03.06.2026, 09:29
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis
CXVI.
Laß mich von keinen Hindernissen hören,
Die treuer Seelen Ehebund bedräun!
Lieb’ ist nicht Liebe, wenn sie Störer stören,
Wenn sie Zerstreuung irrend kann zerstreun.
O nein! sie ist ein ewig sichres Ziel,
Thront unerschüttert über Sturmeswogen;
Ein Angelstern für jeden irren Kiel;
Kein Höhenmaß hat seinen Wert erwogen.
Lieb’ ist kein Narr der Zeit, ob Rosenwangen
Auch ihrer Sichel krumme Schneid’ umspannt:
In enger Stunden Lauf uneingefangen
Beharrt sie bis an Weltgerichtes Rand.
Wenn dies als Wahn, als Lüge sich ergibt,
So schrieb ich nie, so hat kein Mensch geliebt.
.
Johann Gottlob Regis
CXVI.
Laß mich von keinen Hindernissen hören,
Die treuer Seelen Ehebund bedräun!
Lieb’ ist nicht Liebe, wenn sie Störer stören,
Wenn sie Zerstreuung irrend kann zerstreun.
O nein! sie ist ein ewig sichres Ziel,
Thront unerschüttert über Sturmeswogen;
Ein Angelstern für jeden irren Kiel;
Kein Höhenmaß hat seinen Wert erwogen.
Lieb’ ist kein Narr der Zeit, ob Rosenwangen
Auch ihrer Sichel krumme Schneid’ umspannt:
In enger Stunden Lauf uneingefangen
Beharrt sie bis an Weltgerichtes Rand.
Wenn dies als Wahn, als Lüge sich ergibt,
So schrieb ich nie, so hat kein Mensch geliebt.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

