? -<br />
<br />
Ich ließ’  ein Feigling  neu mich unterjochen<br />
In Litanei’n verfinsternd und veraltet? –<br />
Erbleicht ihr Lippen, wenn ihr betend lalltet!<br />
Was hätt’ ich meinem Geist den Staar gestochen? –<br />
<br />
Der da bei Weihrauch und bei Kerzenscheine<br />
Sich gängeln läßt durch Murmeln und durch Bücken,<br />
Der wandelbare Gott ist nicht der meine.<br />
<br />
Den Willen meines Gott’s kann Nichts verrücken,<br />
Mein Gott ist das Gesetz, das ewig Eine:<br />
Zerschellt, ihr des Gebetes morsche Krücken<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Chismondens Sonette<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Aus „Amaranth“</span></span><br />
<br />
<br />
Ha! Was beginn’ ich? – In das Knie gebrochen?<br />
Die Hände starr wie zum Gebet gefaltet!<br />
Wie Marmorstein mein ganzer Leib erkaltet!<br />
O Wahn! Es hat mein Mund doch Nichts gesprochen? -<br />
<br />
Ich ließ’  ein Feigling  neu mich unterjochen<br />
In Litanei’n verfinsternd und veraltet? –<br />
Erbleicht ihr Lippen, wenn ihr betend lalltet!<br />
Was hätt’ ich meinem Geist den Staar gestochen? –<br />
<br />
Der da bei Weihrauch und bei Kerzenscheine<br />
Sich gängeln läßt durch Murmeln und durch Bücken,<br />
Der wandelbare Gott ist nicht der meine.<br />
<br />
Den Willen meines Gott’s kann Nichts verrücken,<br />
Mein Gott ist das Gesetz, das ewig Eine:<br />
Zerschellt, ihr des Gebetes morsche Krücken<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
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