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Sonnets 097
#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



XCVII.

Wie ist von dir, dem Stern des flücht’gen Jahrs,
Die Trennung mir zum öden Winter worden!
Wie schüttelte mich Frost, wie dunkel war’s
Wie dürr dezemberschaurig aller Orten!

Und doch war Sommer diese Trennungszeit,
Fruchtbarer Herbst, der schwellend überfloß,
Beladen mit des Frühlings Üppigkeit,
Wie nach des Gatten Tod der Witwe Schoß.

Doch Vaterlose Frucht, Verwaisungszeichen
Sah ich in dieser Segensfülle nur:
Denn dir folgt Sommer und sein Glück; es schweigen
Wo du fehlst, selbst die Vögel auf der Flur.

Und sängen sie, es wär so bang zu hören,
Daß Blätter, winterscheu, ihr Grün verlören.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 097 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 097 - von ZaunköniG - 27.04.2023, 11:51
RE: Sonnets 097 - von ZaunköniG - 16.04.2026, 09:12

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