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Sonnets 039
#5
In Übersetzung von
Emil Wagner
1810 - 1889
(eigentlich: Ludwig Reinhold Walesrode)


XXXIX.

Wie kann ich deinen Werth nach Würden singen,
Da du der bessre Theil ja bist von mir?
Was kann mein eignes Lob mir selber bringen?
Mich preis’ ich ja, wenn Lob ich singe dir.

Laß darum schon getrennt uns Beide leben,
Verzichten uns, durch Liebe eins zu sein,
Daß durch die Trennung selbst ich dir kann geben,
Was dir gebührt, was du verdienst allein.

Welch eine Qual wärst du, Abwesenheit,
Gäb’ deine bittre Muße uns nicht Frist,
Zu kürzen Liebe denkend deine Zeit,
Daß Zeit und denken gern man drob vergißt.

Und daß man Zwei aus Einem machen lernt,
Indem man hier den preis’t, der bleibt entfernt.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 039 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 039 - von ZaunköniG - 22.03.2023, 19:15
RE: Sonnets 039 - von ZaunköniG - 16.09.2024, 11:04
RE: Sonnets 039 - von ZaunköniG - 12.05.2026, 09:59
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