17.06.2026, 09:18
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis
CXXIII.
Nein, Zeit! nicht wandelbar sollst du mich schelten:
Mir kann dein junger Pyramidenbau
Nicht staunenswert, nicht für ein Wunder gelten;
Sie sind nur Anputz einer ältern Schau.
In enge Frist beschränkt, bewundern wir,
Was du für altersgrau uns willst verkaufen,
Vergessen frührer Kunde, voll Begier
Nach eignem Wunsch beliebig sie zu taufen.
Hohn biet’ ich dir und deinen Chroniken:
Nicht Gegenwärt’ges noch Vergang’nes nimmt mich Wunder;
Denn Lug ist dein Bericht, und was wir sehn:
Ein ewig Eilen taucht es auf und unter.
Dies eine schwör’ und halt’ ich treulich mir:
Wahr will ich sein, trotz deiner Sens’ und dir.
.
Johann Gottlob Regis
CXXIII.
Nein, Zeit! nicht wandelbar sollst du mich schelten:
Mir kann dein junger Pyramidenbau
Nicht staunenswert, nicht für ein Wunder gelten;
Sie sind nur Anputz einer ältern Schau.
In enge Frist beschränkt, bewundern wir,
Was du für altersgrau uns willst verkaufen,
Vergessen frührer Kunde, voll Begier
Nach eignem Wunsch beliebig sie zu taufen.
Hohn biet’ ich dir und deinen Chroniken:
Nicht Gegenwärt’ges noch Vergang’nes nimmt mich Wunder;
Denn Lug ist dein Bericht, und was wir sehn:
Ein ewig Eilen taucht es auf und unter.
Dies eine schwör’ und halt’ ich treulich mir:
Wahr will ich sein, trotz deiner Sens’ und dir.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

