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Sonnets 111
#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



CXI.

Verklage nur des Glückes Göttin! Sie
Ist an den Sünden schuld, die ich verübt;
Weil sie nichts Bess’res mir zum Leben lieh
Als feiles Brot, das feile Sitten gibt.

So liegt auf meinem Namen wie ein Brand,
So wird mein ganzes Wesen schier entweiht
Von seinem Handwerk, wie des Färbers Hand.
Hab Mitleid denn, und wünsch’, ich würd’ erneut!

Und scharfe Essigtränke will ich trinken
Als williger Kranker: was Entsühnung schafft,
Das Bitterste soll mir nicht bitter dünken,
Kein zwiefach Büßen, das die Strafe straft.

Hab Mitleid denn! Und dein mitleid’ger Sinn,
O glaub’ es, Herz! reicht mich zu heilen hin.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 111 - von ZaunköniG - 28.10.2007, 14:16
RE: Sonnets 111 - von ZaunköniG - 03.05.2023, 10:43
RE: Sonnets 111 - von ZaunköniG - 18.05.2026, 00:51

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