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Sonnets 119
#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



CXIX.

Was für Sirenentränen, abgezogen
Auf höllischen Retorten sog ich ein!
Wie zwischen Furcht und Hoffnung gleich betrogen,
Erwarb ich statt Zufriedenheit mir Pein!

Wie frevelte das Herz in seinem Wahn,
Als wenn es reich und selig wär wie nie:
Wie rollte wild das Aug’ aus seiner Bahn,
In jener wüsten Fieberphantasie! –

O Arzenei des Schlimmen! Dies bewährt:
Daß Übel Bess’res gut und besser macht;
Und daß erloschne Liebe, frisch genährt,
Nur heller, heißer als zuvor erwacht.

Und so zum Liebsten flücht’ ich mich voll Scham
Und dreifach gibt mir Übel, was es nahm.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 119 - von ZaunköniG - 28.10.2007, 14:16
RE: Sonnets 119 - von ZaunköniG - 06.05.2023, 10:59
RE: Sonnets 119 - von ZaunköniG - 09.06.2026, 06:42

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