02.05.2026, 06:37
In Übersetzung von
Sophie Hasenclever
AN DIESELBE.
(Vittoria Colonna)
Mich weniger unwerth machen deiner Güte,
War meines schwachen Geistes heiss Verlangen;
Wie gern wär' ick entgegen dir gegangen
Auf halbem Weg, sieh wie ich mich bemühte !
Doch ach das Ziel, für das mein Herz erglühte,
Aus eigner Kraft werd' ich es nie erlangen;
Vergieb mir denn mein kühnes Unterfangen,
Durch Irren wird nun weiser mein Gemüthe.
Wer kann mit deiner Gnade je vergleichen.
Die auf uns niederträuft wie Gottes Segen,
Ein schwaches Werk, das ich geschafften habe.
O sieh: Verstand, Gedächtniss, Kirnst erbleichen;
Nie zahlt aus eignem Geist man und Vermögen
Mit tausend Spenden Eine Himmelsgabe.
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Sophie Hasenclever
AN DIESELBE.
(Vittoria Colonna)
Mich weniger unwerth machen deiner Güte,
War meines schwachen Geistes heiss Verlangen;
Wie gern wär' ick entgegen dir gegangen
Auf halbem Weg, sieh wie ich mich bemühte !
Doch ach das Ziel, für das mein Herz erglühte,
Aus eigner Kraft werd' ich es nie erlangen;
Vergieb mir denn mein kühnes Unterfangen,
Durch Irren wird nun weiser mein Gemüthe.
Wer kann mit deiner Gnade je vergleichen.
Die auf uns niederträuft wie Gottes Segen,
Ein schwaches Werk, das ich geschafften habe.
O sieh: Verstand, Gedächtniss, Kirnst erbleichen;
Nie zahlt aus eignem Geist man und Vermögen
Mit tausend Spenden Eine Himmelsgabe.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

