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Sonnets 041
#5
In Übersetzung von
Emil Wagner
1810 - 1889
(eigentlich: Ludwig Reinhold Walesrode)


XLI.

Wenn Freiheit dich zu leichtem Fehl verführt,
Wenn aus dem Herzen dir mein Bild entschwindet:
Dir, da du jung und schön, Verzeih’n gebührt,
Da leicht Versuchung, dich, verfolgend, findet.

Sanft bist du, leicht gewonnen darum schon,
Schön bist du, darum der Verführung Ziel;
Wenn Weiber werben, welcher Weibes Sohn
Wird streng versagen das, was ihr gefiel.

Und dennoch, ach! bezwinge dich, mein Lieb,
Die Schönheit überwinde und die Jugend,
Die dich verführen da, mit wildem Trieb,
Wo zwiefach du befleckest reine Tugend,

Die ihr’, indem sie Schönheit lockt zu dir,
Die deine, wenn du treulos würdest mir.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 041 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 041 - von ZaunköniG - 25.03.2023, 12:24
RE: Sonnets 041 - von ZaunköniG - 20.09.2024, 10:48
RE: Sonnets 041 - von ZaunköniG - 26.05.2026, 09:46
RE: Sonnets 041 - von ZaunköniG - 19.06.2026, 06:55

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